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Interessante Technik für nachträglichen Focus
Stefan:
Allerdings, es würde vieles revolutionieren. 3D-Fernseher in denen man frei im Bild per Blickrichtung den Fokus wählen kann etc. - ein wirklicher Fortschritt.
cmd.powell:
Hi
Ich bin da alles andere als optimistisch, eher skeptisch. Wenn es tatsächlich möglich wäre, nur aus den angegebenen Daten nachträglich ein scharfes Bild zu errechnen, würden NASA und ESA nicht hunderte von Millionen Euros in den Bau immer größerer Teleskope investieren ! Insbesondere in der Astronomie ist die Richtungsinformation immer vorhanden, trotzdem wird ein Verfahren wie beschrieben nirgendwo eingesetzt (und grade die Richtungsinformation wird als Gewinn gegenüber der "konventionellen Fotografie" angeführt). Es mag ja sein, das man ein Bild nachträglich schärfer zeichnen kann, das dürfte dann aber der gleiche "Budenzauber" sein, wie Scharfrechnen mit Photoshop etc.. Zusätzliche Informationen kann so ein Verfahren ansich nicht liefern, sondern nur interpolieren - ich würde sagen "vermuten". Ok, wenn man sich mit Vermutungen zufrieden gibt, ist das vielleicht eine feine Sache, aber es geht nichts über handfeste Fakten.
Im ersten Link von Embarak äußerst der Autor auch Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen und ich persönlich tendiere zu einem "Juni-Scherz".
Auch sollte man hier etwas vorsichtig mit den Begriffen "Schärfe" und "Auflösung" sein: Schärfe ist was rein subjektives und letztlich irrelevant. Wenn ich ein unscharfes Bild mit 4000x3000 Bildpunkten auf 400x300 Bildpunkte verkleinere, ist es ggf. auch "scharf" - nutzt nur nix. Auflösung ist das entscheidene Kriterium und nur danach würde ich gehen. In der Auflösung steckt letztlich die Information und ohne Auflösung hat man auch keine Information - darum bauen NASA und ESA auch immer größere Teleskope !
Einziger denkbarer Ansatzpunkt wäre, ein Bild zu erfassen, in dem bereits eine Fülle von Schärfeebenen vorhanden sind und man sich nachträglich nur die gewünschte Auswählt. Das wäre dann sozusagen eine Multifokusaufnahme mit einem Klick - wie das allerdings physikalisch ablaufen soll, ist mir etwas rätselhaft, da es keine "Multifokalen Optiken" gibt/geben kann. Irgendwie macht das auch wenig Sinn, da man so gewaltige Mengen an Datenmüll produziert. Naja, Terabyte-Festplatten kosten ja nix mehr ! Und alles nur, weil ein paar "Hausfrauen" nicht mit dem Autofokus (der ist eine echt tolle Erfindung !!!) klar kommen - - - Au weia ! Irgendwann fragen wir uns wahrscheinlich, wie die es damals geschaft haben, auf solchen komischen labberigen Folien Bilder zu bannen, die dabei auch noch scharf waren...
Krizu:
Hallo,
es lässt sich einiges machen, zu meiner Zeit war das non-plus-ultra Fourierfilter :-) Nur die Richtung hilft imho da nicht. Aber warten wir mal ab, was da kommt...
MFg
Frank
wolfilain:
^^ die kochen auch nur mit wasser.
Vermutlich lassen die nur die Schärfeebene durch das Motiv gleiten und speichern die Daten ähnlich einem Video.
Mit der entsprechenden Komprimierung und Dateiformat.
grüße
Embarak:
Hallo
Der Gründer des Unternehmens Lytro ist der Informatiker Ren Ng, der auf der Lytro-Seite
auch seine Doktorarbeit zu dem Thema veröffentlicht.
Diese wurde von der US-Informatikvereinigung ACM (Association for Computing Machinery) 2007 als beste des Jahres ausgewählt.
Wer sich also etwas genauer mit dem theoretischen Hintergrund beschäftigen möchte :
http://www.lytro.com/renng-thesis.pdf
Leider - oder vielleicht aus gutem Grund ... >:D - findet man keine genauen Angaben zur bisher erreichten Auflösung.
Ob das System Makro- oder Mikro-tauglich ist, bleibt noch offen.
Für Spielereien mit Außenaufnahmen - sei es nun mit Schärfe von vorne bis hinten bis zum gegenteiligen tilt-shift-Effekt
hätte ich schon einige Ideen. ;D
Gruß
Norbert
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