lang ists her, trotzdem eine abschließende Meinung,
auch als Reaktion auf bzw. Zusammenfassung der bisherigen Antworten:
Material: alpinen Radiolarit schließe ich aus, den kenn ich gut genug. Stimme eindeutig dem feinkörnigen Quarzit zu, die Fotos sind ausreichend gut. Eine nähere Herkunftsbestimmung traue ich mir nicht zu, dazu ist`s doch zu weit von meinem Arbeitsgebiet entfernt. Wenn aber von Geschiebekundigen vermutet wird, dass es sich ursprünglich um ein Geschiebe handelt, hab ich dem nichts hinzuzufügen ! (Herkunft bleibt also unbestimmt).
Warum - bezugnehmend auf eine der Antworten - das Material nicht zur Geräteherstellung geeignet sein sollte, bleibt mir ein Rätsel - Quarzit wurde öfters verwendet, ist halt nur aufgrund der Härte schwerer zu bearbeiten als z.B. Serpentinit, aber für die damaligen Vollprofis war das kein Problem. Damit sind wir schon beim letzten Punkt, nämlich dass von manchen der Artefaktcharakter angezweifelt wurde: wieder zeigen die Fotos genug, um das eindeutig als Fragment eines vmtl. leicht querschneidigen Beils oder einer Dechsel anzusprechen. Aufgrund des doch nicht ganz alltäglichen Materials und dessen auffälliger Farbenpracht vielleicht kein Arbeitsgerät, sondern eher ein Prunk- oder Repräsentationsstück.