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Neues Mineralienportrait - Granate und Granat-Supergruppe
Jörg:
Hallo Peter,
ich habe schon mal etwas quergelesen und muss sagen: Hut ab!
Da steckt eine Menge Arbeit drin.
Bei uns wird der 1. Weihnachtstag ruhig verlaufen, werde ich mir dann als Schmankerl gönnen.
Glück Auf!
Jörg
stoanklopfer:
--- Zitat ---die Zillertaler Granate werden erwähnt!
--- Ende Zitat ---
...sorry, überlesen...
Moondog:
Hallo Peter,
Ein sehr gelungenes Portrait! Nur einige Kristallographische Bemerkungen:
Ikositetraeder gibt es mehrere, nebst {211} z.B. auch {311}, {433} usw. In Goldschmidt "Atlas der Kristallformen" sind diese und Andere auch für Granat angegeben. Ich nehme aber an das diese ziemlich selten sind.
Zwillinge:
Die abgebildeten Granate sind meiner Meinung willkürlich oder parallel verwachsene Kristalle und keine Zwillinge. Insofern ich weis sind auch keine Zwillingsgesetze bekannt für die isometrische Granate. Der Uwarowit ist laut Unterschrift ein Titanit.
Der allgemeine Definition halte ich für teilweise ungenau.
Gruß, Mark.
Manfred Früchtl:
Hallo Peter
Ein sehr interessantes gutes Portrait, da muss man öfters reinschauen.
Dir und Deinem Team vielen Dank dafür.
Ich kann auch noch was Interessantes zeigen.
Da Granat muschelig bricht, war er eigentlich wenig geeignet in Fibeln und Schmuck, von der Antike bis zur Merowingerzeit verarbeitet zu werden. Es wurde lange von Archäologen nach einem Schleifzentrum gesucht und nicht gefunden. Aber es gibt eine Fundregion in Indien, Rajmahal, in welcher Granate zu finden sind, die sich in dünne Plättchen spalten lassen.
Dies war schon in der Antike bekannt und wurde durch Händler über das Römische Reich bis zu unseren Vorfahren gebracht.
Bei einem sensationellen Fund 2005 in Unterhaching nahe am Hachinger Bach, wurden Familiengräber aus der Zeit um 500 n. Chr. freigelegt. Dies war die Epoche, in der sich der Stamm der Bajuwaren zu formieren beginnt.
In Grab 5, ein Frauengrab wurden neben andern wertvollen Grabbeigaben, auch zwei ca. 6cm große Scheibenfibeln von einmaliger Schönheit gefunden.
Diese zeigen vier Adler deren Flügel aus Granat, die Brust und der Kopf aus Malachit und darin eine Perle, das Auge und der Schnabel sind aus Glas. Das ganze auf einer vergoldeten Bronzeplatte. Durch Untersuchungen konnte die Herkunft der Frau und Ihrer Tochter auf Oberitalien festgelegt werden. Sie war wahrscheinlich eine Tochter oder Enkelin des Ostgotenkönigs Theoderich, welcher gute Beziehungen zum frühbajuwarischen Adel hatte und hierher verheiratet war.
Der Granat aus diesen Gräbern konnte durch Analysen einwandfrei dem Granat aus Rajmahal zugeordnet werden.
Alle Funde sind in der Archäologischer Staatssammlung München untergebracht.
Die nachfolgenden Bilder zeigen.
1. Eine Scheibenfibel im Original, gereinigt.
2. Eine Scheibenfibel als Replik
3. Den Granat aus Rajmahal, der die gleiche ch. Zusammensetzung wie die der Fibeln hat.
Schöne Feiertage
Manfred
Neues Mineralienportrait - Granate und Granat-Supergruppe
Rockhounder:
--- Zitat von: Moondog am 22 Dec 12, 23:16 ---
Die abgebildeten Granate sind meiner Meinung willkürlich oder parallel verwachsene Kristalle und keine Zwillinge.
--- Ende Zitat ---
Da ich auch noch nie etwas von Zwillingen beim Granat gehört habe,würde mich mal interessieren welches Gesetz
da vorliegt bzw.nach welchen Flächen die xx verzwillingt sind.
Gibt es da Literatur oder Links drüber?
Gruß Norbert
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