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Autor Thema: Bitte um Fundort/teilweise auch Mineralbestimmung Pseudonym  (Gelesen 22739 mal)

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Offline CRYSTALLOGIC

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Hallo,
wenn die Rückseite von dem vermuteten Bi ähnlich wie die Vorderseite aussieht, könnte ne Dichtebestimmung hilfreich sein.

Gruß

Offline pseudonym

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Das würde sich anbieten , weil da nix anderes mit dran ist , ich hab nur leider kein Messgefäss in der größe und abbrechen wollt ich nix .

Vielleicht könnten wir erstmal zusammentragen welches Metall in seiner gediegenen Form solche Dendriten bildet ausser Wismut ?

Gold und Silber können wir ausschließen ,Arsen auch das verdampft  v.d.L. nämlich , meine Probe schmilzt leicht zu einer silbernen Kugel , welche dieselben Eigenschaften hat wie vorher,ist also nur geschmolzen und ist nicht reduziert oder oxydiert .

Elektrisch leitfähig isses auch .

Wismut sollte sich leicht in Hno3 lösen und danach beim Verdünnen mit Wasser nen weißen Niederschlag geben .Das versuche ich als nächstes .
« Letzte Änderung: 07 Jun 12, 11:16 von pseudonym »

Offline smoeller

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Hallo,

Wismut hat eine perfekte Spaltbarkeit, das könnte höchstens noch Antimon zeigen. Zinn oder Blei sind deutlich duktil, d.h. verformbar ohne Bruch.

ZU dem Chrysokoll: Ist eine Umhüllungspseudomorphose (Perimorphose). Das Mineral wurde erst von Chrysokoll überkrustet und dann weggelöst. Dabei bleiben solche hohlen Stengel übrig. Ganz ähnliches habe ich aus Limonit, das ehemals vorhandene Mineral war da Olivenit.

Glück Auf!
Smoeller

Offline pseudonym

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Interessantes Stück der Chrysokoll , kannst du mal ein Bild von dem Limonit einstellen ? Ich finde das Thema sehr interessant .

Zur Spaltbarkeit vom ´´Wismut´´:

« Letzte Änderung: 07 Jun 12, 15:01 von pseudonym »

Offline Jochen1Knochen

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  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Hallo!
Bei der Perimorphose würde ich mal vorsichtig in Richtung ehemals Cerrusit tendieren.
Die Amethyste würde ich nicht auf Schlottwitz lassen,sondern in Richtung Mauersberg -Mildenau einzuordnen versuchen,da diese Strukturen des linken Stückes eher in Richtung der Marienberger Störung zu finden sind.
Gruß Jens

Offline pseudonym

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Das stimmt. Gibts die besagten Störungen jetzt nur häufiger in Mildenau und in Schlottwitz gar nicht ,oder gibts das auch hin und wieder in Schlottwitz ?

Weil die Teile mit Sicherheit etwas älter sind (waren auf so Holzbrettel als Aufsteller geklebt und rundherum Muscheln drauf gepappt und das Holz sah aus wie mindestens 30 Jahr alt ) und irgendwo hab ich gelesen Mildenau wären Neufunde ?
« Letzte Änderung: 07 Jun 12, 23:46 von pseudonym »

Offline fassi

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Hallo die Amethyste ...
der rechte stammt aus Schlottwitz , typische Gangausbildung .
der linke gehört in die richtung Erzgebirge  wobei ich mich nicht auf genaue Punkte festlegen will .
aber Mildenau od. Mauersberg wären da schon ne gute Möglichkeit . ähnliche stücke gibts auch in der Warmbad Chomutov störung
Ps : amethyste aus Mildenau sind schon sehr lanhge bekannt und wurden auch schon früher erschürft .
die Neufunde sind  vom april 2011 und stammen aus einer Grabung .

Offline smoeller

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Hallo,

Denke jetzt schon, dass das Stück Wismut ist. Du hast die typische treppenförmige Spaltbarkeit und tw. rhomboedrische Spaltstücke. Das einzige andere wäre theoretisch noch Antimon, aber das sollte in der Flamme langsam sublimieren wie Arsen.

Foto kommt noch, dauert aber ein Weilchen. Bin gerade bei der Katalogisierung meiner ganzen Literatur.

Glück Auf!
Smoeller

Offline giantcrystal

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Hallo

Macht es euch doch nicht so schwierig. Gibt das Stück auf Papier einen grauschwarzen Strich, ist es mit großer Sicherheit Graphit, wenn nicht, ist es keiner.

Keep it simple !

Glück Auf

Thomas

Offline pseudonym

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Wie weiter oben geschrieben , macht  nicht die Finger schwarz und zu hart isses auch ,Graphit ist eigentlich schon aus dem Rennen .

Danke an Fassi für die Infos bez. Schlottwitz.

Was noch bissel gegen Wismut spricht ist die Sprödigkeit , ich hab mal aus nen anderen Stück BI ne Kugel geschmolzen und drauf gehauen die verhält sich duktil.

Vielleicht gibt ne Verunreinigung mit nen anderem Metall die mein Wismut spröde macht ?
« Letzte Änderung: 08 Jun 12, 11:49 von pseudonym »

Offline CRYSTALLOGIC

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Hallo,

Duktil – ist einfach nicht genau genug …da gibt es erhebliche graduelle Unterschiede !
Die Duktilität ist bei Bi auf jeden Fall deutlich geringer ausgeprägt, als beispielsweise bei Ag, genau genommen ist Bi sogar eher spröde (gute Spaltbarkeit!), aber auch relativ duktil, da immerhin schneidbar, etwas dehnbar, etwas biegsam...

Gruß

edit: die typische Spaltbarkeit ist für mich auf dem Bild ehrlich gesagt nicht wirklich erkennbar (aber das kann am Bild, oder auch meinen Augen liegen)
        - Dichtebestimmung, genauere Härtebestimmung, mikrochemische Analyse, ...würden Fakten bringen

« Letzte Änderung: 08 Jun 12, 12:41 von CRYSTALLOGIC »

Offline Krizu

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Hallo,

meines Wissens härtet Antimon Bismut. Aber die Härte ist so eine Sache bei nicht laborreinen Chemikalien, Siehe Eisen/Stahl.

Mfg

Frank

Offline pseudonym

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Naja das Bild krieg ich besser nich hin , das sieht live genauso aus , das Zeug glänzt zu sehr .Ich werd mal schauen ob ich das mit der Dichte irgendwie gebacken kriege .

Wenn da Antimon drin wär könnte das hinkommen , simples Blei isses auch nicht das kenn ich in und auswendig das kann ich  ausschließen .

Da keinerlei Matrix vorhanden könnte man auch an etwas industrielles denken  , immerhin war ja auch der Brocken Ferrochrom dabei , vielleicht ein anderes Hüttenprodukt .

Was mir auch fehlt ist dieser rötliche Glanz den Bi normalerweise hat , der fehlt auch .

Und v.d. L auf Kohle sollte das nen gelben Saum machen dessen Farbe sich beim abkühlen ändert , es macht nen blassgelben Saum der so bleibt egal ob warm oder kalt.

V.d.L auf Kohle mit Kaliumjodid sollte ein scharf umgrenzter roter Rand enstehen statt dessen entsteht ein Metallkorn und ne glasartige Masse .

In HnO3 conc. sollte es sich leicht auflösen und dann bei Wasserzugabe nen weißlichen Niederschlag geben - machts auch nicht der Niederschlag ist gelb und schon vorm verdünnen da . . .

Bei den Lötrohrversuchen war auch ganz leicht und nur für nen kurzen MOment Knoblauchgeruch wahrzunehmenwas wiederum auf geringen Arsengehalt hindeutet, das war aber so gering das man das nur merkt wenn man diesen Geruch kennt ,sonst nimmt man das nicht wahr .

Alles Sachen die gegen BI sprechen . . .
« Letzte Änderung: 08 Jun 12, 23:22 von pseudonym »

Offline CRYSTALLOGIC

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Hallo,

Zitat: "...Da keinerlei Matrix vorhanden könnte man auch an etwas industrielles denken  , immerhin war ja auch der Brocken Ferrochrom dabei , vielleicht ein anderes Hüttenprodukt ..."

Ja, sehr wahrscheinlich, würde ich sagen.

Gruß

edit: Die Ergebnisse deiner Lötrohrproben, etc. zu interpretieren ist so aus der Entfernung nicht ganz einfach und würde, allein schon um potentielle Fehlerquellen auszuschließen, auch ein paar erneute Versuche erfordern ... ich würde mich jetzt an deiner Stelle aber erstmal auf die Identifizierung der ausgeschmolzenen Kugeln konzentrieren.
 
« Letzte Änderung: 09 Jun 12, 11:53 von CRYSTALLOGIC »

Offline pseudonym

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Die Kugeln verhalten sich exakt so wie die Substanz vor dem Schmelzen , gleicher Bruch ,gleiche Schmelzbarkeit , gleiches Verhalten in Säure ,gleiche Sprödigkeit.

 

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