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Bildbearbeitung – Tonwertkorrektur

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Embarak:
Hallo

Manchmal sieht man im Forum gute Bilder, die leider noch einen Grauschleier haben oder etwas fade wirken.
Das lässt sich mit Hilfe der Tonwertkorrektur beheben. Das geht sowohl mit der freeware GIMP als auch mit Photoshop.
Das Prinzip ist bei beiden Programmen gleich.

Zur Tonwertkorrektur gelangt man bei

GIMP über → Farben → Werte → Farbwerte anpassen
Photoshop über → Fenster → Korrekturen → Tonwertkorrektur

Im neuen Fenster erscheint das Histogramm des Fotos, das die Spannweite aller Farben von weiß bis schwarz darstellt.
Die theoretische Spannweite wird mit den dimensionslosen Zahlen 0 für schwarz und 255 für weiß ausgedrückt.
( Die Zahlen hängen mit der RGB-Codierung von Farben zusammen, spielen im Moment aber keine Rolle.)
Darunter sind drei kleine Schieberegler.
Zunächst interessieren uns Regler 1 und 2 an den Eckpunkten schwarz und weiß der Skala.

In meinem Bildbeispiel 1 mit dem Grauschleier sieht man aber, das das Histogramm gar nicht bis weiß oder schwarz reicht,
sondern nur von hellgrau bis dunkelgrau. Deswegen definieren wir jetzt schwarz und weiß neu,
indem wir die Regler 1 und 2 bis an den jeweiligen Kurvenanfang schieben. Bildbeispiel 2.

Erst wenn das abgeschlossen ist, kann man die Helligkeit des Bildes noch zusätzlich über Regler 3
In der Mitte fein einregeln. Fertig.

Embarak:

Die ganze Korrektur kann man auch noch auf einem anderen Weg ausprobieren.

Der Weißabgleich.

Das setzt allerdings voraus, dass im Bild ein Feld sein muß, dass real weiß ist.
Ausgangspunkt ist wieder das Bildbeispiel 1, das zwar auf einem weißen Hintergrundpapier
gemacht wurde, aber leider einen Grauschleier hat.
Dazu aktiviert man die weiße Pipette wie in Bildbeispiel 3 und markiert einen weißen Punkt,
in diesem Fall die Stelle mit der Nadel.
Danach ist das Papier wieder weiß, aber im Histogramm sieht man, dass dieses nicht bis ganz schwarz reicht.
Deswegen habe ich danach im Bildbeispiel 4 den Regler 1 wieder an den Beginn des Histogramms geschoben und danach noch über Regler 3 fein reguliert.


Embarak:

Die Bildbeispiele 1 bis 4 habe ich mit Photoshop gemacht.
Hier noch mal das Ganze als screenshot mit GIMP . Bildbeispiel 5.
Das Prinzip ist genau das Gleiche.
Zusätzlich kann man statt der Weißpipette hier auch einen automatischen Abgleich probieren .
Sollte ein Ergebnis nicht zufriedenstellend sein, kann man über zurücksetzen alles rückgängig
machen und noch mal von vorne probieren.

Auf die weitere Bearbeitung über die ( Gradations-) Kurve möchte ich an dieser Stelle noch nicht eingehen.
Noch ein Tip zum Schluss. Nie das Originalbild überschreiben, sondern immer umbennen und speichern , damit man notfalls von vorn beginnen kann.

Hoffentlich habe ich es einigermaßen verständlich hinbekommen.  8)
Viel Spaß beim Ausprobieren !!

Norbert

guefz:
Hallo,

ich mach es genauso. Ein Hinweis noch zum "Automatik"-Knopf bei Gimp: die Automatik schiebt die Regler m. E. etwas zu weit ins Histogramm hinein, wodurch Farbinformation verloren geht. Besser also von Hand arbeiten und sich an den besten Punkt herantasten.

Günter

ZEO:
Hallo,
vernünftig erklärt, was zu tun ist, und ich verstehe, was man damit erreichen kann. Danke

Jürgen

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