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Autor Thema: Chem. Behandlung von Kupfer  (Gelesen 9383 mal)

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Offline Kluftknacker

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Re: Chem. Behandlung von Kupfer
« Antwort #15 am: 03 Jan 12, 11:11 »
Schwarzes Kupfer(II)oxid (CuO) bildet sich erst bei Temperaturen > 250 Grad Celsius; bei hoeheren T (fuer Deine Fragestellung irrelevant) zerfaellt dieses wiederum zu Cu2O.

Hallo Harald,
Dein Vorschlag klingt plausibel und preiswert. Danke
Mein Backofen schafft 290°C: Wann findet der Zerfall zu Cu2O statt?

Kluftknacker

Online Axinit

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Re: Chem. Behandlung von Kupfer
« Antwort #16 am: 03 Jan 12, 12:57 »
Servus Peter,

hoffentlich klappt es auch so, wie Du es Dir vorstellst ! Der Zerfall von CuO in Cu2O findet bei T > 1000 Grad C statt.

Viel Spass & Glueck beim Probieren !

GA

Harald


Offline Troglophiler

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Re: Chem. Behandlung von Kupfer
« Antwort #17 am: 03 Jan 12, 13:39 »
Mit welcher Methode (Haushaltschemikalie, Kohlensäurehlatiges Getränk, Backofen?) erreiche ich in kurzer Zeit eine schnelle Oxidation, und zwar so, dass ich eine matte, typisch rotbraune Oberfläche bekomme? Bei meinen Regenrinnen/-fallrohren am Haus ging das automatisch, dauerte "nur" ca. 3 Monate - ich suche was "Schnelleres". Wir gibt Rat?

Hallo Peter,

Antworten sollten in dieser Broschüre stehen: www.kupferinstitut.de/front_frame/pdf/chemische-Faerbungen.pdf

Habe auch noch andere "Rezepte" zum Färben und Patinieren. Bei Bedarf könnte ich sie rauskramen.

Grüße

Offline cmd.powell

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Re: Chem. Behandlung von Kupfer
« Antwort #18 am: 04 Jan 12, 03:08 »
Ja an so was habe ich gedacht, dass sieht ganz gut aus weil es keine Creme oder Paste ist..

Viele Grüße
Julian

Nein, das ist keine Creme sondern eine Lösung. Man rührt den Inhalt des Döschens unter - ähm, ich meine es waren 5 Liter - Wasser und taucht dann die Kupferstufe für 2 bis 5 Minuten dort ein. Leichte Oxidkrusten auf dem Kupfer lösen sich durch die Lösung ab, dickere Krusten sollte man vorher mit etwas "schärferem" entfernen.

Allerdings muß ich zugeben, das es mich etwas wundert, das es das Zeug wieder gibt. Sofern die nicht die Rezeptur geändert haben enthällt die Mischung neben Natriumfluorid vor allem Kaliumchromat oder Kaliumdichromat, welches eindeutig krebserregend ist. Ob die Lösung Kaliumchromat enthällt sieht man an der deutlich orangen Farbe. Auf jeden Fall sollte man extrem vorsichtig mit dem Zeug sein und immer Handschuhe tragen. Grade beim Hantieren mit den Kupferstufen kann man leicht was verspritzen etc. und bei Chromaten sollte man nicht leichtsinnig sein. Nach der Behandlung mit der Lösung muß man die Stufen für ungefähr eine Stunde mit - am Besten - fließenden Wasser (Erfahrungswert !!) wässern, sonst kann es grüne oder orange Flecken auf evtl. vorhandener Matrix geben. Danach sollte man mindestens noch eine Woche wässern (täglich Wasser wechseln), besonders bei saugfähiger Matrix. Ohne Matrix kann man sich die Woche wässern schenken. Ich lege meine Stufen vorher schon für rund 24 Stunden in deion. Wasser, damit sich die Poren schonmal füllen und so kann sich die Lösung nicht zu tief in die Stufe saugen.
Die Abfälle und Reste der Lösung sollen auf keinen Fall ins Abwasser gelangen und müssen gesammelt und an den Sammelstellen für gef. Substanzen abgegeben werden.
Alles in Allem kann ich das Mittel nur Personen empfehlen, die schon Erfahrung im Umgang mit gefährlichen Chemikalien haben, auf keinen Fall sollte man damit in der Küche oder gar in Gefäßen, welche der Lebensmittelherstellung/lagerung dienen, arbeiten ! Wenn Du in der Lage bist, mit Salpetersäure >53% zu arbeiten, ohne dabei braune Finger zu bekommen, kannst Dich an das Zeug rantrauen, ansonsten würde ich mir das nochmal überlegen. Ich will es Dir nicht mies reden sondern nur auf die Gefahr mit den Chromat hinweisen. Das Ganze ist natürlich hinfällig, wenn inzwischen kein Chromat in der Mischung ist. Ich hab mir das Zueg mal vor Jahren gekauft und noch genug liegen, daher kenne ich das jetztige nicht. Die Verpackung sieht aber identisch aus. Zwischenzeitlich gab es das Mittel nicht mehr zu kaufen.

Grüße

Markus

 

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