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Autor Thema: Calcitachat  (Gelesen 25762 mal)

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Offline euklas

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Re: Calcitachat
« Antwort #30 am: 06 Feb 11, 19:52 »
Hallo,

meine Kenntnisse zur Achatgenese sind nur oberflächlich, trotzdem ein paar Gedanken zu dieser interessanten Sache.
Meiner Meinung nach ist die Wahrscheinlichkeit für die Bildung einer derartigen Calcitmandel aus einem ehemaligen Achat so gering, dass solche Stücke noch wesentlich seltener als ohnehin auftreten dürften. Hinzu kommt noch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Calcit als Einkristall den Hohlraum ausfüllt, während die Achatstruktur erhalten bleibt. Welche vergleichbaren Vorgänge sind eigentlich bekannt, bei denen Quarz oder Achat unter Beibehaltung äußerer Merkmaler durch andere Minerale (ausgerechnet der wenig stabile Calcit) wie auch immer ersetzt wird? Spontan fallen mir nur die Pseudomorphosen aus der Johanneszeche ein.
Interessant wäre mal zu wissen, welche Substanzen in der Calcitmandel eigentlich die sichtbare Bänderung verursachen. Vielleicht liegt hier eine mögliche Lösung, ohne das die Mandel vorher aus Achat bestand.
Übrigens zum Begriff: da die Mandel aus Calcit besteht, dürfte Achat als Bezeichnung eigentlich ungünstig sein (Achat = Quarz).

Dies mal als kleine Anregung.

Anbei noch ein Foto von einem Planitzer Achat. Hier ist es Quarz, welcher die undeutliche Bänderung vom „Vorgängermineral“ übernommen hat.

Viele Grüße, Marcus


Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Calcitachat
« Antwort #31 am: 06 Feb 11, 20:04 »
Hallo Roland!
Tut mir leid,aber mehr habe ich zu diesem Thema nicht zu schreiben,Ich habe meine Meinung zum Thema offen dargelegt,aber werde mich nicht in Bezug auf Personen auf Ableitungen vom Thema einlassen.
Verdrängung ist für mich indiskutabel.
Ausfüllung oder Umwandlung wäre akzeptabel
Tschüß Jens

Offline Mineralroli

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Re: Calcitachat
« Antwort #32 am: 06 Feb 11, 23:28 »
Hallo
@Jens
Zitat
werde mich nicht in Bezug auf Personen auf Ableitungen vom Thema einlassen
genau das erwarte ich auch nicht. Wenn ich lese das durch mehrere Beiträge vom eigentlichen Thema abgeglitten wird
versuche ich mit einem der Sache geeignetem Beitrag zum ursprünglichen Thema zurück zu finden.
Deine Beiträge waren meist kurz und knapp gehalten, etwas ausführlicher wäre schon besser.
Vielleicht fällt dir ja noch das eine oder andere ein, naja - und wenn nicht ist es auch nicht so schlimm.
Danke trotzdem für deine Ausführungen.
@Marcus
Eine interessante Mandel von Zwickau-Planitz, obwohl es nicht dem Kern des Themas trifft. So wie ich es deute handelt es sich bei dem 
Gebilde im Zentrum um eine großen und schönen Sphärolith (habe ich so von der Fundstelle noch nicht gesehen und wäre ein schöner Beitrag für unser Lexikon).
Zitat
Interessant wäre mal zu wissen, welche Substanzen in der Calcitmandel eigentlich die sichtbare Bänderung verursachen. Vielleicht liegt hier eine mögliche Lösung, ohne das die Mandel vorher aus Achat bestand.
Übrigens zum Begriff: da die Mandel aus Calcit besteht, dürfte Achat als Bezeichnung eigentlich ungünstig sein (Achat = Quarz).
Laut der Beschreibung sind es nachweisliche SiO2 Partikel für die sichtbare Bänderung. Die Bezeichnung Achat für eine Calcitgeode ist zwar schon eine Frage wert aber beziehen wir uns ja auf eine Pseudomorphose von Mineral B nach Mineral A und da macht die Bezeichnung wieder Sinn.
---------
Was micht an der ganzen Thematik weiter interessiert sind die Sphärolithenbildungen am Rand der Mandel.
Beste Grüße
Roland

« Letzte Änderung: 08 Feb 11, 19:17 von Mineralroli »

Offline Achat-Amohr

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Re: Calcitachat
« Antwort #33 am: 12 Apr 23, 13:22 »
Hallo, ich möchte dieses Thema gerne wieder hervorheben,

der Anlass ist ein neuer und hochinteressanter Artikel in Schrift und Bild zu Calzit - Achate auf der Seite des Mineralienverein Freisen.


http://mineralienvereinfreisen.de

Viel Freude!



Offline oliverOliver

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Re: Calcitachat
« Antwort #34 am: 12 Apr 23, 14:01 »

Offline jlies

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Re: Calcitachat
« Antwort #35 am: 12 Apr 23, 16:06 »
hallo,
vielen dank fürs teilen! ich hatte (als achat-anfänger) schon länger die these, daß es wohl auch gebänderte calcit-achate geben muß. viele hatte ich schon selbst in der hand (habe mehrfach in mammendorf gesammelt), war mir dabei aber nie ganz sicher. nun gibt es einen schönen artikel dazu und ich freue mich darauf, ihn zu lesen!
viele grüße!
jörn

Offline Achat-Amohr

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Re: Calcitachat
« Antwort #36 am: 12 Apr 23, 21:32 »
Oliver, vielen Dank!

Offline oliverOliver

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Re: Calcitachat
« Antwort #37 am: 12 Apr 23, 21:33 »
für was?  ;D

Offline jlies

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Re: Calcitachat
« Antwort #38 am: 14 May 23, 08:22 »
Hat sich denn jemand der ursprünglich diskutierenden Leute, von denen ja Einige hier noch aktiv sind, diesen interessanten Artikel mal angesehen? Er ist außerordentlich reich und gut bebildert und beinhaltet unzählige gut dokumentierte Beispiele von Calcitachaten. Es wird auch eine Abgrenzung zu gebänderten Calciten vorgenommen.
Für mich war der Artikel ein Augenöffner zum Verständnis meiner Funde aus Mammendorf!, die von diesem Phänomen auch sehr stark betroffen sind.
Viele Grüße!
Jörn

Offline Klaus Schäfer

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Re: Calcitachat
« Antwort #39 am: 14 May 23, 11:23 »
Hallo Jörn,

So gut der Artikel ist, so schmal ist seine Datenbasis. Der Autor berücksichtigt hauptsächlich Funde von Calcitachaten vom Steinbruch Juchem, ohne weitere wichtige Fundstellen mit teilweise anderen Ausbildungen von Calcitachaten zu berücksichtigen (wichtig wären Steinkaulenberg und Steinbruch Setz, neben einer Vielzahl weiterer Fundstellen in unserer Region). Auch betrachtete er nur Pseudomorphosen von Calcit nach Achat und nicht die ebenfalls am Juchem vorkommenden Pseudomorphosen von Bitumen nach Achat. Auch fehlt der Blick für das Generelle, ansonsten hätte er auch die Kupferachate von Michigan berücksichtigen müssen.

Deutschland/Rheinland-Pfalz/Birkenfeld, Landkreis/Herrstein-Rhaunen, Verbandsgem./Niederwörresbach/Steinbruch Juchem
Calcitachat


USA/Michigan/Houghton County/Wolverine/Wolverine Mine
Calcitachat


Gerade die letztgenannten beiden Bildungen können helfen, die Genese dieser hochspannenden Achatvariante zu klären.

Gruß von Klaus
« Letzte Änderung: 14 May 23, 11:29 von Klaus Schäfer »

Offline jlies

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Re: Calcitachat
« Antwort #40 am: 14 May 23, 12:59 »
Hallo Klaus,

kannst du einen besseren Artikel zum Thema Calcitachate empfehlen?

Viele Grüße, Jörn.


Offline Klaus Schäfer

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Re: Calcitachat
« Antwort #41 am: 14 May 23, 13:42 »
Hallo Jörn,

Schlecht ist der Artikel ja nicht. Noch kenne ich keinen besseren.

Ich weiß auch nicht, ob meine eigenen, mehr in die Breite gehenden Ansätze einen eigenen Artikel rechtfertigen. Aber ich mach mich mal dran.

Herr Stubenrauch zitiert aus den Schriften von O.M.Reis. Mir liegen die zitierten Artikel nicht vor. Ich denke darin finden sich einige gute Hinweise.

P.S. Was sagst du zu dem Achat auf Seite 36 ? Aus meiner Sicht heraus ist das ein eindeutiger Achat vom "Wasserfall" im Steinbruch Juchem. Seine Färbung, sowie sein Aufbau sind typisch und auch die "blütenartigen" Pseudomorphosen am unteren Rand kommen dort genau so vor. Zudem kenne ich solches Material nicht aus der Türkei. Ich glaube in diesem Fall nicht an eine außergewöhnliche Koinzidenz.
« Letzte Änderung: 14 May 23, 13:49 von Klaus Schäfer »

Offline jlies

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Re: Calcitachat
« Antwort #42 am: 14 May 23, 14:06 »
Hallo Klaus,

da zu diesem Thema ja recht wenig publiziert ist bzw. wird und auch einige Koryphäen vom Fach die Existenz von Calcitachaten ja immernoch in Zweifel ziehen, ist m.M.n. jeder Artikel zum Thema gerechtfertigt!

Ich wäre zumindest sehr(!) gespannt auf deine Ausführungen zum Thema, gerade, wenn sie die Bitumen- und Kufperbildungen (vielleicht auch reine Karbonatmandeln) mit einschließen.

Zu dem Stück auf S. 36 kann ich leider nichts beitragen, so gut kenne ich mich in der Materie, besonders was die Vorkommen bei euch betrifft, leider noch nicht aus.

VG, Jörn.

Offline aca

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Re: Calcitachat
« Antwort #43 am: 14 May 23, 17:00 »
Hier gibt es die beiden Artikel von Reis aus den Jahren 1916/18:
https://www.lfu.bayern.de/geologie/geo_karten_schriften/historische_schriften/index.htm
Die Pfalz war z.T. mal bayrisch  ;D

Wenn jemand nicht dran kommt, P.M. und ich schicke eine Kopie.


>> So gut der Artikel ist, so schmal ist seine Datenbasis.
 ???

öh... das Thema war Calcitachate und nicht Bitumen oder Kupfer.

Es ist doch im Gegenteil ein Zeichen für die ordentliche Qualität des Artikels, dass der Autor in erster Line seine ihm zur Verfügung stehenden Proben untersucht und beschreibt und sich nicht noch über mehr oder weniger irrelevante Nebenthemen oder anderes, nicht vorliegendes Material verspekuliert ("das Generelle"), wie es leider anderswo sehr häufig vorkommt.
Es ist in der wissenschaftlichen Fachliteratur nämlich die Regel, dass Leute Phänomene an Material einer bestimmten Lokalität beschreiben. Ein Artikel wird v.a. nach dem beurteilt, was in "Results" steht und nicht in "Discussion", denn die "Results" sind die mühsam erarbeiteten Daten und Fakten.

@Jörn
Was sollen denn das für "Koryphäen sein" sein, die die Existenz einer so trivial zu prüfenden Pseudomorphose wie Calcit nach Achat in Zweifel ziehen?


Offline vandendrieschen

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Re: Calcitachat
« Antwort #44 am: 14 May 23, 17:28 »
Weil Achat laut Definition aus Quarz und Chalecedon zusammengesetzt ist.

 

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