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Kann man die Lust verlieren am Sammeln ?

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Tobi:
Und genau da habt ihr bereits einen Grund, warum man die Lust am Sammeln NICHT verlieren sollte: Ein genialer Galenit, Frank, supertolle Stufe! Ihr seht also, es gibt gar keinen Widerspruch: China fördert massenweise atemberaubende Superstufen und Good Old Germany hat trotzdem noch so manche schöne Schätze in seinem Schoß 8)

Wer noch mehr Beweise braucht und vielleicht ein wenig seine Freude an Deutschland als mineralogische Schatzkammer auffrischen will, der hat noch bis zum 22. April Zeit, sich die Sonderausstellung über den Harz im Marburger Museum anzuschauen. Ich steh ja total auf chinesische Mineralien, aber ich kann angesichts der Harz-Stufen nur sagen: Deutschland ist in der ersten Liga bei richtig guten Mineralien, auch wenn die großen Zeiten vielleicht vergangen sind. Aber solche unglaublichen Galenite wie jene aus Neudorf hätte China noch zum ersten Mal zu bringen! Sammler aus aller Welt lecken sich die Finger nach deutschen Klassikern, da passt euer Gemecker nicht so wirklich dazu ;)

Und dass China, ein Land voller gigantischer Gebirge, welches knapp 30 mal so groß ist wie Deutschland und gerade erst seine Bodenschätze so richtig zu entdecken beginnt, mehr Mineralien aufzuweisen hat, als das seit Jahrhunderten abgebaute Deutschland, das ist doch wohl ganz normal ::)

Goldi85:
Hallo,

um direkt auf die Eingangsfrage zu antworten: ja, kann man.
Kann oder will man sich nicht tiefgehender mit der Mineralogie beschäftigen, sondern sich hauptsächlich aufs Sammeln begrenzen (ich denke mal das trifft auf 99% aller Sammler zu), dann kann es durchaus vorkommen, dass man irgenwann denkt, schon alles gesehen zu haben. Ich kenne das, kommt halt zeitweise auch mal vor  ;D
Gute Funde, Neuentdeckungen oder auch Erschließung neuer Sammelgebiete können dem entgegen wirken.
Das eigentlich Wichtigste aber, sind die Kontakte, die man übers Hobby herstellt. Sammlerkumpels, mit denen man auf Tour geht und so weiter. Mit den richtigen Leuten kann man auch eher weniger erfolgreichen Touren noch was abgewinnen. Oder wenn man mal wieder im schlimmsten Gewitter in Region X seit Y Jahrzehnten absäuft. Schon einige male passiert  >:D
Was die Topstufen angeht: Die kann ich mir immer wieder anschauen, ohne danach beim Blick auf die eigene Sammlung depressiv zu werden  ;D
Da ist es mir auch egal, von welchem Fundort das Ganze stammt und mir fällt es auch schwer, da z.B. deutschen Fundorten irgend einen Vorrang einzuräumen. Ich sehe da einfach nur nen Stein. Mal besser, mal schlechter ausgebildet.
Was man aber als ernsthafter Sammler UNBEDINGT lernen sollte:
a) man kann einfach nicht alles sammeln und
b) man sollte Stufen auch ohne den Hintergedanken  "das ist eh zu teuer für mich" betrachten können.
Dann wird das schon.

Gruß  Daniel

cmd.powell:
Hallo nochmal

Vielleicht sollte man auch überdenken, was man überhaupt mit seiner Sammlung erreichen will. Letztlich ist es so, das immer irgendwer irgendetwas Besseres hat als man selber. Wenn man sich aber von diesem typischen Konkurrenzdenken trennt, kann man auch tiefe Zufriedenheit mit den eigenen Erfolgen erreichen. Ich sehe in dieser Vorgehensweise den Schlüssel für ein erfolgreiches und befriedigendes Sammeln, vielleicht sogar ein ausgeglicheneres Leben ingesammt. Machen wir uns doch nichts vor, die Werbung, Gesellschaft etc. drängen uns förmlich auf, besser, schneller und erfolgreicher zu sein als die Anderen. Logisch, das wir dann neidisch auf die ganzen Topstufen (tollen Autos, schönen Häuser ...) der Anderen schauen. Und dafür muss man sich auch nicht schämen, den auch evolutionär ist es uns einprogrammiert worden, der Beste zu sein (nur die Stärksten können sich fortpflanzen etc.). Zum Glück hat beim Menschen die Evolution den Weg genommen, das wir nicht die schnellsten oder stärksten Lebensformen auf diesem Planeten sind, sondern die - mit verlaub - Intelligentesten (auch wenn man manchmal daran zweifeln mag). Nutzt man nun diese Intelligenz und löst sich von diesem Leistungsgedanken, kann man problemlos einen Weg finden, auch mit den kleinen, persönlichen Erfolgen glücklich zu werden und darauf kommt es doch schließlich beim Sammeln an. Ob man nun nur deutsche Fundorte sammelt (ist für mich übrigens ziemlich absurd, da schon die Frage probleme aufwirft, welches "Deutschland": Heute, von 1949 bis 1991, Grenzen von 1871, oder gar 1941 ? [Sorry Andreas, für den kleinen Seitenhieb]), oder, so wie ich, was man schön findet. Und da darf dann auch eine nette Chinastufe nicht fehlen. Ich habe kein Problem damit, auch mal 500 oder mehr Euro für eine Stufe auszugeben, sie muss es mir nur wert sein (und natürlich muss ich erstmal 500 Euronen übrig haben  :P )

Anbei nochmal ein Calcitfund von 2011 aus dem Winterberg. Eine von keine Ahnung wievielen Kilo Calcitstufen (gefühlt 100 Tonnen  8) ), die ich 2011 aus dem Winterberg geschleift habe...

Wegschmeißit:

--- Zitat von: cmd.powell am 05 Apr 12, 16:47 ---
Anbei nochmal ein Calcitfund von 2011 aus dem Winterberg. Eine von keine Ahnung wievielen Kilo Calcitstufen (gefühlt 100 Tonnen  8) ), die ich 2011 aus dem Winterberg geschleift habe...

cmd.powell:

--- Zitat von: Wegschmeißit am 05 Apr 12, 17:02 ---Und wovon noch welche zum Verkauf stehen..... ;D
Oder etwa nicht?

Gruß Dirk

--- Ende Zitat ---

Sicher, aber solche Stücke wie das Abgebildete habe ich nicht gefühlte 100 Tonnen gefunden. Das Meiste ist - wie immer - 0815 Kram, den hier wohl auch kaum jemanden hinter dem Ofen herbei locken wird - aber den will ich in der Tat loswerden. Ich komme nur nicht zum Bildermachen und Anzeigeerstellen - bzw. mir fehlt derzeit die Lust dazu. Sammeln soll ja Spass machen  ;)

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