Gesteine / Rocks / Rocas > Geschiebe / Glacial erratic

Granulit, Granat führend, mit Plattenquarzen (Geschiebe)

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felsenmammut:
Glück Auf!

Beim Mylonit würde es ja ausreichen wenn der Granat aus dem Ausgangsgestein stammt. Aufgrund der hohen Härte und Temperaturbeständigkeit des Granats kann er seine idiomorphe Kristallform beibehalten, zumal die Kristalle hier schon sehr klein sind. Mylonite bilden sich bei eher niedrigen Temperaturen, wodurch es kaum zu Mineralumwandlungen kommt. Da Mylonit eigentlich eine Gefügebeschreibung ist, spielt es auch nicht die entscheidende Rolle, welche Minerale darin enthalten sind. Bei den hohen Druck- und Scherbeanspruchungen werden die weichen Minerale und der Quarz, da er sich unter diesen Bedingungen duktil verhält, stark verformt. Minerale wie Feldspat, die sich deutlich schlechter plastisch verformen lassen, werden zerkleinert und entweder durch Rekristallisation an den Korngrenzen der Bruchstücke oder durch andere Minerale wie Quarz wieder verkittet.
Bei der Gesteinsbestimmung von Gneisen ist der Glimmeranteil erst einmal nachrangig. Vorrangig sind ein ausgeprägtes Parallelgefüge und ein Mindestgehalt der hellen Minerale (Feldspat+Quarz oder Foide) von 20%. Es gibt keine Obergrenze für die hellen Minerale, so dass diese auch 100% des Gesteins ausmachen können. Damit wäre dann kein Glimmer enthalten.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

smoeller:
Hallo,

Mylonit kann durchaus sein. Habe helle Orthogneis-Mylonite mit plattigen Quarzen iom Aufschluss in Süditalien selber gesehen. Das kann soweit gehen, dass man ein Gestein hat, das ähnlich einer Torte aus abwechselnd Bändern von Quarz und Feldspat besteht. Granat ist durchaus möglich, wenn, wie schon gesagt, das Ausgangsgestein granatführend war Aber auch Granulite mit einer solchen Struktur gibt es, als Beispiel wäre Todtmoos im Südschwarzwald zu nennen.

Typisch für nicht vollständig umkristallisierte Mylonite sind in den Feldspäten spätige Altkörner, die von einem Saum feinkörnigen Feldspats umgeben sind (Rekristallisation). Ein Granulit dürfte das eher nicht zeigen, da bei den hohen Temperaturen der Metamorphose (mindestens ca. 650-700 °C) Feldspat wenn, dann vollständige Rekristallisation zeigt.

Glück Auf!
Smoeller

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