Hi Frank
Ich weiß nicht, ob das reicht. Bei den Pulveraufnahmen sieht man schließlich nicht alle Gitterebenen sondern nur die stärksten und wenn die Grade nicht zueinander passen führt das zu nichts. Ich kenne mich mit Epitaxien auch nicht genug aus, um sagen zu können, ob generell Hauptebenen aufeinander aufwachsen. Soweit ich weiß, passen zufällig (!) Gitterabstände des einen Minerals auf irgendwelche des Anderen. Bei Pyrit und Sphalerit dürften die Schwefelatome darin involviert sein und smoeller hat ja schon erwähnt, das Pyrit S22--Hanteln hat, welche die Ausrichtung der Epitaxie nicht leicht erkennbar machen. Wahrscheinlich kommt da irgendeine Überstruktur zur Geltung (z.B. in eine bestimmte Richtung ausgerichtete S22--Hanteln) und die muss man erstmal finden. Am Einfachsten ist es nach meiner Meinung, die Epitaxien reflexgoniometrisch zu vermessen, die Flächen zu indizieren und anhand der Winkelabweichungen zu schauen, welche Gitterebenen in Frage kommen - geht man von allen möglichen Gitterstellungen aus sucht man sich sicherlich blöde, abgesehen davon, das man eine leistungsfähige Software benötigt. Ich kenne derzeit nur Software, wo man die Strukturen und Gitter darstellen kann, zwei Gitter von verschiedenen Mineralen gleichzeitig nebeneinander und unabhängig verdrehbar hab ich noch nicht gesehen. Hinzu kommt, das man je nach Lage einzelne Atome und Atomgruppen entfernen oder hinzufügen Muss - so was ähnliches hab ich mal in einer Star Trek-Folge gesehen....