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Neolithisches Beilklingenfragment aus einem nicht bekannten Mineralgestein / Quarzit

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oliverOliver:
lang ists her, trotzdem eine abschließende Meinung,
auch als Reaktion auf bzw. Zusammenfassung der bisherigen Antworten:
Material: alpinen Radiolarit schließe ich aus, den kenn ich gut genug. Stimme eindeutig dem feinkörnigen Quarzit zu, die Fotos sind ausreichend gut. Eine nähere Herkunftsbestimmung traue ich mir nicht zu, dazu ist`s doch zu weit von meinem Arbeitsgebiet entfernt. Wenn aber von Geschiebekundigen vermutet wird, dass es sich ursprünglich um ein Geschiebe handelt, hab ich dem nichts hinzuzufügen ! (Herkunft bleibt also unbestimmt).
Warum - bezugnehmend auf eine der Antworten - das Material nicht zur Geräteherstellung geeignet sein sollte, bleibt mir ein Rätsel - Quarzit wurde öfters verwendet, ist halt nur aufgrund der Härte schwerer zu bearbeiten als z.B. Serpentinit, aber für die damaligen Vollprofis war das kein Problem. Damit sind wir schon beim letzten Punkt, nämlich dass von manchen der Artefaktcharakter angezweifelt wurde: wieder zeigen die Fotos genug, um das eindeutig als Fragment eines vmtl. leicht querschneidigen Beils oder einer Dechsel anzusprechen. Aufgrund des doch nicht ganz alltäglichen Materials und dessen auffälliger Farbenpracht vielleicht kein Arbeitsgerät, sondern eher ein Prunk- oder Repräsentationsstück.

Harzsammler:

--- Zitat von: oliverOliver am 23 Dec 13, 10:23 ---Damit sind wir schon beim letzten Punkt, nämlich dass von manchen der Artefaktcharakter angezweifelt wurde: wieder zeigen die Fotos genug, um das eindeutig als Fragment eines vmtl. leicht querschneidigen Beils oder einer Dechsel anzusprechen. Aufgrund des doch nicht ganz alltäglichen Materials und dessen auffälliger Farbenpracht vielleicht kein Arbeitsgerät, sondern eher ein Prunk- oder Repräsentationsstück.

--- Ende Zitat ---
Wie kommst Du denn denn zu dieser eindeutigen Aussage? Dann wäre ja jedes Fragment eines ovalen Geröll/Geschiebe-Quarzits ein potentielles Artefakt. Außerdem kommt es jedenfalls mir auf Bild 1 so rüber als wäre das "polierte" eine glatte Harnischfläche. Der TE schreibt auch nichts davon, dass man ihm im Museum das Fundstück als Artefakt bestätigt hätte.

Grüße,
Michael

oliverOliver:
hallo Michael,

--- Zitat von: Harzsammler am 23 Dec 13, 15:05 ---Dann wäre ja jedes Fragment eines ovalen Geröll/Geschiebe-Quarzits ein potentielles Artefakt.
--- Ende Zitat ---
Gott bewahre ! -  :D - beileibe nicht ein jedes !!


--- Zitat von: Harzsammler am 23 Dec 13, 15:05 ---Wie kommst Du denn denn zu dieser eindeutigen Aussage?
--- Ende Zitat ---
naja, hab mich halt ziemlich lange (und intensiv) mit neolithischen/chalkolithischen geschliffenen Steingeräten beschäftigt. Und hab auch (vor > 15 Jahren) mal einige in "alter Technik" (also nur mit Quarz-Schlagstein und Sandsteinschleifplatten) selbst hergestellt. Auch mit dem Problem "Artefaktfragment oder narürliches Bruchstück" bin ich zwangsläufig immer wieder konfrontiert - und die Form hier auf den Fotos (2 x Querschnitte) ist für mich recht eindeutig.


--- Zitat von: Harzsammler am 23 Dec 13, 15:05 ---Außerdem kommt es jedenfalls mir auf Bild 1 so rüber als wäre das "polierte" eine glatte Harnischfläche.
--- Ende Zitat ---
wären dann aber 2 - gegengleich gewölbt ?  ??? ? (unter Berücksichtigung der anderen Fotos)

Ich versteh deine Skepsis zutiefst, weil ich bin ja bezüglich fraglicher Artefakte selbst auch immer äußerst kritisch. Im vorliegenden Fall scheint mir das aber kein fragliches, sondern schon ein sicheres Artefaktfragment zu sein.

frohe Weihnachten !

Kluftknacker:
Wenn ich in meinen heimischen Kiesgruben sammeln gehe, dann kommen mir öfters solche "Gebilde" vor. Diese kann man als Quasi-Artefakte bezeichnen, denn sie entstehen, wenn die Gnubbel vom Förderband nach der Klassierung von 4-5 m Höhe auf die Halde (und die Gnubbel darunter) aufschlagen und entweder der stürzende oder der unten liegende Gnubbel dabei zerschlagen werden.
Gleiches passiert auch beim horizontalen Transport (auch: Geschiebe). Wenn es danach ginge, dann ist auch mein Garten eine neolithisches Werkzeugtrümmerfeld  8)

Guten Abend
Kluftknacker

oliverOliver:
ich will ja nicht unbedingt jemanden von meiner Meinung überzeugen -
drum schrieb ich ja auch

--- Zitat ---und die Form hier auf den Fotos (2 x Querschnitte) ist für mich recht eindeutig
--- Ende Zitat ---

und ich kann das anhand der Fotos natürlich auch nicht beweisen (und will es auch gar nicht), der Eindruck resultiert nur aus meiner 30jährigen Erfahrung auf diesem Gebiet - was ja bekanntlich immer eine sehr subjektive Angelegenheit ist .... (und daher auch mein letzter Kommentar dazu  :) - das Material ist bestimmt, worum es hier ja eigentlich ging, und den Rest soll jeder sehen wie er will ...)

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