Hi
Die Hydrogencarbonatmethode könnte funktionieren: Calcit (Calciumcarbonat) ist recht schlecht in Wasser löslich. Leider ist sowohl Azurit als auch Calcit leicht in Säuren löslich, ich befürchte sogar, das sich Azurit schneller löst, als Calcit (nicht ausprobiert !). Was jedoch klappen könnte ist der Weg, den auch "Mutter Natur" nimmt: Calciumhydrogencarbonat ist deutlich besser in Wasser löslich als Calciumcarbonat. Durch sättigen des Wasser mit Kohlendioxid bildet sich aus dem Calciumcarbonat lösliches Calciumhydrogencarbonat, welches dann als Lösung entsorgt werden kann. So entstehen letztlich auch Tropfsteine, nur umgekehrt. Nachteil: Man kann nur sehr kleine Mengen Calcit lösen, da Wasser schnell mit Kohlendioxid gesättigt ist. Entweder verbrät man Kistenweise Mineralwasser (was wahrscheinlich jedoch schon Hydrogenkarbonatgesättigt ist), oder man nimmt die handelsüblichen Sprudelmaschiene mit CO2-Druckpatronen und verwendet deionisiertes Wasser. Auf jeden Fall sollte man viel Geduld mitbringen und sich auf Ätzzeiten von Wochen bis Monaten in Kauf nehmen.
Ich hab das selber (noch) nicht ausprobiert, ich stehe aber vor dem ähnlichen Problem, Calcit von Malachit entfernen zu wollen (und bekam hier nur Tipps wie "wegscheißen" - tolle Wurst). K.A., wann ich dazu komme, ggf. nächstes Jahr...