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STEINSÄGE: Fliesensäge, Dremel, Flex.... bin verwirrt -_-
Steinschlichter:
Hallo Forum,
ich schleife und poliere bisher Steine aus Flüssen von Hand.
Nun möchte ich mich aber auch an andere Steine und Mineralien heranwagen.
Ohne sie zu zersägen komme ich aber nicht weiter, wie ich gemerkt habe (zerteilen mittels Geologenhammer bringt nicht das gewünschte Ergebnis).
Ich habe bereits einiges im Internet und hier im Forum über Steinsägen gelesen aber mir sind ein paar Dinge noch nicht klar, hoffentlich könnt Ihr mir helfen (wahrscheinlich gähnt jeder altgediente Sammler und Schleifer beim Threadbetreff "Steinsäge").
GANZ WICHTIG: ich werde die Maschine in einer Mietwohnung betreiben!
Meine Wunschmaschine wäre also leise und sauber.
So ganz wird das natürlich nicht klappen. jedoch habe ich darauf zwangsweise immer ein Augenmerk. Ein sehr lauter oder sehr schmutziger Sägevorgang ist also für mich ausgeschlossen.
Hier mein Wissensstand (der vielleicht falsch ist) und meine Fragen:
1. FLIESENSÄGE
Es wird Anfängern immer wieder eine Fliesensäge (Baumarkt) empfohlen.
Schlecht daran scheint in erster Linie das breite Blatt zu sein = viel Materialverlust.
Gibt es sonst keinen Nachteil? Läuft sie schneller, als eigentlich erwünscht?
2. TRENNSCHLEIFER, Flex
Anscheinend haben manche auch schon mit einer Flex gearbeitet. Da kommt dann wohl nur eine mit Drehzahlregelung in Frage. Allerdings müsste ich ja auch kühlen mit Wasser, also bräuchte man wohl einen dafür ausgelegten Trennschleifer? Drehzahlgeregelte gibt es ab ca. 80Euro. Da bin ich wohl mit der Fliesensäge besser dran?
3. DREMEL, Minischleifer
Ich habe in einem Video auf Youtube gesehen, wie jemand mit einer montierten Dremel o. Ähnl. Recht flott einen Halbedelstein zerteilt hat.
Das schien mir recht elegant, weil die Maschine preisgünstig ist, wenig Platz weg nimmt und nicht so laut ist, wie eine große Maschine.
Allerdings wurde ohne Kühlung gesägt. Das staubt doch dann ohne Ende?
Ich hätte mir vorgestellt, ein großes Plastikfaß als „Arbeitskabine“ zu verwenden. Ich würde also den Trennprozess in dem Faß machen, z.B. mittels großem Loch vorne und zwei seitlichen Eingriffslöchern. Am Faß würde ich einen Anschluß anbringen für einen Haushaltsstaubsauger.
Vielleicht auch eine Einrichtung, die Wasser auf die Scheibe tröpfelt- aber ob eine Dremel sowas mitmacht?
4. „Richtige“ Steinsäge
Z. B. http://www.steinschleifmaschinen.at/index.php?pagenr=2
„Hersteller INLAND
Modell Swap Top Steinsäge
Bachsteineschneiden,Mineralienschneiden,Edelsteinschneiden,
Keramikschneiden,Fosilienschneiden,Glasschneiden
Auch zweckmäßig als Zweitsäge für kleinere Trimmarbeiten bzw. für den Schmuckschleifer, der keine großen Schnittiefen benötigt.
Preis 236 Euro.“
Frage: ist so eine Säge sehr laut?
5. ALGE Edelsteinbearbeitungszentrum
Kürzlich wurde hier im Forum ein ALGE Edelsteinbearbeitungszentrum verkauft- etwas in der Art wäre wohl meine Traummaschine gewesen.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,29970.msg231229.html#msg231229
Mir scheint, dass die DREMEL-Lösung die realistischste wäre (abgesehen von einem ALGE-Glückskauf).
Ich könnte mit dem Dremel ja auch noch Schleifarbeiten ausführen.
Oder sehe ich das zu optimistisch?
Vielen Dank im Vorraus für Antworten!
Gruß
Richard
Steinschlichter:
Hallo Forum,
hier noch ein paar Zusatzinfos:
Ich möchte nicht nur Flußsteine bearbeiten, sondern habe mir auch Rohhalbedelsteine gekauft (unter anderem Jaspis und Tigerauge).
Diese Brocken sind z.T. so groß, wie eine Männerfaust.
Was ist übrigens von einem "normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt zu halten? Sind die Schleifscheiben für Gestein geeignet oder nur für Stahl?
Danke
Gruß
Richard
Jörg:
Hallo Richard,
das mit einem "lauten und schmutzigen Sägevorgang" wird sich kaum vermeiden lassen.
- Flex staubt wie hulle, und wird sich schlecht mit Wasserstrahl kühlen lassen (Ablenkung), es sei denn, Du bastelst ein Tauchbad. Doch dann müsste die Flex fest monitert werden. Wäre nicht ganz ungefährlich.
- Dann eher eine Fliesensäge. Doch die ist auch sehr laut, und das Wasser spritzt Dir heftig entgegen.
- Dremel bei Faußtgröße halte ich für zu klein. Das Sägeblatt sollte in der Schnitthöhe schon Steingröße haben.
Innerhalb der Wohnung wäre eine ALGE und Co. schon das Richtige (Lautstärke etwas moderater, Wasserrücklauf mittels Plexiglasabdeckung kein Problem).
--- Zitat ---"normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt
--- Ende Zitat ---
Nicht verkehrt. Du kannst ja mal bei einem Steinmetz anfragen, ob sie Dir alte gebrauchte Korundscheiben überlassen. Die sind an dem schmalen Ende meist recht gut erhalten, da sie oft mit der flachen Seite Flächen schleifen. Problem hier, Du musst Dir eine Aufnahme (Hülse?) für die Aufnahme basteln, da die Dinger mit einer kleinen Flex betrieben werden.
Alternative: Kannst Du nicht bei einem Freund mit Außengelände sägen? Dann würde auch eine große Flex ausreichen, wenn Du nur Stücke zum Schleifen absägen möchtest. Sägeblatt für Granit drauf, dann kannst Du sie mit hoher Drehzahl und ungekühlt laufen lassen. Die Steine mit einer Zwinge befestigen.
Aber Vorsicht, ist nicht ganz ungefährlich. Ab und zu fliegt einem schon mal was um die Ohren.
Doch für das Sägen mit wenig Schnittverlust kommt wohl nur was professionelles in Farge.
Glück Auf!
jörg
Krizu:
Hallo,
da sich keiner der Fachleute meldet, meine Meinung als Laie:
- Das Sägen kannst du in der Wohnung meiner Meinung nach wege ndes Wassernebels mit Schleifstaub und den Spritzern knicken.
- Einfaches Flexen geht, aber verbrennt den Stein und geht garantiert nicht in der Wohnung. Wenn ich Steine (Beton) flexe parke ich sogar das Auto um.
- Dremel ist bis zu welchem Scheibendurchmesser zu verwenden? eher im 1"-Bereich also 2cm Schnitttiefe ohne verkanten. Es gibt auch weiche Steine ;-)
Du musst Dir darüber klar sein: Das Schnittvolumen gelangt als Staub in den Raum oder ins Wasser. Ein Staubsauger wird auch nicht die feinen Partikel immer zurückhalten.
Also meine Meinung: Lass es im Auftrag machen.
MfG
Frank
Lausitz:
Hallo Steinschlichter
--- Zitat ---1. FLIESENSÄGE
Es wird Anfängern immer wieder eine Fliesensäge (Baumarkt) empfohlen.
Schlecht daran scheint in erster Linie das breite Blatt zu sein = viel Materialverlust.
Gibt es sonst keinen Nachteil? Läuft sie schneller, als eigentlich erwünscht?
--- Ende Zitat ---
ein breites Blatt ist gegen ein schmaleres austauschbar,dazu braucht es eine entsprechende Blattaufnahme für die Welle. Für eine Schlosserei in deiner Nähe kein Problem wenn du es selbst nicht bewerkstelligen kannst.
Allerdings braucht es einer ständigen Kühlung des Schnittgutes sowie Blatt, keine Ahnung ob es Fliesenschneider in solchen Ausführungen gibt.
--- Zitat --- TRENNSCHLEIFER, Flex
Anscheinend haben manche auch schon mit einer Flex gearbeitet. Da kommt dann wohl nur eine mit Drehzahlregelung in Frage. Allerdings müsste ich ja auch kühlen mit Wasser, also bräuchte man wohl einen dafür ausgelegten Trennschleifer? Drehzahlgeregelte gibt es ab ca. 80Euro. Da bin ich wohl mit der Fliesensäge besser dran?
--- Ende Zitat ---
mit ner Flex nen Stein zersägen kommt Selbstverstümmelung gleich, laß das besser. Für den Dremel gilt das selbe.
--- Zitat ---Was ist übrigens von einem "normalen" Schleifbock aus dem Baumarkt zu halten? Sind die Schleifscheiben für Gestein geeignet oder nur für Stahl?
--- Ende Zitat ---
Schleifscheiben aus Korund sind nicht hart genug für deine angedachten Jaspise, evtl. Chalzedone oder andere Quarze.
Siliziumkarbid eignet sich da besser, sind aber nicht billig. Soweit ich weiß hat ein handelsüblicher Baumarktschleifbock keine Wasserkühlung, nur ist diese zum Staubbinden unerläßlich, sonst ist deine Wohnungseinrichtung bald mit einer weißen Steinstaubschicht überzogen. Von den gesundheitlichen Bedenken ganz zu schweigen.
--- Zitat ---nnerhalb der Wohnung wäre eine ALGE und Co. schon das Richtige (Lautstärke etwas moderater, Wasserrücklauf mittels Plexiglasabdeckung kein Problem).
--- Ende Zitat ---
ist vieleicht ne gute Lösung, aber bedenke das es für deine Mietwohnung auch einen Vermieter gibt und ob dem gefällt das seine Wohnung als Steinbearbeitungswerkstatt herhalten muß??
--- Zitat ---Also meine Meinung: Lass es im Auftrag machen.
--- Ende Zitat ---
ist in deinen Fall die beste Lösung.
Besten Gruß
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