Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Ein fast vergessener kleiner Bergbaubezirk im Osterzgebirge

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Gerhard:
Ich begann auch mit der Suche nach Belegmaterial ,und fand auch einen Quarzbrocken ,den ich mit Hammer und
Meißel spaltete. Und ich wurde belohnt mit einem Quarzrasen
Dann fand ich noch ein Handstück mit eienem dünnen Achatband, dieser hat Ähnlichkeit mit der Fundstelle
am Röthenbacher Berg
Gruß Gerhard

Übrigens ,der Gummistiefel gehört nicht mir, keine Ahnung wer und warum er in diesem Trichter liegt

Fritzi:
Hallo Gerhard,

netter kleiner Exkursionsbericht. Wie groß sind Deine Fundstücke?

Beim Anblick des Gummistiefels habe ich mir die gleiche Frage gestellt wie Kluftknacker - aber die Frage ist ja schon beantwortet.

BG
Fritzi

Uwe E:
Hallo Gerhard,

sehr interessant, was du da schreibst und Glückwunsch zum Fund der gesuchten Stelle.
Neben der Mineraliensammelei suche ich auch sehr gern Relikte des historischen Bergbaus im Gelände.
Hast du auch schon mal das Gelände "Erzengel" nördlich von Röthenbach besucht?

Grüße
Uwe

Gerhard:
Hallo Uwe
Den - Erzengel -habe ich noch nicht aufgesucht,denke aber wo ich ungefähr zu suchen habe. Das hatte ich
schon  eingeplant für den Tag ,an dem ich -Gelobt Land- aufsuchte. Doch mit der Suche verging schnell der
Tag............
Ich habe mich schon gefreut über die Belegstücke der  beiden Suchtouren, und für Claudia teile ich
auch die Größe des Kristallrasens mit. Die Sufe hatte eine Größe von unfahr max 15 cm und ist in 3 Teile beim
lösen aus dem Quarzbrocken zerbrochen. Das Foto mit dem Kristallrasen ist so 9cm lang.
 Gruß Gerhard

-Übrigens hier ist das Bild von dem Quarzbrocken vor dem zerteilen-

Gerhard:
Hallo
2011 habe ich begonnen,über den fast vergessenen kleinen Bergbaubezirk -Röthenbach ,Friedersdorf,Pretzschendorf zu berichten. Die erste
Exursion führte mich zum -Clemens Erbstollen-südlich von Friedersdorf. Inzwischen habe ich viel über das alte Bergbaugebiet in Erfahrung
bringen können. Alles kann ich hier nicht darlegen ,denn für die Ausführungen müssten einige Seiten beschrieben werden.
Mich führte eine weitere Exursion zum Grobenbetrieb  -Erzengel. Sie war eine mit der wichtigsten  Gruben.
Doch zuvor noch ein kurzer bergbaugeschichtlicher Rückblick.
Nachweislichen Bergbau gab es von dieser Gegend seit etwa 1550. Doch schon eher? wird es einen oberflächennahen Bergbau gegeben haben,
denn 1335 wurden Gruben benannt. Das Gebiet gehörte damals den Burggrafen von Meißen.
Hier nun eine Namenübersicht der Gruben
Friedersdorf : Fröhliche Maien  ,  Prinz Clemens (1791-1890)

Pretzschendorf: Himmlisch Heer (1569 -  1887)  ,Friedrich Georg,   Trost Israel,  Schwarzfarbner,  Junge Welt,   Hülfe Gottes, 
Bartholomäus,   Erzengel(1581-1798)

Röthenbach: St.Peter,  Kupfergrube,  Gelobt Land(1602-1765)   Kühn Spat,  Bütte,  Johannes,  Gottes Gabe,  Georg,  Goldene Scheibe
Beschert Glück,  Neu Bedarf Glück,  Friedrich August.

Dann noch die Namen von Gruben,deren Orte unbekannt sind:   Auferstehung Cristi,  Cristtophorus,  Mammon,  Wills Gott,   St George,
Grüner Zweig,    Frühling,   Neuer Himmelsfürst,   Wolfgang,   Gottes Gabe,   Weiße Rose,   Blühend Rose,   Lieber Hermann,
Friedlibender David,  Gottes Hülfe,  König David.

Die ertragreichsten und wichtigsten Gruben aber waren der Clemens Erbstollen,das gebiet des Erzengel ,Gelobt Land und Himmlich Heer.
Über diese Gruben werde ich weiter im Detail berichten.
Nun zum Grubengebiet des Erzengel. Niederpretzschendorf-heute zu Röthenbach- wurde als Bergbausiedlung gegründet,denn in den Hängen
des Lattenbachtales wurden Erzgänge endeckt,bzw ältere Schurfe aufgearbeitet. Das gesamte westliche Waldgebiet ist vom Bergbau mit
Halden ,Pingen und Stollen durchörtert. Silber war wohl das Ziel und eine Ausbeute davon war immer gering, Daneben wurde Kupfer
erz abgebaut. Es gabe einen Kupferschacht,ein unteren und einen oberen Stollen,einen Tagesschacht und die -Neuen Schächte-
Der Hauptstollen hat eine Länge von 450 m.
Auf der östlichen Seite des Lattenbaches befindet sich im sogenannten Wiesengrund noch ein Stollen vom St. Peter Erbstollen.
Auch dieser Stollen war mit Unterbrechungen von 1556 bis 1776 in Betrieb. Nach einem Bergbruch war ab 1612 wieder eine Abbautätigkeit zu
verzeichnen. Die Ezgänge hatten nur im Durchschnitt ein Mächtigkeit von 5-7 cm ,es gab aber auch Erznieren von größerem Ausmaß.
Ich suchte in den Halden und fand auch einige Belegstücke von Kupfer und Spat.
Ob die Ausbeutezahlen etwas über die gesamte Abbauförderungaussagen weiß ich nicht.
Gewonnen wurden etwa 533 Zentner Kupfer und 11,621 kg Silber .
Hier nun noch Fotos
Gruß Gerhard

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