Hallo Stefan,
hier ist der Findus

Auch zum Thema Steinsägen möchte ich hier einiges erwähnen:
Ich selbst habe von einem Sammlerkollegen eine solche bekommen, die schon sehr betagt ist und nach einer Generalüberholung schreit, was ich, wenn ich dien Zeit dazu habe, irgendwann mal tun werde.
Das Prinzip dieser Säge ist, dass der eingeklemmte Stein mit seinem Eigengewicht, ähnlich einem Pendel, von oben her auf das Sägeblatt drückt und somit den (abhängig vom Gewicht des Steins) oft übermässigen Druck zum zerschneiden auf das Sägeblatt auswirkt.
Dieses Prinzip ist völlig daneben, da das Sägeblatt dadurch fast immer schräg läuft und somit keinen sauberen Schnitt
macht, ausserdem durch das "verbiegen" des Sägeblattes während des laufens, dieses eine kürzere Lebenszeit
erreicht. Desweiteren sind an der Säge alle wichtigen Gewindestangen und Spindeln zum verstellen der Schnittbreite etc. ziemlich abgenutzt, was sich in sehr grossem Flankenpiel niederschlägt, was einen ruhigen Lauf und vor allem geraden Schnitt negativ beeinflusst.
Dieses alles ist technisch zu beheben.
>> Eine Säge, bei der das zu zerteilende Objekt gezogen wird, und sich der zug, bzw. die dadurch resultierende Kraft,
mit dem das Blatt in das Objekt schneidet >>> Vorschub, durch manuelles zutun beliebig eingestellt werden kann, ist meiner Meinung nach vorzuziehen, da man hiermit einen möglichst geraden und glatten Schnitt erreichen kann, was natürlich in einem erhöhten Zeitaufwand während des Sägens beruht.>>> Hier fällt mir ein, dass Geomüller, glaube ich, mal hier einen Bericht über das Sägen geschrieben hat, musst mal unter Tools o.ä. schauen, kann auch sein, dass ich mich hier irre.
Du schreibst, dass Du Stücke bis 20 cm sägen willst. Das erfordert schon eine grosse Säge mit min. 500 mm Blatt-Durchmesser, die letztlich auch nicht ganz billig ist.
Was man für ein Schmier, bzw. Kühlmittel bei Fossilien nimmt, weiss ich nicht.
In unserem Vereinslokal benutzen wir u.a. Kühlschmierstoffe, wie sie in der Metallverarbeitungen bei hohen Schnittleistungen Verwendung finden. Deshalb, weil diese Kühlschmierstoffe, weil sie wasser(löslich) sind, bzw. eine Emulsion bilden, wenn sie im richtigen Verhältniss mit Wasser gemischt werden >>>> dadurch wirken sie korossionshemmend, >>die Säge rostet nicht!
Achtung: diese Kühlschmierstoffe können, wenn sie zu alt sind, gesundheitsschädlich bis Krebserregend sein, je nach dem, wie sie belastet wurden.
Ebenfalls beachten solltest Du, dass eine so grosse Säge mitunter nicht leise ist. Eine kleinere Säge, und dadurch ständig den Stein drehen, bis er endlich durch ist, empfiehlt sich nicht, da der Schnitt besch...... ist. - Musste ich letztens so praktizieren, weil es leider nicht anders ging und die "gute" Seite des Steins schon vorhanden war.
Zum Thema Spannen des Steins: Auch hier sollte der Stein gut (mit Hartholzbrettern) zu klemmen sein, ideal ist, wenn
der Stein auch noch (eingespannt) gedreht werden kann, somit kann man oft unförmige Steine so einspannen, dass der Deckel der Säge (sollte während des Sägens nicht offen sein), zu ist; ansonsten riesen Sauerei!
Die Säge sollte eine ebene Fläche haben, die 1.) gross genug ist, um den abgeschnittenen Stein aufzunehmen, weil dieser ja mitunter herunterfällt, 2.) diese Fläche sollte am besten gepolstert sein, damit dünne Platten beim herunterfallen nicht brechen.
Was auch sinnvoll ist: Wenn man das Wasser etc. am tiefsten Punkt der Säge problemlos ablassen kann, besser noch, wenn ein Eimer drunter passt.
Falls Du 400 Volt zur verfügung hast, und eine Säge mit entsprechendem Motor bekommen kannst, würde ich diese einem 230 Volt Gerät vorziehen. Drehstrommotoren haben mehr Power und keinen Kondensator, der leider immer wieder mal kaputtgeht.
Mehr fällt mir momentan nicht ein, habe gerade eben eine Weihnachtsfeier hinter mir

Bestimmt hat noch jemand anders auch noch Tips, die mich auch interessieren.
Grüsse von Bernd.... äh... dem Findus
