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Multiple Japaner-Zwillinge (urspr. Bilderdisk. Japaner-Drilling)
Jochen1Knochen:
Hallo Josef!
Ehe ich jetzt zum Optiker losmarschiere zeige ich wo ich schief gucke. ;)
Der Optiker will dann nur wieder ne Rechnung und ich bin ihm die letzte übers rechte Glasauge sowiso noch schuldig! ;D
Meines Erachtens ist die C-Achse hier verdreht.Selbst wenn hier die vorderen Prismen parallel sind und der Winkel einigermaßen stimmen sollte sehe ich hier deutliche Absätze in der a-Achse.
Wegen des halben Japaners -außerordentlich interessante Schnittstelle.
Da fehlt mir Information!Da werde ich das verbliebene Auge aufsperren und mir mal im Kristallgitter Intuition suchen.
Gruß Jens
Josef 84,55:
Hallo Jens,
ich denke Du meinst, dass der kleinere Kristall um die C-Achse gedreht sei, weil die Prismenkanten beider Kristalle nicht auf einen Punkt zusammenlaufen. Dieser Versatz ist ungeeignet um den Winkel einzuschätzen. Wenn die vorderen Prismen parallel sind und der Winkel stimmt, hat man die Orientierung der Kristalle zueinander (vereinfacht Hexagonal angenommen). Der obere von Dir eingekreiste Versatz der Prismenkanten hat nur eine geteilte Zwillingsfläche zur Folge, ähnlich wie der dunkle Streifen unter Pfeil 1 bei dem halben Japaner. Der Winkel der a-Achsen, relativ zum Kristallgitter, ändert sich durch diesen Versatz nicht.
Gruß Josef
Jochen1Knochen:
Hallo Josef!
Nur die Parallelität der vorderen Prismen und der Winkel der c-Achse zueinander ist doch aber irgendwie nicht ausreichend.Gerade die genaue Lage der a-Ache zueinander ist doch einer der entscheidenden Punkte.Das kann man doch nicht mit einer halben Zwillingsnaht so wegstecken.
Das vordere äußere Prisma ist letztendlich das schlechteste Erkennungsmerkmal.Auch wenn die Vorderseite perfekt zueinander steht sollte die Rückseite auch perfekt zueinanderstehen.
Gruß Jens
Ps.
Hier ein Pseudojapaner,aber kein echter Japaner:
Josef 84,55:
Hallo Jens,
ich glaube wir reden aneinander vorbei. Um die Lage eines Kristalls im zu beschreiben braucht man nur eine Fläche (hier Prisma) und eine Richtung (hier polarer Vektor parallel der c-Achse). Alle anderen Achsen können von diesem Bezugssystem nicht abweichen.
Zu Deinem Pseudojapaner. Ich sehe das auch so, dass das kein Japaner Zwilling ist. Die Verzerrung des plattigen Kristalls ist zu gleichmäßig um mit dem stengeligen Kristall im Zusammenhang zu stehen. Der stengelige Kristall zeigt keine Verzerrung und ist zu groß, was auf einen Entstehungspunkt hindeutet, der nicht auf einer Fläche des anderen Kristalls lag. Ich vermute das Stück ist aus einem Schriftganit entstanden. Das Geist die Quarzkristalle haben jeweils eine gesetzmäßige Orientierung zu einem Feldspatkristall, aber keine zueinander.
Ich würde erwarten, dass der stengelige Kristall etwas nach vorne verkippt ist und etwas gegen den Uhrzeigersinn um die c-Achse gedreht ist. Am besten ist das erkennen, wenn man das Stück so hält, das man auf die Spitze des plattigen Kristalls sieht.
Gruß Josef
Jochen1Knochen:
Hallo !
Vorbeireden-ja sowas ist schnell passiert.
Mein Pseudojapaner hat halt Macken,aber frag mich jetzt nicht welche,da ich das Teil jahrelang nicht gesehen hatte und nur einmal zwischendurch zum fotografieren ausgegraben habe.Den Kristall kann ich mir erst in drei Wochen wieder anschauen,da ich den nicht zu Hause habe.
Aber zurück zu deinem Kristall.Ist das nicht ein Friedländer Quarz.In dieser Struktur sind doch sowiso noch keine Japaner bekannt geworden.
Und stimmt denn die Parallelität der vorderen Prismen in diesem Kristall?Die von mir angezeichneten Kreise würden eine Drehung nach links anzeigen.Den Winkel kann man natürlich auf dem Foto auch nicht so ermessen.Da schaut eben alles schief aus.
Gruß Jens
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