Hallo,
ich möchte mal wieder ein ungewöhnliches Wachstumsphänomen einstellen und zwar einen Ring.
WERNER LIEBER beschreibt diese Ringe in seinem Buch "Kristalle - Schönheit durch Fehler" mit sehr guten Fotos, zitiert einige Theorien und fügt hinzu: "Strukturell kann das nicht begründet sein."
Eine noch sehr wage Theorie von mir dazu wäre, dass sich unter einer der monoklinen Endflächen eine Struktur mit leicht abweichenden Gitterparametern bildete und dadurch der nadelige Kristall gekrümmt wuchs. Der Radius der Krümmung wäre von der Dicke der Nadel und der Größe der abweichenden Struktur abhängig. Wenn der Kristall gleichmäßig und symmetrisch weiter wächst, schließt er sich zu einem Ring. Wenn nicht gibt es nur ein Knäuel oder eine 8 oder eine Spirale....
Wie, außer über Realstrukturphänomene, soll sich das begründen lassen?

Wachstumsphänomene an Kristallen

Wachstumsphänomene an Kristallen
Grüße Josef