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Autor Thema: Unterschied zwischen „selber sammeln“ und specimens mining  (Gelesen 10808 mal)

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Offline uwe

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Hallo Ingo,

die Frage war ja auch an Jens (Jochen1Knochen) gestellt.

Uwe

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Uff!
Stufe 3,9! o.k.? ;)
Glück Auf!
Jens

Offline uwe

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Für mich war das auch damals schon OK. So ist wenigsten etwas auf den Markt gekommen.

Glück Auf
Uwe

Offline Ralf

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Specimens miing ist schlicht und einfach eine professionell betriebene Grabung nach Mineralstufen.

Der Unterschied zum "selber sammeln" liegt nicht darin, was mit einem Fund geschieht, sondern welcher Aufwand betrieben wird. Zum specimen mining gehört neben der Sicherung der Abbaurechte der Einsatz von professionellem Gerät wie Bagger, Preßluftmaschinen oder gar Sprengmitteln. Fakt ist, dass ein Betrieb zum Abbau von Stufen zunächst einmal mit hohem Unternehmerischem Risiko verbunden ist. Da sind z.T. große Investitionen nötig und Funde resp. deren Qualität nicht mit Sicherheit vorhersagbar.

Ein Zusammenhang mit gewerblicher Tätigkeit ist oft gegeben, Gewinnstreben aber nicht zwingend ausschlaggebend für den Betrieb. Es kann durchaus auch mit wissenschaftlichen Aspekten verknüpft sein, wie z.B. bei der Grube Lengenbach in der Schweiz. 

Durch specimen mining kommen fast immer Sachen ans Tageslicht, die für den normalen Sammler unerreichbar sind. Und von daher auch akzeptabel, wenn tatsächlich reines Geinnstreben vorliegt und vielleicht auch gute Gewinne gemacht werden.

Ein manchmal spürbarer, unterschwellig negativer Touch im Zusammenhang mit specimen minig halte ich für nicht gerechtfertigt.

Offline endeavour-minerals

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Hi Ralf,
Gerätschaften anzumieten ist heute nicht mehr mit all zu hohen Kosten verbunden. Selbst ich habe mal bei einer Tour mit einen Bekannten, mir von meiner Firma Aggregat, Preßluftschlauch und Preßlufthammer ausgeborgt, also null Problemo. So etwas bekommt man auch als Privatperson hin, selbst ein 60 Tonnen Bagger auf Kette ist heutzutage kein Problem. Solche Sachen kaufen heutzutage nur Unternehmen die auch ordenliche Abschreibungen brauchen. Sprengen ist immer mit Vorsicht zu genießen, da es dafür ja immer eine Behörtliche genemigung Bedarf, selbst im Ausland und ob diese dann erteilt wird nunja.....
Zum Risiko, wenn ich specimens mining betreiben würde, also eine Investition tätigen wollte, dann sicher nicht ins blaue hinein. Ein gewisses Restrisiko besteht aber immer, es ist halt eine Form von Glücksrittertum.
Aber das mit der gewerblichen Tätigkeit und den nicht zwingend erforderlichen Gewinn ist wiederum nicht verständlich, aus rein Kaufmännischer Sicht. Ein Unternehmen ist doch dazu da Gewinne zu machen, dafür trägt es ja auch u.a. das Risiko. Seidenn man braucht eine Unternehmung bei der man Verluste fährt, um Gewinne aus einer anderen Sache Steuerlich gegenrechnen zu können, oder so.

Es scheint mir doch recht schwiering zu sein bei diesem Thema, einen gemeinsamen Ansatzpunkt zu finden, 5 Leute 5 Sichtweisen.
Ich denke jeder hat seine eigene Vorstellung davon, was "selber sammeln" und was specimens mining ist.

Gruß Ingo 

Offline Kluftknacker

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Ich denke jeder hat seine eigene Vorstellung davon, was "selber sammeln" und was specimens mining ist.

Hallo,
ich denke, hier haben etliche Vorschreiber den Unterschied und die Charakterisierung fast gleichlautend auf den Punkt genau beschrieben. Subjektive Vorstellungen bzw. Interpretationen sind legitim, aber m.E. nicht notwendig.

Kluftknacker

Offline Harjo

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Der Name "specimen mining" ist entstanden um ein Unterschied zu machen zwischen eine Aktivität zur Förderung von Rohstoffen für die Industrie oder Bau, und eine Aktivität zur Förderung von Sammlerstufen.
Das ist's, nur eine Namensgebung, andere Parameter sind eigentlich nicht gegeben. Zeit, Aufwand, ob untertage oder Steinbruch, Gewinn, Haupteinkommen oder side-job, alles Egal.
Wenn Jemand im großen Stil in eine Grube sammlerstufen abbaut: specimen mining
Wenn Jemand am Wochenende in eine Sächsische Grube in Fluoritstufen abbaut und alles selber für die Sammlung behält: ebenfalls specimen mining
Wenn ein miner in eine Blei-Zink Grube täglich Fluoritstufen mit zu Tage bringt und verkauft: kein specimen mining.

Grüß

Harjo

p.s. Die guys am Rogerley haben alle noch ein anderer Beruf: Jesse ist Geologe, Joan hat eine Biotech company und Cal ist Minerlienhändler (Graeber and Himes)
Es bringt eben nicht genug Gewinn um alle davon leben zu können.

Offline endeavour-minerals

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Subjektiv würde bedeuten das ich die Antwort schon vorher wusste! Dann hätte ich aber sicher die Frage nicht gestellt.
Und mit Verlaub macht es schon ein Unterschied ob specimens mining durch ein Unternehmen oder privat Person, Gewinn orientiert ist oder nicht, siehe die Diskrepanz bei der Rogerley Mine. Oder ob es ausschließlich sich bzw. fast ausschließlich sich um Untertage "Geschichten" handelt oder nicht, so wie es Collector schreibt. Denn das würde solche Projekte wie den Skorodit "Schurf" in England durch einen bekannten Englischen Mineralien Händler ausschließen (siehe Lapis Okt. 2000).

Mag sein das nur ich die "kleinen" Unterschiede in den Antworten lese und somit zu keinen genauen Ergebnis bzw. Antwort komme.
Mein Favorit bei allen Antworten ist aber das "Stufen Modell" von Jens, es zeigt eigentlich am besten, das es keine klare Antwort darauf gibt bzw. sich um fließende Übergänge handelt. Ein Strahler in den Alpen oder ein Sammler aus Sachsen der Untertage Fluorite herausholt oder die Truppe die in Niederbeerbach Silberbleche heraus holen, all das passt gut in das Modell hinein und ist durchaus auch als specimens mining zu werten (für mich), nur ist es leider nicht so spektakulär. Das ist für mich die Erkenntnis aus meiner Fragestellung.
Und das passt eigendlich auch ganz gut mit Harjos Meinung zusammen.

Danke und Gruß

Ingo

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Hallo!
Spektakulär! Das ist doch ganz einfach nur eine Frage der Werbung!Drehe ich einen kleinen Film zum Ganzen,nach Möglichkeit mit viel Schlamm,ein paar schmutzigen Mineralien,den Kopf in der Druse,kopfüber nach unten hängend,Reparatur  der schweren Technik(Probleme beim Abbau)
Meistens nur Momentaufnahmen,aber eben spektakulär ;D
Aber auch ein Erlebnis für den jeweiligen Handelnden.Das ist das Leben und seine Erlebnisse.Wer einen Abbau auf Mineralien betreibt hat Erlebnisse für sein ganzes Leben.Das Glück einen Abbau betreiben zu können,sei es auch zeitlich begrenzt,ist eben eine Erfahrung im Leben,welche einmalig ist.
Übertage oder Untertage dürfte dabei keine Rolle spielen.
Wichtig wäre da eher eine begrenzte Örtlichkeit!
Also ein kleines Bergwerk,einen Schurf oder einen Gang.
Gruß Jens

Offline Harjo

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Genau so is es Ingo ;-)
Zum Beispiel; wenn wir (Du, Francis, Michel und ich) die Hälfte vom Steinbruch in Landelies pachten würden (na das wäre was!) dann betreiben wir specimen mining (entweder für verkauf oder eigene Sammlung, egal), wenn in die andere Hälfte Stufen gefunden werden ist es kein specimen mining  :) (also die Skorodite von Hemmerdon, auch specimen mining)

Grüß,

Harjo


 

 

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