Hallo
@Markus. Die Frage falsch geschrieben oder falsch verstanden ; egal.
Ich versuche es anders. Die Hermann-Mauguin-Symbolik diktiert nicht die Form eines Minerals, sie beschreibt sie nur.
Vorgegeben wird die Form durch Raum-/Ionengitter und Ionenabstände.
Es interessierte mich einfach nur,
warum (Zn,Fe)S ein anderes Raumgitter als beispielsweise PbS hat und als Ergebnis Sphalerit bevorzugt
hexakistetraedrisch


meist als Tetraeder kristallisiert. Worin unterscheiden sich die Elementarzellen ?
Möglicherweise nur basics, aber viele Jahre in einem anderen Berufsfeld haben einige Lücken längst vergangener Kristallographie-Vorlesungen eher größer werden lassen...
Dabei sah das am Anfang so überschaubar aus: Der Dozent benutzte Holzmodelle, um die 2-, 3-, 4-, -6-zähligen Drehachsen, Spiegelebenen
und Inversionszentren zu erklären. Der Zusammenhang im kubischen System zwischen Würfel, Oktaeder, Tetraeder und Rhomben- und Pentagondodekaeder wurde schnell klar. Aus 5-, 7-, 8-zähligen Symmetrieachsen können keine lückenlosen Raumgitter aufgebaut werden, daher sind reguläre Pentagondodekaeder im Gegensatz zum kubischen in der Natur nicht möglich. Bis dahin wirklich einfach. ( Quasikristalle wurden erst 1984 beschrieben.)
Leider funktionierten die Holzmodelle mit aufsteigendem Kristallsystem plötzlich nicht mehr so gut und mit 14 Bravaisgittern, 32 Kristallklassen und den erwähnten 230 Raumgruppen und ihrer Übertragung auf Stereogramme usw. ließ die anfängliche Begeisterung bei den meisten Studenten - so auch mir - rasch nach und man diskutierte, ob man das später wirklich braucht....
Heute versuche ich immer noch mit Freude einiges aufzufrischen oder nachzuholen.
(Lege mir regelmäßig Kleber und Borchardt-Ott unters Kissen !!

)
@Markus, Den link auf die
Crystallographie-Seite kannte ich noch nicht. Cool. Hatte mich bisher an der
Uni Freiburg bedient.
Hier noch ein
Poster.
Ist der verlinkte synthetische Ho-Mg-Zn-Quasikristall eigentlich noch als Kristall im mineralogischen Sinn zu bezeichnen,
da Quasikristalle im Gegensatz zu natürlichen Kristallen aus aperiodischen Strukturen bestehen ??
Gruß
Norbert