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Wachstumsphänomene an Kristallen
Josef 84,55:
Hallo Sebastian,
interessante Epitaxie, Zeunerit auf Arsenuranospathit. Am besten passen die Kristallgitter bei gleicher (tetragonaler) Aufstellung zusammen. Könnte es sein, dass sie eine unterschiedliche Tracht haben? Der eine durch die Bipyramide 1.Stellung und der andere durch die Bipyramide 2. Stellung begrenzt wird?
Im STRUNZ/NICKEL 2001 steht bei Arsenuranospathit noch wahrscheinlich (Pseudo-) tetragonal.
Grüße Josef
smoeller:
Hallo Josef,
Die Zeunerite haben zwar Bipyramidenflächen als seitliche Begrenzungen, aber die Verwachsungsebene liegt parallel zum Basispinakoid. Es liegen, so gut man das anhand des Beispiels (ohne aufwändige Indizierung der Flächen) erkennen kann, die Basispinakoide von Arsenuranospathit und Zeunerit parallel zueinander und bilden die Verwachsungsebene. Interessant ist dann jedoch, dass die (gehe ich von der im rhombischen Fall üblichen Aufstellung aus) [010]-Richtung des Arsenuranospathits mit der [110]-Richtung (Flächendiagonale) des Zeunerits übereinstimmt. Die Zeunerite erscheinen ja um 45° gedreht in Bezug auf die b-Achse des Arsenuranospathits.
Glük Auf!
Smoeller
Josef 84,55:
Hallo Smoeller,
von Arsenuranospathit habe ich nur tetragonale Aufstellungen gefunden, obwohl er orthorhombisch aussieht. Da die die Werte der a-Achsen eine sehr geringe Abweichung haben, Zeunerit 7,18 Angstrom und Arsenuranospathit 7,16 Angstrom, vermute ich, dass sie die gleiche Orientierung haben aber durch andere Flächen begrentzt werden. Vieleicht kannst Du am Stück die 90° Winkel erkennen und so der tatsächlichen Orientierung näher kommen.
Glück Auf!
Josef
Embarak:
Hallo,
Ich möchte diesen älteren thread wieder aufgreifen, nachdem ich beim Händler wieder mal ein interessantes Stück
in verstaubten Kisten entdeckt habe :
Calcit mit Einschlüssen, laut Angabe Schlema, Erzgebirge, 56 x 50 x 30 mm.
Die Einschlüsse sind höchstwahrscheinlich Markasit, bin aber nicht sicher.
Unschwer zu erkennen, daß es sich hier um eine orientierte Verwachsung, Epitaxie handelt !
Habe zum Fundort und in den Seiten zu Einschlüssen und Epitaxie nichts Vergleichbares entdeckt.
Ich würde das Stück gerne besser verstehen. Wo ist hier das Zusammenspiel der Gitterparameter in der Epitaxieebene ? ???
Wachstumsphänomene an Kristallen
Unten noch 2 Detailaufnahmen zur orientierten Verwachsung .
Die Lexikon-Bilder sind noch nicht zugeordnet, da ich sowohl beim Markasit gerne noch Zustimmung hätte,
als auch noch leichte Zweifel zur FO-Angabe habe. Wegen des Fundorts als letzten Anhang auch noch die Rückseite.
Sind solche Funde aus Schlema bekannt?
Gruß
Norbert
Goldi85:
Hallo Norbert,
Ist das wirklich eine Epitaxie? Ich frage mich, ob der Markasit wirklich in einer Richtung orientiert aufgewachsen ist oder ob er nur bevorzugt auf den Kristallkanten gewachsen ist.
Gruß Daniel
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