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Autor Thema: Antimonitvorkommen in Algerien  (Gelesen 2007 mal)

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Offline StevenNowak96

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Antimonitvorkommen in Algerien
« am: 08 Jan 12, 17:24 »
Hallo,

in dem Buch "Die faszinierende Welt der Mineralogie" vom Verlag bassermann von 1991 heißt es im Textabschnitt über Antimonit:

Die wichtigsten Vorkommen finden sich in China, Japan, Algerien, Bolivien, Italien und in der UdSSR.

Jedoch finde ich keine genauen Hinweise zu Algerien im Lexikon, auch nicht im Mineralienportrait, nur dass es dort vorkommt,
aber stimmt es, dass Algerien solch wichtige Vorkommen von Stibnit hat (hatte)?

Grüße
Steven
« Letzte Änderung: 08 Jan 12, 17:41 von StevenNowak96 »

Offline Collector

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Re: Antimonitvorkommen in Algerien
« Antwort #1 am: 08 Jan 12, 17:59 »
Hallo Steven

ja, auch in Algerien gibt es / gab es Antimon- (Stibnit)-Lagerstätten. Und garnicht mal so kleine.  Soweit ersichtlich, wurde der Abbau schon vor etwa 50 Jahren eingestellt, da der Antimonpreis verfiel und eine Förderung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll war.

http://books.google.es/books?id=_9-QvdR8c_AC&pg=PA45&lpg=PA45&dq=Algeria+antimony&source=bl&ots=EUvq3yv7AS&sig=P-d5IXI3MzfaeO8CVOyfpMAI4rc&hl=de&sa=X&ei=csUJT6XLIcHIhAfz-KGoCQ&redir_esc=y#v=onepage&q=Algeria%20antimony&f=false

Daneben beschreibt auch N. de Kun in (Mineral resources of Africa, 1965) die Antimonvorkommen von Hamman n' Bails (nahe Guelma, östl. Atlas),  Mouzaia (Mitijda Atlas), Cavallo (nahe Bone) und zahlreiche andere, kleinere Vorkommen.

Bis zum Jahr 1930 produzierte Hammam n'Bails  an die 180.000 to Antimon; im Jahr 1960 ca. 800 to, im Jahr 1961 ca. 1.200 to.

Was wenige wissen: Auch in Marokko gibt es Antimon-Lagerstätten.  In den 1960er Jahren wurden die Antimon-Erzvorräte für Marokko und Algerien (zusammen) auf ca. 100.000 to geschätzt. Davon dürfte das meiste noch vorhanden sein.

Im übigen: Die Information in Deinem Buch scheinen veraltet zu sein; so sind z.Bsp. die Antimonvorkommen in Japan vor ca. 130 Jahren wichtig gewesen (da es kaum andere gab), heutzutage jedoch ist ein Vergleich mit den heute in China erzeugten Mengen lächerlich klein, sodass das Attribut "wichtig" kaum richtig ist. Dasselbe trifft auf Italien und die ehemalige UdSSR zu.

Gruß
collector

Offline StevenNowak96

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Re: Antimonitvorkommen in Algerien
« Antwort #2 am: 08 Jan 12, 18:08 »
Hallo Peter,

Soweit ersichtlich, wurde der Abbau schon vor etwa 50 Jahren eingestellt, da der Antimonpreis verfiel und eine Förderung wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll war.

Vielleicht sind deswegen kaum Stufen aus Algerien bekannt?

Dasselbe trifft auf Italien und die ehemalige UdSSR zu.

Vielleicht ist mit der UdSSR speziell Kirgistan gemeint, gehörte ja schließlich zur Sowjetunion!

Vielen Dank für die sehr ausführlichen Informationen Peter.

Grüße
Steven

Offline giantcrystal

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Re: Antimonitvorkommen in Algerien
« Antwort #3 am: 09 Jan 12, 13:54 »
Hallo aus Mittelfranken

Typisch für die algerischen Antimonlagerstätten sind sekundäre Antimonoxide wie Senarmontit, Valentinit und auch Nadorit. Schau mal nach diesen Mineralien auf mindat, dann wirst Du zahlreiche algerische Antimonlagerstätten finden

Es muß ja nicht immer Antimonit sein ;-)

Glück Auf

Thomas

Offline StevenNowak96

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Re: Antimonitvorkommen in Algerien
« Antwort #4 am: 09 Jan 12, 18:00 »
Hallo Thomas,

das ist ein ziemlich guter Tipp, vielen Dank!

Es muß ja nicht immer Antimonit sein

Wo er Recht hat, hat er Recht. :D

Grüße
Steven

 

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