Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Ackerfund / Schlacke
Conny3:
Hallo Roland und Christian,
nun das hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Ab in den Garten und das gute Stück gesucht und auch gefunden: Es ist recht schwer (also spricht doch für Baryt) aber auf der Unterseite ist das Stück ganz glatt (wie in eine Form gegossen). Seitlich sind Löcher (wie Blasen) worin aber auch kleinere Kristalle an der Unterseite zu finden sind. Die Oberseite der "Drusen" ist ganz glatt und rund. Dann die "Kristalle" auf der Oberseite der Stufe. Diese hatte ich im Jahr 2000 aus einer alten Schulsammlung vor dem Container gerettet. Der damalige Chemielehrer sagte mir etwas von Sinterschlacke (Jenaer Glaswerke Schott). Das war mir plausibel und das vermeidliche "Barytstück" wanderte in den Garten, wo es die Jahre bis heute unbeschadet überstanden hatte. Farbe leicht rosa, siehe Bilder von unten, von der Seite und die "Kristalle".
Gruß Conny
Chrischan:
Hallo Roland und Conny,
..ca.30km von hier befindet sich die Baruther Glashütte und da Conny sein "Stück" laut dem Chemielehrer von den Jenaer Glaswerke stammt und die Kristalle auch so "tafelig" ausschauen kann es ja sein das es als Abfallprodukt bei der Glasproduktion entstanden ist und dann als Befestigungsmaterial für Feldwege etc. genutzt wurde und so dann auch hier her kam, ansonsten wüsste ich jetzt nicht ob es noch andere Verhüttungen hier in der Region gegeben hat.
Grüße
Christian ;)
Kay:
Hallo Conny,
das finde ich wirklich interessant.
Natürlich habe ich auch schon diverse Schlacken gesehen, aber noch nie solch taflige.
Die Abbildung Schlacke2 sieht fast schon wie Baryt aus.
Gruß
Kay
Mineralroli:
Hallo Conrad
Na ja, die glatte Unterseite läßt bei mir etwas Verwirrung aufkommen, aber die "Blasenräume" zeigen eher Kristallnegative und keine gerundeten Blasen wie sie bei Schlacken zu erwarten sind.
Als weiteres sind mir taflige Bildungen als Abfallprodukt der Glasindustrie völlig unbekannt. Anscheinend wurde noch etwas anderes verhüttet (Glas kann es nicht sein).
Wenn Schwerspat verarbeitet wurde gäbe das einen Sinn, denn dann hätten wir die tafligen Kristalle die nicht durch die Schmelze gegelöst wurden und gleichzeitig die glatte Unterseite.
Es könnte demnach sein das nicht vollständig verhütteter Baryt auf Halde gelangt ist. Meine Hypothese. Das es Schwerspat ist wurde ja schon durch das größere Gewicht bemerkt.
Beste Grüße
Roland
Conny3:
Hallo,
das Stück stammt, wie schon gesagt, aus einer alten Schulsammlung. Der Chemielehrer meinte auch nur das es so etwas sein könnte.
Ich werde es mal reinigen und noch einige Bilder von der Druse mit der glatten Oberfläche machen. Unten sind dann auch
solche Kristalle wie auf der Oberfläche. Wenn der "Baryt" einen solchen Verhüttungsprozess
übersteht, stellt sich natürlich die Frage nach der Herkunft. Die Sammlung stammte aus den 20er Jahren
und da kämen alle möglichen Fundorte in Frage (Freiberg, Medenbach, etc.). Vielleicht erkennt jemand ähnliche Kristalle von einem Fundort
und kann ihn so einschränken.
Bilder:
1. Blick noch einmal auf die glatte Unterseite (Detail)
2. Blick in eine Blase mit glatter Oberseite und Kristallen unten, BB: ca. 3 cm
Gruß Conny
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln