Mineralien / Minerals / Minerales > Grube Clara / Schwarzwald
pyritähnlich eingewachsen mit Strahlungshöfen
isbjoern:
Danke schon einmal für die Antworten!
Das Beispiel von Berthold ist ja schon mal recht interessant! Meine Stücke sehen etwas anders aus, hier sind die vermeintlichen Pyritkristalle einzeln in massivem Fluorit eingewachsen, die Strahlungshöfe sind noch deutlicher ausgebildet als bei der gezeigten Epitaxie (und ganz eindeutig violett).
Die Möglichkeit eines radioaktiven Überzuges ist sicherlich gegeben. Sieht man allerdings nicht, d .h. die Schicht müßte sehr dünn sein. Dann wundert mich wieder, wie ausgeprägt der "Hof" ist.
(Habe das Stück jetzt nicht vor Augen, aber ich schätze mal daß die Kristalle ca. 0.5 mm groß sind und der Strahlungshof ca. 0.2 mm).
Ich werde mal versuchen, ein Foto zu machen.
-- Björn
berthold:
Hallo,
--- Zitat ---Strahlungshof ca. 0.2 mm
--- Ende Zitat ---
ja, das kommt bei meinem Wölsendorfer Stück auch hin. Bei eingewachsenen Pyriten sehe ich auch solche Höfe, allerdings sind die nicht so einfach zu fotografieren. Eine sehr dünne Schicht mit einem radioaktiven Mineral reicht meiner Meinung nach sicher aus, da der Fluorit ggf. recht sensitiv reagiert und die Natur viel Zeit hatte.
Nebenbei: Ist eigentlich Fluorit-Pyrit-Epitaxie von der Grube Clara bekannt? Es würde mich wundern, wenn die hier nicht zu finden wäre.
Gruß
Berthold
Uwe Kolitsch:
"... Fluorit-Pyrit-Epitaxie von der Grube Clara bekannt?" Mir nicht bekannt, aber Pyrit tendiert eher zu Fluorit-freien Paragenesen.
Ich habe eine Epitaxie von Bariopharmakosiderit (sehr kleine Würfelchen) auf Fluorit.
berthold:
Hallo,
jetzt habe ich mal etwas nachgeforscht: Pyrit-Oberflächen haben tatsächlich die Eigenschaft als Sammler für Uran aus wässirger Lösung zu wirken *). Das gilt für frischen Pyrit und -etwas schwächer- sogar noch für angewitterten Pyrit. Da es für die Grube Clara (wie auch für Wölsendorf) durchaus wahrscheinlich ist, dass geringe Urangehalte in den Lösungen zirkulierten ist die oberflächliche Uran(mineral)anreicherung auf Pyrit eine mögliche, ja zu erwartende Folge.
Wir beobachten die Strahlungshöfe im Fluorit um die (ursprüngliche freie) Pyrit-Oberfläche (deswegen ist in meinem Foto ein violetter Rahmen, nicht eine violette Fläche zu sehen, auf der Anwachsfläche konnte der Pyrit ja nicht sammeln).
Gruß
Berthold
*) T.B. Scott, O. Riba Tort, G.C. Allen, Aqueous uptake of uranium onto pyrite surfaces; reactivity of fresh versus weathered material, Geochimica et Cosmochimica Acta, Volume 71, Issue 21, 1 November 2007, Pages 5044-5053
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