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Autor Thema: Entfernen von Calcit  (Gelesen 12514 mal)

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Offline wilbi

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #15 am: 07 Nov 12, 11:07 »
Hallo Dirk, es gibt wunderschöne Kalkspatkristalle, die ich auch nicht wegmachen würde. Es gibt auch Kalkspat derb, der den Azuritkristall umkrustet und ev. nicht zur Geltung bringt. Also weg mit dem Derbkram, wenn es geht. Mein Verständnis für sowas.
Gruß willi

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #16 am: 07 Nov 12, 13:07 »
Ja ein Bild wäre nicht schlecht . . .

Offline Brodi69

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #17 am: 07 Nov 12, 14:06 »

Ein Bild meiner mit Calcitsinter belegten Stufen würde nichts bringen... die Azurite sind < 1 mm, aber ein wunderschöner Belag... nur hat es Stufen, die im Müll landen, wenn ich den Sinter nicht weg bekomme. Hier ein Bild zur Vorstellung, wie es  - nach dem entfernen - sein könnte, sprich, eine Stufe von der Fundstelle ohne Kalksinter... (Stufe 7x9 cm)

Gruß
Christian

Offline heli

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #18 am: 07 Nov 12, 14:54 »
Offensichtlich ist auch die Matrix ein Carbonat?

Dann vergiss die Idee irgendwie sinnvoll Calcit selektiv zu entfernen.

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #19 am: 07 Nov 12, 16:51 »
Hätte trotzdem gern mal die Stufe gesehen um die es eigentlich geht . . .

Offline Brodi69

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #20 am: 07 Nov 12, 17:11 »

pseudonym => @hightowwer1109, ich bin nur Mitwollenwisser....

Offline cmd.powell

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #21 am: 11 Nov 12, 00:29 »
Hi

Und ich Pragmatiker: Christian will den Calcit runter haben und dafür Tipps oder Anleitungen - wozu benötigt man dann ein Bild ? Für eine Seitenweise, höchst überflüssige Diskussion, das die Stufe so doch auch gut aussieht oder gleich in den Müll kann ? Hilft niemanden !

Zur Sache: Die Idee mit den Ionentauschern kenne ich aus "Mineralien reinigen und aufbewahren", dort steht auch etwas zu der Kohlendioxidmethode. Problem wird wahrscheinlich sein, das der Ionentauscher Komplexe mit dem Kupfer des Azurit bilden könnte, und dann wird wieder der Azurit angegriffen. Explizit wird z.B. EDTA erwähnt und genau EDTA bildet mit Kupfer lösliche Komplexe ! Leider macht das die Sache nicht wirklich einfacher, da der Ionentauscher ansonsten permanent die Ca-Ionen aus der Lösung ziehen könnte, wodurch der Lösevorgang etwas schneller ginge. So muss man den laaaaaaaangen Weg gehen und mit der geringen Löslichkeit von Calciumhydrogencarbonat in Wasser leben. D.h., entweder häufig das Wasser wechseln oder mit viel Wasser arbeiten. Und natürlich viel Geduld haben...

Offline Axinit

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Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #22 am: 11 Nov 12, 17:01 »
Servus,

warum nicht einfach dem wirklich sachdienlichen und praxisorientierten Hinweis   von Juergen folgen und versuchen, den Calcit-Belag mit Hilfe eines Ionen-Austtauschers zu entfernen ? Dieser Vorschlag hoert sich fuer mich recht brauchbar an, zumal sich derartige Fragestellungen i.A. nur durch Probieren loesen lassen.

Wofatit oder aehnliche Ionenaustauscherharze sollten sich ueber den Laborfachhandel besorgen lassen - vielleicht erledigt sich das Problem ja aus Kostengruenden schon hier. Die CO2-Methode ist noch etwas aufwendiger, da man hierzu Gasflaschen, Reduzierventile und zumindest einfache Glasgeraete benoetigt.

Uebrigens, EDTA ist kein Ionenaustauscher sondern ein Komplexbildner - dies sind zwei voellig verschiede Paar Stiefel.

Ein saurer Ionenaustauscher bindet z.B. Calciumionen und setzt dafuer H+-Ionen frei.  Je nach pH-Wert koennen natuerlich andere Carbonate angegriffen bzw. aufgeloest werden. Bei der Restauration von Gemaelden hat man genau das gleiche Problem, da hier auch Farbpigmente in Form von Carbonaten vorliegen und man deren Aufloesung gerade verhindern will.

Also, ausprobieren oder entsorgen !

Viel Spass

Harald

Offline cmd.powell

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  • Calcit vom Winterberg, Harz
Re: Entfernen von Calcit
« Antwort #23 am: 11 Nov 12, 23:49 »
Die CO2-Methode ist noch etwas aufwendiger, da man hierzu Gasflaschen, Reduzierventile und zumindest einfache Glasgeraete benoetigt.

Naja, wenn man es "professionell" macht... Man kann aber sicher auch etwas improvisieren. Ich dachte dabei z.B. an diese Wasseraufsprudeler, die mit den kleinen CO2-Druckpatronen arbeiten. Wenn man da deionisiertes Wasser reinpack und das aufsprudelt, hat man kohlensäuregesättigtes Wasser und damit sollte man µg für µg gelöst bekommen. Ich hab leider keinen solchen Wasseraufsprudeler - ich weiß ja noch nicht mal wie die genau heißen -, daher konnte ich es noch nicht ausprobieren.
In dem Buch "Mineralien reinigen und aufbewahren" wird mit Trockeneis gearbeitet, gut, kann man auch im Netz bestellen, setzt aber auch wieder gewisses Equipment vorraus.
Naja, bei Gelegenheit werde ich mal nachschaun was so ein Aufsprudeler kosten soll; ich hab hier ja auch noch ein paar traurige überkrustete Malachite liegen, die befreit werden wollen...

 

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