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Gläser für Steinsalz

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smoeller:
Hallo,

@Hg: Meines Wissens (siehe ein paar Beiträge weiter oben) ist es tatsächlich Magnesiumchlorid. Leider hab' ich die Literaturangabe gerade nicht mehr im Kopf, war aber ein Mineralogiebuch.

Calciumchlorid geht aber auch ganz gut. Am extremsten ist meines Wissens Tachyhydrit (von griech: schnell wässernd), CaMg2Cl6*12H2O. Das Zeug ist so hygroskopisch, dass es praktisch untertage gleich an Ort und Stelle in ein wasserfreies Vakuum verpackt werden müsste. Einmal anhauchen im Salzstock in situ reicht und es zerfließt, trotz geringster Luftfeuchtigkeit im Stollen und tonnenweise Salz drum rum.

Glück Auf!
Smoeller

Salzhase:
Hallo,
ich bin zwar neu hier will aber auch mal meinen Senf dazu geben
Um eine Stufe dieser Größe aufzubewahren kommen nur Präparategläser oder Aquariengläser in betracht
Präparateglas:in dieser Größe Preis ca. 300€
Aquarienglas: Preisgünstig,in jedem Zoohandel in verschieden Größen erhältlich
Ich verwende hauptsächlich Aquariengläser.
Vorbereitung:Zurechtschneiden eines passenden Abdeckglases, Silikon essigvernetzend aus dem Baumarkt
Stufe langsam!!! im Backofen auf 65-70*C erwärmen,Dauer:etwa 45 min
danach die Stufe sofort im Aquarium mit Silikon befestigen, auf den Aquarienrand Silikon auftragen-Abdeckglas drauf-fertig
Ich übernehme keine Garantie dafür das die Stufe im Ofen nicht zerspringt!
Gruß
Salzhase

Goldzwerg:
Hallo
Ich weiss, dass früher Präparate oft in Schliffgläsern aufbewahrt wurden. Leider sind diese Schliffe kaum gasdicht (die neuen Normschliffe zwar etwas besser, die alten jedoch ganz schlecht). Zumindest müsste man beim Verschliessen dieser Schliffgläser Silkonfett (z.B. solches für Exsikkatoren) in den Schliff geben.
Ich würde solche Mineralien in einer Klarsichtdose aufbewahren und den Boden versiegeln, z.B. mit Silikon. Von essigsäurevernetzendem Silkon würde ich aber abraten. Man hat dann in der Dose eine saure Essigsäure-Atmosphäre. Wie sich das auf Dauer auf das Mineral auswirkt kann ich nicht sagen, aber optimal ist es nicht.
Erwärmen würde ich das Mineral nicht. Beim Erwärmen kann es neben den sowieso auftretenden thermisch-mechanischen Spannungen auch noch zu unerwünschter Dehydratation von Kristallwasser aus Verbindungen kommen. Da sich dadurch auch das Kristallgefüge ändert kann das zum Zerspringen von Kristallen und/oder Veränderung an der Matrix führen.
beste Grüße
Goldzwerg

Kluftknacker:

--- Zitat von: Goldzwerg am 03 Nov 12, 10:27 ---Ich würde solche Mineralien in einer Klarsichtdose aufbewahren und den Boden versiegeln
--- Ende Zitat ---

Jau,
meine Salze liegen seit 28 Jahren in leeren Marmeladen- und Gurkengläsern - mit den normalen Schraubdeckeln ohne weitere Abdichtung  - stabil vorsichhin. Nicht gerade schön, aber praktisch und unglaublich preiswert. Entscheidend ist hier die trockene Lagerung innerhalb normaler Wohnräume.

Kluftknacker

cmd.powell:
Hi

Für normale Salzstufen ist ein Aufbewahren in Luftdichten Dosen meist nicht nötig, besonders, wenn sie eh schon einige Zeit ohne Schutz in der Vitrine o.ä. gestanden haben. Die abgebildete Salzstufe sollte sicher sein. Wenn ein Salz hygroskopisch ist, hat man in kurzer Zeit einen schmirigen Film auf den Kristallen. In trockenen Räumen können sogar Carnallitstufen offen gelagert werden, allerdings würde ich das nicht empfehlen, da an regnerischen Tagen die Luffeuchte leicht mal den kritischen Wert übersteigen kann und dann hat man Pfützen.
Die Normschliffe sind zwar schon recht gut, aber leider auch nicht wirklich dicht. Ohne Silikonfett kann man die Stücke auch gleich draußen stehen lassen ! Für extrem hygroskopische Minerale hilft auf dauer eh nur Einschmelzen in Glaskolben oder Lagerung über Silikagel. Aber Achtung: Das Silikagel muß regelmäßig gewechselt werden, am Besten gleich solches mit Feuchtigkeitsindikator nehmen, dann sieht man, wenn ein Wechsel nötig ist.
Letztlich hängt das alles vom Mineral ab, welches gelagert werden soll. Hier hilft nur Literatur wälzen oder ausprobieren und regelmäßige Kontrolle. Manche Mineral ziehen sehr langsam Wasser und wandeln sich entsprechend langsam um; Da sieht man nach einer Woche noch nichts, aber nach einem Jahr ist die Stufe hin (z.B. die Fumarolenmineral vom Tolbachik).

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