Ein sehr wichtiges Thema. Abgesehen von der schon mehrfach erwähnten Schutzkleidung hakte ich feste Schuhe mit Stahlkappen für unentbehrlich. Gerade auf den Halden von Steinbrüchen. Ein kleines 1.Hilfe Päckchen, wie es sie z.B. für Fahradfahrer gibt schützt zwar nicht, leistet aber manchmal gute Dienste wenn mal ein Schlag etwas weiches trifft.
Noch viel wichtiger aber ist die Einschätzung der Gefahren durch Steinschlag. Ich bin selbst zweimal, trotz sehr vorsichtiger Arbeitsweise an
" bombensicheren " Stellen nur ganz knapp und mit reinem Glück einem schweren Unfall entgangen. Das war so ca. 2 Jahre nach Beginn meiner Sammeltätigkeit. Da glaubt man sich schon so erfahren das nix mehr passieren kann. Einmal habe ich einen anderen Sammler ausgegraben, der sonst wahrscheinlich elendig erstickt wäre.
Seither bin ich nie wieder in eine gefährliche Sizuation gelangt, habe wahrscheinlich auf viele schöne Stufen verzichtet und trotzdem etliche andere geborgen. Das wichtigste aber ist, ich lebe noch und bin gesund.
Darum:
- Wenn man alleine Unterwegs ist weit weg von den Wänden und rutschigen Halden
- Wenn man zu zweit unterwegs ist, arbeitet immer nur einer in der Gefahr, der andere beobachtet die Wand
- Bevor man überhaupt an die Wand geht, alles genauestens inspizieren. Waagerechte oder schräge Risse, lockeres Gestein, = wegbleiben
- Im Winter besondere Vorsicht wenn die Sonne gerade auf eine gefrorene Wand scheint
- das gleiche im Sommer bei Regen
- Auf den Magen hören. Stellt sich ein mulmiges Gefühl ein, wegbleiben.
- Immer ein Handy mitnehmen
- von Sand- oder Bimswänden immer 3 - 5 m Abstand, wenn man nicht drüberschauen kann
- vor niedrigen Sand- und Bimswänden niemals auf den Bauch oder die Seite legen, sondern im knien arbeiten
und..... wenn man nach 14 Stunden Steinbruch müde und dreckig nach Hause kommt, den Flur vollgeschlammt und sämtliche Türklinken eingelehmt hat, niemals die Frau anmeckern, weil Sie kein Essen gemacht hat

Ralf