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Autor Thema: Rosenquarz  (Gelesen 14452 mal)

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Offline Haubi

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Re: Rosenquarz
« Antwort #15 am: 01 Jun 12, 17:57 »
Dann schlage ich eine neue Namenskreation vor: Rosanenquarz  ;D ;D  die Heilsteinfuzzis werdens uns danken...

Zum Rabensteiner Rosenquarz glaube ich persönlich auch nicht daran, daß es wirklich Kristalle dort gab, der Hinweis auf dem alten Etikett klingt ja auch ziemlich zweifelnd, aber: never say never.

Ahoi. Uwe

Offline Collector

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Re: Rosenquarz
« Antwort #16 am: 01 Jun 12, 18:34 »
Hallo Jens

im Sinne der Sammler ..... ein paar Gedanken ...

die meisten Sanmmler wissen, was Rosenquarz ist.  Manche kennen ihn als massiven Rosenquarz fürs Aquarium aus  dem Baumarkt, andere kennen ihn von der "eigenen" Mine in Namibia von Mikon-Mineralien, ganz weit vornere kennen ihn als Rosenquarzkristalle aus Brasilien.
Was solls ? Jeder ist mit seinem "Rosenquarz" zufrieden.  Die Amis und Engländer sind da eher weniger korinthenkackerisch: Rose Quartz   oder Pink Quartz.  And so what ?

Lass uns doch beim gutel alten Rosenquarz bleiben. Manche haben halt massive Stücke, wenige haben sich eine Stufe mit Rosenquarzkristallen aus Brasilien geleistet.  Alle sind happy. Und keiner hat Bock auf "Rosa Quarz", "Rosenquarz", "Pink Quarz", Rose Quartz" usw.

Im übrigen - einige schöne Erklärungen für Korinthenkackerei:

Korinthenkacker - Wiktionary
*Bedeutungen:
*1. vorwiegend in Deutschland: pedantischer, kleinlicher, perfektionistischer und gleichzeitig auch rechthaberischer, altkluger Mensch
Synonyme:
*1. Erbsenzähler, Haarspalter, österreichisch: I-Tüpferlreiter, Kasuist, Korithenscheißer, Krümelkacker, Kümmelspalter, Paragrafenreiter, Paragraphenreiter, Pedant, Perfektionist, Prinzipienreiter, Rabulist, Silbenklauber, Silbenstecher, Sophist, schweizerisch: Tüpflischeißer, Weismacher, Wortklauber, südwestdeutsch: Dipfeleschisser
Als Korinthenkacker werden umgangssprachlich manchmal besonders pedantische „Kleinigkeitskrämer” bezeichnet. Die Korinthe ist die kleinste Rosinenart.
Der Korinthenkacker will die Dinge bis ins kleinste Detail, also „bis auf den so genannten i-Punkt genau” beschreiben und regeln. Seine betont „kleinlichen” Darstellungen und Sichtweisen können dabei durchaus richtig sein, aber seine Pedanterie wirkt dabei oftmals rechthaberisch.
Der Begriff ist im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Daneben gibt es analoge Bezeichnungen für „kleingeistige” und „rechthaberische” Personen. Im süddeutschen Sprachraum betitelt man derartige Menschen auch als i-Tüpferlreiter, in der Deutschschweiz, Westösterreich und in Südwestdeutschland vergleichbar als Tüpflischisser, Dippelschisser, Dipfalscheißer oder Dipfeleschisser.
Synonyme für Korinthenkacker sind Erbsenzähler, Kümmelspalter, Beckmesser, Piddelskrämer, Tüpflischeißer, in der Berliner Mundart Krümelkacker und in der baierischen Gscheidhaferl. Eine ähnliche Bedeutung hat auch Haarspalter, dabei wird allerdings die (Über-)Genauigkeit betont, die zu verschiedenen Interpretationen Anlass gibt. Modellbauer sprechen auch vom Nietenzähler. Das Englische Nitpicker heißt allerdings nicht Nietenpflücker, sondern Nissenpflücker.
Im Niederländischen hat das Wort eine andere Denotation. Hier ist mit Korinthenkacker als wörtliche Übersetzung von „Krentenkakker” (nl.) eher ein „Geizhals“ gemeint (, der keine Krente/ Korinthe seines Vermögens rausrückt), wohingegen ein „Kleinigkeitskrämer” bzw. „Erbsenzähler” als „Muggenzifter” (Mückensieber) oder bevorzugt als „Mierenneuker” (Ameisenficker*) bezeichnet wird, ähnlich dem dänischen „Flueknepperen” (Fliegenficker*) oder dem finnischen „Pilkunnussija” (Kommaficker *).

*Find ich persönlich "geil".

Gruß
collector



Offline Jochen1Knochen

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Re: Rosenquarz
« Antwort #17 am: 01 Jun 12, 19:21 »
Hallo Peter!
Korinthenkackerei hin oder her-beim Quarz sind nun mal gewisse Unterschiede da.
Die verschiedenen Namen im Lexikon wollen erklärt werden.Sonst könnte man das natürlich löschen und alles gemeinsam unter SiO2 zusammenführen.
Da hättest du dir jetzt diese ganze Schreiberei sparen können und lieber als Moderator alles rauslöschen können,was dir nicht so recht passt.
Ich habe diese Namensgebungen nicht erfunden-die sind halt nunmal da,also vorgegeben(aufgrund verschiedener farbgebender Einflüsse).Dann muß man zwangsläufig auch damit umgehen.
Glück Auf!
Jens

Offline Collector

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Re: Rosenquarz
« Antwort #18 am: 01 Jun 12, 19:42 »
und lieber als Moderator alles rauslöschen können,was dir nicht so recht passt....

Hi Jens

ich bin kein Moderator.  Nur Sammler - wie Du. 

Gruß
Peter

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Rosenquarz
« Antwort #19 am: 01 Jun 12, 19:53 »


ich bin kein Moderator.  Nur Sammler - wie Du. 

Hallo!
Ich weiß schon.Ich spielte auf die Vergangenheit an.
(Mich wundert etwas ,daß die personelle Umordnung hier im Forum nicht ins Gewicht fällt!)
Bleiben wir also lieber bei den Themen-das macht weniger Streß ;)
Gruß Jens

Offline Tobi

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Re: Rosenquarz
« Antwort #20 am: 01 Jun 12, 20:59 »
... Und dabei wollte ich doch ursprünglich nur wissen, warum rosafarbener Quarz (ha - erfolgreich dem Galgen der unklaren Nomenklatur entgangen) sehr selten Kristalle bildet, während farbloser, graubrauner, gelblicher und lilafarbener in der Regel sehr schöne bilden ...

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Rosenquarz
« Antwort #21 am: 01 Jun 12, 22:08 »
... Und dabei wollte ich doch ursprünglich nur wissen, warum rosafarbener Quarz (ha - erfolgreich dem Galgen der unklaren Nomenklatur entgangen) sehr selten Kristalle bildet, während farbloser, graubrauner, gelblicher und lilafarbener in der Regel sehr schöne bilden ...
Hallo!
Du weichst jetzt auf alle anderen Varitäten aus?
 ??? ::) ??? :-\ :'( :P ??? :( >:( :-\ :-\ ::)
Glück Auf!
Jens

Offline Tobi

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Re: Rosenquarz
« Antwort #22 am: 02 Jun 12, 10:44 »
?

Ich erwähne diese anderen, so wie bereits im Eingangsbeitrag, einfach nur als Gegenbeispiele.
(Rosenquarz = so gut wie keine Kristalle, andere makrokristalline Quarze = sehr oft große und gute Kristalle)
Wo ist da jetzt das Problem?

Offline cmd.powell

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Re: Rosenquarz
« Antwort #23 am: 02 Jun 12, 14:15 »
Hallo Zusammen

Ich hab mir den Thread mal durchgelesen und komme nicht umhin festzustellen, das hier - mal wieder - einige Leute aneinander Vorbeireden. Ich bin zwar kein Quarzexperte, kann allerdings Jens nur recht geben wenn er feststellt, das es Unterschiede zwischen Rosa Quarz und Rosen-Quarz gibt. Beim Rosenquarz liegt die Farbursache in feinverteilten, manchmal sogar orientiert eingewachsenen Rutilnädelchen (darum ist er übrigens immer undurchsichtig); beim Rosa Quarz ist die Farbursache im Kristallgitter eingebauter Phosphor bzw. Aluminium. Das sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Nur Aufgrund der Färbung beide gleich zu setzen wäre in etwa so, wie Borussia Dortmund und FC Bayern München gleich zu setzen weil beide Fussballclubs sind. Am Hobby Mineraliensammeln hängt unweigerlich die Wissenschaft Mineralogie mit all ihren Feinheiten dran. Das kann man zwar für sich persönlich ignorieren, in einem öffentlichen Forum oder gar Lexikon ist Ignoranz jedoch völlig deplatziert, ebenso wie der Begriff "Korinthenkacker" im Zusammenhang mit der Nomenklatur/Farbursache von Quarzen.
Da Rosenquarz aus einer pegmatitischen Restschmelze (Quarzschmelze, also flüssiger Quarz) entsteht und Rosa Quarz aus hydrothermalen Lösungen (in Wasser gelöstem Quarz - jetzt sollte jedem der Unterschied zwischen hydrothermal und Schmelze klar sein) wird deutlich, warum Rosenquarz immer de facto derb ist (aus Schmelze entstehen nur bei sehr langsamer Abkühlung idiomorphe Kristalle, offenbar ist die Abkühlgeschwindigkeit beim Rosenquarz entweder zu schnell, oder es bleibt schlicht und ergreifend kein Hohlraum für Kristalle zurück - so genau weiß ich das leider auch nicht), während Rosa Quarz durchaus in perfekten Kristallen vorkommen kann. Die meisten schönen Quarzkristalle in den Sammlungen stammen aus hydrothermaler Bildung. Warum die Rosanen Quarze nun so selten sind, darüber kann ich auch nur spekulieren. Anscheinend gibt es nur entsprechend selten ein passendes Zusammenspiel der dafür nötigen Faktoren, was natürlich keine Erklärung sondern nur eine Schlussfolgerung ist.

Offline pseudonym

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Re: Rosenquarz
« Antwort #24 am: 03 Jun 12, 11:09 »
Das ist doch mal ne Erklärung ,danke .

Offline berthold

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Re: Rosenquarz
« Antwort #25 am: 03 Jun 12, 13:21 »
Hallo,

Einspruch:
Zitat
Beim Rosenquarz liegt die Farbursache in feinverteilten, manchmal sogar orientiert eingewachsenen Rutilnädelchen.
nein, nicht Rutil sondern ein Dumortierit-ähnliches Mineral gibt Rosenquarz die Farbe 1) 2) 3) Bei den von Goreva & Rossman 2) untersuchten 29 Proben aus verschiedenen Vorkommen waren auch Rosenquarz-Proben aus hydrothermalen Quarzgängen dabei (aber keine Kristalle). Eine mituntersuchte Rosaquarz-Probe (Kristalle aus Alto da Pitora, Galileia, Minas Gerais, Brasilien) zeigte keine Einschlüsse des Dumortierit-ähnlichen Minerals.

Auch zu  Rosaquarz gibt es Untersuchungen über die Farbursache, sie soll auf Farbzentren (ähnlich Rauchquarz, Amethyst) beruhen 4). Der Unterschied von Rosenquarz und Rosaquarz ist also nicht nur, dass Rosaquarz Kristalle bildet, sondern es liegt eine andere Farbursache vor. Diese führt zu anderem Ausbleichverhalten , anderer Farb-Temperaturempfindlichkeit usw.  Systhetisch kann man übrigens derzeit nur Rosaquarz herstellen.

Bezüglich der ursprünglichen Fragestellung (warum Rosenquarz keine/selten Kristalle bildet) hilft das natürlich nur bedingt weiter. Wenn man nicht zwischen beiden Varietäten (Rosenquarz und Rosaquarz) unterscheidet, bietet sich die Erklärung an, dass rosa Farbzenter-Färbung wohl deutlich seltener vorkommt als die Färbung durch ein Dumortierit-ähnliches Mineral.

Ich halte die Unterscheidung Rosenquarz und Rosaquarz nicht für Korinthenkackerei. Im engl. Sprachgebrauch rose quartz (Rosenquarz) und  pink quartz (Rosaquarz).

Gruß
Berthold

Literatur:
1) Applin, Kenneth and Brian Hicks, 1987, “Fibers of dumortierite in quartz”, American Mineralogist, v. 72, p. 170-172.

2) Goreva, Julia, Chi Ma and George Rossman, 2001, “Fibrous nano-inclusions in massive rose quartz: The organ of rose coloration”, American Mineralogist, v. 86, p. 466-472.

3) Ma, Chi, Julia Goreva and George Rossman, 2002, “Fibrous nano-inclusions in massive rose quartz: HRTEM and AEM investigations”, American Mineralogist, v. 87, p. 269-276.

4) Maschmeyer, D., Lehmann, G. (1983) A trapped-hole center causing rose coloration of natural quartz. Zeitschrift für Kristallographie, 163: 181-186.
« Letzte Änderung: 03 Jun 12, 13:50 von berthold »