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Autor Thema: Erdwärme stammt von..  (Gelesen 3274 mal)

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Offline Krizu

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Erdwärme stammt von..
« am: 18 Jul 11, 16:41 »
Hallo,

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,774984,00.html

Zitat:"Anti-Neutrinos sind schwer nachzuweisende Elementarteilchen, denn sie  wechselwirken kaum mit anderer Materie. Doch die Winzlinge verraten etwas über das Erdinnere: Ihre Anzahl zeigt, wie oft verschiedene Elemente im Planeten radioaktiv zerfallen - und wie es um den Wärmevorrat der Erde steht. "

MfG

Frank

Offline Jochen1Knochen

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Re: Erdwärme stammt von..
« Antwort #1 am: 18 Jul 11, 19:35 »
Hallo!
Antineutrinos?Auch Geoneutrinos genannt?
Ich versteh da Bahnhof-Neutrinos haben doch keine Ladung?Wo kommt dann das Anti her?
Gruß Jens

Offline Krizu

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Re: Erdwärme stammt von..
« Antwort #2 am: 18 Jul 11, 21:27 »
Jedes Teilchen hat sein Antiteilchen, auch die ohne Ladung. Die Ladung ist nur eine Ausprägung der Teilchen. Ich befürchte allerdings, dass da schnell die Quarks und die anderen Teilnehmer des Teilchenzoos aufkommen. Den Mayer-Kuckuk Einführung in die Kernphysik müsste ich in den weiten des Kellers suchen, wieder lesen usw... ist ca 20a her.

MfG

Frank

Offline Jochen1Knochen

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Re: Erdwärme stammt von..
« Antwort #3 am: 18 Jul 11, 21:58 »
Puuh!Da noch mitzukommen ist wie Dauerlauf hinterm Ferrari ;D
Gruß Jens

Offline Krizu

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Re: Erdwärme stammt von..
« Antwort #4 am: 18 Jul 11, 22:36 »
Ja, es ist erstaunlich wie schnell das Gehirn die Infos nahc ganz hinten schiebt.

MFg

Frank

Offline berthold

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Re: Erdwärme stammt von..
« Antwort #5 am: 19 Jul 11, 21:59 »
Hallo,

also ich habe das so verstanden: Man möchte wissen woher die Wärme, die die Erde ständig ins All abstrahlt kommt. Berechnungen haben gezeigt, dass es nicht alleine die "ererbte" Energie aus der Zeit der Entstehung der Erde sein kann, dafür wird einfach zu viel Wärme abgestrahlt. Klar, es kann eigentlich nur Radioativität sein. Nur, wie will man die -sagen wir mal in 1000km Tiefe- nachweisen oder besser noch messen? Weder Alpha-, Beta- oder Gammastrahlung kommen aus solchen Tiefen zur Oberfläche durch, die Wechselwirkung der Strahlung/Teilchen (Abbremsung) führt ja gerade zu der Erwärmung. Ein weniger bekannter Effekt beim Beta(minus)-Zerfall ist die Aussendung eines Antineutrinos (=Geoneutrino). Schauen wir uns mal die Uran238-Zerfallsreihe an, bis wir beim Pb206 (Blei) sind haben wir:

- acht Alpha-Teilchen (das sind Heliumkerne) die nur Bruchteile von mm weit kommen
- sechs Beta-Teilchen (das sind Elektronen) die im dm bis m-Bereich zur Ruhe kommen
- ein buntes Spektrum an Gammastrahlung, also elektromagnetische Schwingungen ähnlich Röntgenstrahlung, die geht auch keinen km im Gestein
- UND sechs Antineutrinos (eben die Geoneutrinos) die fast ohne Wechselwirkung durch die Materie sausen

Der Vorteil, dass die Geoneutrinos Masse fast ohne Wechselwirkung durchqueren ist zugleich der Fluch wenn man sie nachweisen oder zählen möchte. Mit groß angelegten Versuchsaufbauten ist das jedoch im bescheidenen Umfang gelungen. Die Geoneutrinos sind also die einzigen Boten von radioaktiven beta-Zefallsereignissen aus absolut unzugänglichen Tiefen der Erde. 

Gruß
Berthold

 

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