Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic

Granulit, Granat führend, mit Plattenquarzen (Geschiebe)

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Sprotte:
Hallo,

das Geschiebe ähnelt morphologisch dem Schonengranulit, einem Leitgeschiebe aus dem Südwestschwedisches Granulitgebiet, sehr. Wichtige Unterschiede bestehen jedoch in der unterschiedlichen Färbung (helle statt rote Feldspäte) und der Granatführung.

Viele Grüße
Sprotte

Größe: etwa 5x4x3 cm3
Fundort: Kreis Nordwestmecklenburg
Beschreibung: In einer Matrix aus feinkörnigem hellen Feldspat liegen max. ca. 15x5x1 mm3 große graue Plattenquarze. Untergeordnet kommt roter Granat in Form staubfeiner Körner mit typischen Größen im Bereich 0,05–0,2 mm vor, die teilweise in kleinen Aggregaten und kleinen Wolken angeordnet sind. Außerdem sehr wenige kleine schwarze Mineralkörner und einzelne Schuppen eines Hellglimmers.

Sprotte:
Fortsetzung.

felsenmammut:
Glück Auf!

Anhand der Quarze könnte es sich um einen Granulit handeln. Es könnte sich bei dem Stück aber auch einfach nur um einen Gneis handeln. Der Granatbestand könnte dabei auf einen Paragneis hindeuten. Für einen Granulit aus Schonen erscheinen mir die Feldspäte noch zu "klumpig", wodurch das Stück ein bisschen wie Augengneis aussieht . Ein Mylonit wäre auch denkbar.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Sprotte:
Hallo Felsenmammut,

ich habe mich vor allem daher auch für Granulit entschieden, da das Stück keinen Biotit und bis auf winzige Spuren überhaupt keinen Glimmer enthält (alles, was auf den Makroaufnahmen grau erscheint, ist Quarz). Der Feldspat erscheint auf den ersten Blick zwar nur partiell ausgelängt (und daher etwas "klumpig"), mikroskopisch ist er jedoch in jedem Fall feinkörnig granuliert. Bzgl. Mylonit: Sind die Bedingungen bei der Genese von Myloniten derart, dass sie zur Bildung von Granat ausreichen?
 
Viele Grüße
Sprotte (Ralf)

Breker:
Hallo Ralf,

schöne Gesteinsbeschreibung, leider ist auf den Bildern nur wenig davon wirklich erkennbar. Insofern finde ich dass eine Bestätigung/ein Nachvollziehen Deiner Bestimmung in vielen Punkten schwierig ist.

--- Zitat von: Sprotte am 28 Jun 12, 09:29 --- Bzgl. Mylonit: Sind die Bedingungen bei der Genese von Myloniten derart, dass sie zur Bildung von Granat ausreichen?

--- Ende Zitat ---
Da Granate sogar (die richtigen Rahmenbedingungen vorrausgesetzt), synsedimentär entstehen können ist es schwer sich daran zu orientieren. Seit ich bei euch oben in den sogenannten Beyrichienkalken idiomorphe, definitiv nicht klastisch eingetragene, tiefrote Granate gesehen habe, glaube ich bezüglich Granaten an garnichts mehr.

Besten Gruß

A.B.

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