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pyritähnlich eingewachsen mit Strahlungshöfen

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isbjoern:
Hallo Clara-Experten,

bei der Durchsicht meiner alten "Unbestimmten" von der Clara ist sind mir wieder Stüfchen in die Hände gefallen, die folgendes Bild zeigen:

eingewachsene bräunliche würfelähnliche xx die prinzipiell stark an schlecht ausgebildete Pyrit xx erinnern, allerdings mit sehr deutlich ausgebildeten Strahlungshöfen (violetter Fluorit), die Kristalle sollten demnach radioaktiv sein.

Habe erst einmal kein Foto zur Hand, allerdings reicht in diesem Fall evtl. die Beschreibung (wenn jemand so etwas schon mal gesehen hat sollte die Beschreibung reichen).

Um was könnte es sich handeln -- Pyrit scheint mir eher unwahrscheinlich?

Vielen Dank?

berthold:
Hallo,

so etwas (ähnliches ?) kenne ich aus dem Wölsendorfer Flussspatrevier. Hier sind (waren) es Pyrit-Oktaeder, die (epitaktisch) auf dem Fluorit aufgewachsen waren. Am Rand zeigt sich der Fluorit violett verfärbt. An manchen Stellen verraten nur farbliche Veränderungen auf der Fluorit-Oberfläche dass hier ursprünglich ein Pyritkristall aufgewachsen war. Diese violette Verfärbung könnte entweder radioaktiv bedingt sein, etwa wenn der Pyrit einen gewissen Urananteil aufweist. Allerdings ist es auch möglich dass das Fluoritgitter durch die Epitaxie gestört mehr Fehlstellen aufweist, welche als F-Zentren diese Färbung bewirken. Zweiteres halte ich für wahrscheinlicher.

Gruß
Berthold

Uwe Kolitsch:
Vielleicht ist es nur ein dünner Überzug auf dem Pyrit, der U- oder Th-haltig ist. SEE-Carbonate wie Bastnäsite und Synchisit (die leicht strahlen) kristalllisieren oft im Anschluß an die Kristallisation der Sulfide.

loismin:
Hallo.

Ich glaube da eher an Pyrit !
Solche vermeintlichen Strahlungshöfe gibt es auch oft  um eisenhaltige Mineralien , da bei der Umwandelung der Limonit die Umgebung des Kristalls rot einfärbt !


Loismin

berthold:
Hallo,

richtig Alois, Limonit könnte rot einfärben. Nur ist es hier -zumindest bei meinem Stück- nicht rot sondern violett. Es ist genau die violette Fluoritfarbe die wir auch von Stellen kennen wo radioaktive Mineralien begleiten. Ich denke die Erkärung von Uwe trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn der Pyrit insgesamt radioaktiv wäre würde ich eine mehr oder weniger gleichmäßige Färbung auf der gesamten Anwachsfläche erwarten. So ein Rahmen kann aber entstehen wenn die äußere Schicht (also Endphase der Kristallisation oder Überzug mit einem anderen Mineral) strahlt.

Gruß
Berthold

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