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Autor Thema: Frage zum Mineralienportrait Aragonit  (Gelesen 1806 mal)

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Offline Wegschmeißit

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Frage zum Mineralienportrait Aragonit
« am: 14 Nov 11, 17:19 »
Hallo Leute.

Möchte dem Verfasser des Portraits ein großes Lob aussprechen: Er schafft es ernsthafte Wissenschaft mit einer gewissen Ironie zu verbinden: "So mancher Mineraloge wäre ärgerlich, wenn man ihn daran erinnert, dass Aragonit und Calcit in vielen Höhlen glückliche Bettgenossen sind. Er wird auf seine Phasendiagramme verweisen und auf ihnen herumdeuteln, als wären es heilige Schriften und darauf bestehen, dass Aragonit bei solch niedrigen Drücken und Temperaturen auf keinen Fall stabil sein kann. Doch selbst in dem Moment, während er all dies zu erklären versucht, wachsen Aragonite weiter in alle Richtungen, trotzen der Schwerkraft, offensichtlich, um die Gesetze der Chemie und Physik herauszufordern. Ihr Geheimnis ist ein Kristallisationtrick, den man als „Magnesium-Vergiftung" (magnesium poisoning) bezeichnet."

Aber: Was ist eine "Magnesium-Vergiftung"? Und hat das der Aragonit exklusiv?  ???
Fragen über Fragen.

Freue mich auf erhellende Antworten , gerade von den "echten" Mineralogen.

Gruß Dirk

Offline Collector

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Re: Frage zum Mineralienportrait Aragonit
« Antwort #1 am: 14 Nov 11, 20:04 »
Hallo Dirk

Deine Fragen werden wohl am besten hier beantwortet:
http://jsedres.sepmonline.org/content/44/1/40.abstract

Ich habe leider keine Quelle in deutscher Sprache gefunden (wie so viele Informationen in den Portraits, welche nicht selten aus englisch-amerikanischen, spanischen, französischen und/oder italienischen Originalquellen sind, die ich im jeweiligen Anhang als Referenz angebe).
Ob diese „Magnesium-Vergiftung“ auch auf andere Mineralien(oder Mineralgruppen) zutrifft, kann ich nicht sagen; ich vermute jedoch, dass dies ein ausgesprochenes Karbonatphänomen ist.

Besten Gruß
Collector aka Peter Seroka