Hallo,
Letztlich ist die Altersdatierung von Kristallen inzwischen ein großer Teil der Laborroutine an vielen geologischen/mineralogischen Abteilungen von Universitäten und Forschungsinstituten.
Der Kostenpunkt ist abhängig von der Art der Methode, dem Aufwand bei der Präparation und der Auswertung. Die Kosten für eine Probe liegen zwischen 50 Euro und mehreren hundert bis zu tausend Euro.
Die Frage ist, was du untersuchen willst. Es gibt Kristalle/Minerale, die prädestiniert für die Altersdatierung sind. Das sind vor allem solche, die Uran und/oder Thorium einbauen, aber kein/kaum Blei, z.B. Monazit oder Zirkon. Bei diesen kann man aus dem Verhältnis des noch vorhandenen Urans und des gebildeten Bleis das Alter bestimmen. Andere verwendete Zerfallsreihen: Samarium-Neodym, Rubidium-Strontium, C-14, Kalium-Argon, Argon-Argon. Alle diese Methoden setzen aber spezielle Apparaturen, meist Massenspektrometer voraus, dazu teilweise komplizierte Aufbereitungsvorgänge.
Zum Gips: Müsste sich eigentlich mit Kalium (K-40) in Flüssigkeitseinschlüssen, evtl. auch Rb/Sr machen lassen. Die Wachstumsrate ergibt sich aus der Altersdifferenz wischen Rand und Kern und der in dieser Zeit gewachsenen Streckendifferenz Kern-Rand. Jede Methode hat einen Fehler, so dass man immer eine gewisse Streubreite der Alter erhält. Daher kann man auch immer nur eine gewisse Bandbreite von Wachstumsraten erhalten. Wenn das Wachstum sehr schnell von sich geht, kann man evtl. gar keine Wachstumsrate erhalten (weil die Altersdifferenz kleiner ist als der Fehler der beiden Alter).
Glück Auf!
Smoeller