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Autor Thema: Stinkspat  (Gelesen 17567 mal)

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Offline wittwer

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Re: Stinkspat
« Antwort #15 am: 17 Dec 10, 18:37 »
hallo,

kann man den Geruch nicht näher eingrenzen? Schwefel und Ozon riechen doch ganz unterschiedlich?

Offline Krizu

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Re: Stinkspat
« Antwort #16 am: 17 Dec 10, 19:25 »

Offline Jochen1Knochen

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Re: Stinkspat
« Antwort #17 am: 05 Jul 12, 20:53 »

Offline berthold

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Re: Stinkspat
« Antwort #18 am: 05 Jul 12, 21:21 »
Hallo,

ja, der Geruch ist eindeutig F2 - also Fluor. Das hat man vorher zwar schon riechen können, aber die Nase kann sich ja auch mal irren. Jedenfalls brauche ich meine Webseite über den Stinkspat nicht ändern.  ;)

@Jens: Danke für die Blumen - mein Beitrag war da gering - eher nur ein Anstoß (ausgelöst durch meine Webseite)

Gruß
Berthold

Offline Walpurgin

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Re: Stinkspat
« Antwort #19 am: 06 Jul 12, 08:52 »
Zitat
Entscheident ist, das er stinkt und das gewaltig. Auserdem gibt es den im Erzgebirge in fast allen Revieren.

Ehrlich gesagt fällt mir nicht ein einziges ein, in welchen wirklicher Stinkspat vorkommt.

Offline raritätenjäger

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Re: Stinkspat
« Antwort #20 am: 06 Jul 12, 13:37 »
Hallo,

doch, von Schlema ist welcher bekannt. Aber ansonsten fällt mir ad hoc auch nix ein.

Gruß
Andreas

Offline uwe

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Re: Stinkspat
« Antwort #21 am: 06 Jul 12, 16:40 »
Außer auf den Skarnlagerstätten um Antonsthal (ich habe dort noch keinen gefunden, lasse mich aber gern berichtigen), kommt derber schwarzvioletter Fluorit tatsächlich in allen anderen Revieren des mittleren und westlichen Erzgebirges vor.

Uwe

Offline Walpurgin

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Re: Stinkspat
« Antwort #22 am: 06 Jul 12, 18:46 »
Ganz ehrlich ist dieser Stinkspat mir noch nie untergekommen und das zu keinen Zeitpunkt. Entweder waren es dunkelviolette Fluorite oder schwarze mit gelben Kern aber so richtig pechschwarze wie aus Wölsendorf hab ich aus dem Erzgebirgischen noch nie gesehn.

Offline Jochen1Knochen

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Re: Stinkspat
« Antwort #23 am: 06 Jul 12, 18:59 »
Hallo!
Rechts oberhalb des Stollenmundlochs des 10000Ritter Stollens in Frohnau(Annaberg) ist eine Halde.Ich müsste jetzt erst Infos suchen,welche Grube das war,aber da gab es Stinkspat in Würfeln zu finden.Die Stücke ,welche ich gefunden hatte lagen am Haldenfuss.Grabungen hatte ich vor,aber nie getätigt.
Gruß Jens

Offline Walpurgin

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Re: Stinkspat
« Antwort #24 am: 06 Jul 12, 19:15 »
Das sind keine richtigen Stinkspäte, die Jungs haben alle nen gelben Kern und müffeln nicht wirklich.

Offline uwe

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Re: Stinkspat
« Antwort #25 am: 06 Jul 12, 19:38 »
Es ist eben nicht nur dunkler Fluorit sondern tatsächlich Stinkspat, den man sehr häufig auf den Halden der SDAG Wismut (Schlema 371, Lauta 139 usw.)  findet. Es richt beim aufschlagen, was bei einer uranfühenden Lagerstätte nicht verwundrlich ist. Ein gelber Kern ist da nicht zu finden sondern Uranminerale. Es gibt natürlich auch gelben Fluorit mit dunkler Außenschicht, aber den bezeichnet niemand als Stinkspat.

Selten bildet dieser Fluorit Würfel. Ich bin froh, eine kleine Stufe auf der 139 gefunden zu haben.

Uwe

Offline Walpurgin

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Re: Stinkspat
« Antwort #26 am: 06 Jul 12, 19:45 »
schönes Teil Uwe....mir ging es eigentlich nur um die Seltenheit der Stinkspäte im Erzgebirge( siehe mein erstes Posting zu dem Thema).
Mir sind richtige Stinkspäte eher als wirkliche Rarität aus dem Erzgebirge bekannt.

Offline uwe

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Re: Stinkspat
« Antwort #27 am: 06 Jul 12, 20:31 »
Ich kann nur für die 139 sprechen, dort ist Stinkspat relativ häufig. Vor allem als mehr oder weniger starke Adern im roten Baryt. Es gibt, oder gab dort auch kompakte Brocken, welche komplett aus Stinkspat bestehen. Beim Aufschlagen mußte man nicht mal mit der Nase ran gehen. Man riecht es auch aus einiger Entfernung.

Im Gegensatz zu der an anderer Stelle geführten Diskussion zur Geruchsquelle habe ich mal gehört, und das scheint mir auch logisch, daß der Geruch vom freien Fluor herrührt, welcher durch die Zersetzung des Fluorites infolge Einwirkung der Radioaktivität im Aggregat vorhanden ist. Möglicherweise rührt daher auch die dunkle Farbe - (Gitterstörung ?). Es kann also m.E. auch sein, daß Stinkspat (also radioaktiv zersetzter Fluorit) und "normaler" Fluorit in einem Stück nebeneinander vorkommen.

Auf der 139 sollte man Stücke mit schwarzem Fluorit immer aufschlagen, denn manchmal sind interessante Minerale (natürlich im Mikrobereich) vorhanden.

Uwe

 

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