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Autor Thema: remanenter Magnetismus im Bernstein ??  (Gelesen 11387 mal)

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Offline Stefan

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #15 am: 27 Jan 13, 12:19 »
Unser Auditorium ist sehr skeptisch bezüglich wissenschaftlich schwer haltbarer Aussagen die aber den Anspruch andeuten als Fakten gesichert zu sein. Das Zitieren und aufführen von Studien und Untersuchungen die in keinem konkreten Zusammenhang stehen und damit als Beweis keinen Halt haben, kommt bei unkritischen Personen vermutlich gut an. Hier führt es leider bei einigen Kollgen zu emotionalen und sarkastische Reaktionen, was auch nicht im Sinn dieses Forums ist.

Hr. Betz, sie stellen sich hier einem Personenkreis der sehr kritisch jede Aussage hinterfagen wird. Wir möchten solche Diskussionen nicht im Keim ersticken, aber nur um Pseudowissenschaften zu verbreiten sind wir ganz sicher der falsche Platz. Wenn Sie ernsthaft daran interessiert sind etwas zu lernen, müssen Sie im Umkehrschluss auch die Erkenntnis in Ihre Webseite übernehmen.

Eine kleine Anmerkung noch: Ich hatte gerade ein Kernspinnuntersuchung bei der ich mit 1,5 Tesla untersucht wurde. Ich konnte kein kribbeln oder andere wahrnehmbare Wirkungen während der Untersuchung feststellen (mal vom Lärm und etwaiger Vibrationen (nicht kribbeln!) des Gerätes abgesehen).

Das ist ca. 45.000 mal so stark wie das durchschnittliche Erdmangenetfeld. Insofern, welche Wirkung erwarten Sie von einem Bernstein, der nicht mal eine Kompassnadel ablenkt.

Besten Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 27 Jan 13, 12:39 von Stefan »

Offline nwsachse

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #16 am: 27 Jan 13, 12:56 »
Ich gehe mal zum Anfang des Themas zurück:
Zitat
...Da Bernstein auch als Heilstein verwendet wurde...
bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass jemals irgendeine Heilwirkung erzielt wurde.

nwsachse

Offline Geomaxx

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #17 am: 27 Jan 13, 14:07 »
Hi,
nach meinen Erfahrungen hat minimal-remanent magnetischer Bernstein sehr wohl Heilwirkung:
Er heilt auf'n'Schag die abgemagerten Portemonnaies seiner Jünger.
Glück Auf!
GEOMAXX

Offline berthold

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #18 am: 27 Jan 13, 16:54 »
Hallo,

Zitat
Auf der Suche nach der chemisch/physikalischen Wahrheit


schön, nur die kann man sich nicht zurechtbasteln wie man möchte. Also nochmal die Frage zum remanenten Magnetismus im Bernstein:

Zitat
Beim "Rösten" von Pyrit (Erhitzen von FeS2 in Gegenwart von Luft), entsteht Fe(III)-oxid und SO2.
ja, in Gegenwart von Luft (Sauerstoff), aber unter Luftabschluss im Bernstein?
Zitat
Es enstehen Magnetkügelchen !! aber erst bei großer Hitze
So hoch müssen wir nicht gehen. Ab einer Temperaturvon 570 °C wandelt sich Pyrit in Pyrrhotin (ggf. remanent magnetischer) um.
Das Problem ist nur,  oberhalb von 300 °C beginnt sich Bernstein sich zu zersetzen. Also kurz gesagt, aus möglicherweise im Bernstein vorhandenen Pyrit kann durch Hitze zwar  Pyrrhotin (oder bei noch höheren Temperaturen (über 700°C) Magnatit werden, doch haben wir dann keinen Bernstein mehr, der ist schon bei 300°C über den Jordan gegangen. Die Frage nach der dazu notwendigen Wäremquelle will ich auch noch in dem Raum stellen.

Zitat
es muss natürlich heißen: Wenn Magnetfelder quer zum Blutfluss vorliegen, entsteht im Blut der Halleffekt.
Die Felder müssen nicht stark sein!!

Gegen wir aber dennoch davon aus, dass es einen remanent magnetischen Bernstein gäbe, und rechnen wir den Halleffekt doch mal durch, dazu sind einige Annahmen nötig:
- Blutfließgeschwindigkeit XXX cm/s
- Durchmesser der Ader: YYY mm
- wirksame magnetisch Feldstärke ZZZ µT
- optimale Ausrichtung des Magnetfelds quer zum Blutfluss

So, und jetzt mal realistische Werte einsetzen, Formelsammlung suchen, Taschenrechner und Hirn einschalten und rechnen. Ich komme auf eine Hallspannung in der Größenordnung von sicher weniger als einem Millionstel Volt.

Offene Fragen sind aber noch:
- die diamagnetische Eigenschaft unseres Körpers  (verdrängt ein externes Magnetfeld aus dem Körper)
- welche Rezeptoren könnten die Spannung wahrmehmbar machen?
- Überlagerung durch andere Spannungsquellen

Was bleibt?
- remanent magnetischer Bernstein via Pyrit geht nicht
- die Größenordnung des Halleffekts - selbst wenn es einen remanent magnetischen Bernstein gäbe - geht gegen null.

Gruß
Berthold

Offline Goldi85

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #19 am: 27 Jan 13, 17:16 »
aber warum ausgerechnet Pyrit in Bernstein?  ???

Offline berthold

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #20 am: 27 Jan 13, 17:21 »
Hallo,

Zitat
aber warum ausgerechnet Pyrit in Bernstein?

gute Frage. Wenn es ein magnetischer Bernstein werden soll (oder muss), was käme sonst noch in Frage?

Gruß
Berthold

Wolfgang Beetz

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #21 am: 27 Jan 13, 19:00 »
Hallo,

mit so viel Resonanz habe ich gar nicht gerechnet.

Vorab, ich behaupte nicht, dass Bernstein magnetisch ist, ich suche und suchte nur für die medizische Wirkung eine Erklärung. Dazu zählt eben auch der Magetismus. Weil - wie hier im Forum von jemand ausgeführt - Bernstein Pyrit enthält, habe mich mit der Pyritoxidation etwas beschäftigt. Das ist aber derart vielfältig, dass ich ich nur kurz zitieren möchte.

http://portal.uni-freiburg.de/ag-gescher/topics/pyrit

http://forum.untertage.com/viewtopic.php?f=17&t=3433

Die Oxidation von Pyrit bzw. Markasit ist unter natürlichen Bedingungen kein rein chemischer Vorgang, sondern überwiegend bakteriell bedingt. Chemoautotrophe Bakterien wie Thiobacillus ferrooxidans und T. thiooxidans besiedeln gerne Eisensulfide. Sie schaffen die für sie optimalen Bedingungen von 15 - 30°C und einen pH-Wert von 2 - 3 selber und beschleunigen dadurch die Eisensulfidzersetzung stark. Bei ungenügender Wärmeabfuhr kann dann die Temperatur recht schnell ansteigen und die chemische Eisensulfidzersetzung gewinnt an Bedeutung. Lebensfähig sind die Bakterien bis mindestens 75°C.

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Die Oxidation von FeS2 funktioniert auch ohne Bakterien. Wichtig ist nur, dass bei ausreichender Sauerstoffzufuhr ein Waermestau ensteht. Der Temperaturanstieg kann jedoch durch verschiedene Faktoren (z.B. Bakterien) beschleunigt werden.
Fuer FeS2 gilt folgende Formel mit exothermen Ergebnis:

2FeS2+7O2+2H2O -> 2FeSO4+2H2SO4+10.86 MJ/kg
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Es liegt also nahe, dass zumindest die Oberfläche des Bersnteins mit ferromagnetischen Molekülen ausgestattet ist.
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Zum Halleffekt im Blut.

Wieviele magnetische Atome benötigt man, um Blutmoleküle zu jonisieren?? 
Das muss man ja nicht unbedingt messen können. Empfindliche Menschen spüren aber diese magnetischen Einflüsse.

Erfahrungsgemäß muss man viele verschiedene magnetische Richtungen (Polungen) auf die Haut auflegen, um etwas zu spüren.

Eine Nord - Südrichtung, wie bei der MRT bewirkt bezüglich des Spürens vermutlich nicht viel.

Hierzu noch ein mal ein Zitat aus:

http://www.medizinfo.de/magnetfeldtherapie/magnetismus/hall_effekt.shtml
Verbesserte Mikrozirkulation beruht auf dem Hall-Effekt

Bedeutsam ist dies z. B. für das menschliche Blut , das ein eher schlechter Leiter ist. Im Rahmen der Magnetfeldtherapie wird häufig eine Verbesserung der Mikrozirkulation, bzw. eine Erweiterung der feinen Blutgefäße beobachtet. Für diese Beobachtung ist maßgeblich der Hall-Effekt verantwortlich.

Ich persönlich spüre auch nie etwas, aber meine Frau flüchtete z. B. vor diesem strukturierten Nickel-Fluid sofort.

http://www.beetech.de/technologie-und-wissenschaft/  (Bilder in der Überschrift)

kleine Magnete zum "Strukturieren" und das Fluid (Nickelfluid) kann man hier bestellen.

http://www.supermagnete.de/M-08
Nun mag es genug sein.

Ich möchte mich sehr herzlich für die mir erteilte Aufmerksamkeit bedanken.

Vielleicht berichtet mir der eine oder andere über entsprechenden Experimente und gibt mir vielleicht Tips zum Verbessern meiner Homepage.

Adresse hier: http://www.beetech.de/impressum/

« Letzte Änderung: 28 Jan 13, 09:16 von Stefan »

Offline berthold

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #22 am: 27 Jan 13, 22:40 »
Hallo,

nur unter Missachtung vieler physikalischer Vorgänge könnte durch Pyrit ein remanenter Magnetismus dem Bernstein angedichtet werden.

Man zeige mir einen ferromagnetischen Bernstein.

Nicht möglich? Klappe zu, Affe tot.

Gruß
Berthold

PS: den Begriff "Blutmoleküle" darf ich gegenüber einem Mediziner nicht erwähnen, der würden mich sofort einweisen. Ach ja, hätte ich fast vergessen: Warnung an alle die gerne Bernsteinschmuck tragen - verbrennt euch nicht. Wenn ich dem Vortrag glaube reichen minimale Pyriteinschlüsse damit sich der Bernstein enorm erwärmt.
« Letzte Änderung: 28 Jan 13, 01:03 von berthold »

Wolfgang Beetz

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #23 am: 28 Jan 13, 08:39 »
Hallo berthold,

Sie haben mich nicht ganz richtig verstanden. Ich suchte nach Antworten für Aussagen wie diese:

Zitat aus der WEB-Seite dieses Museums: http://www.ambergallery.lt/de/disp.php?itm=de_museums_3%2Fde_museums_3_11
Die heilenden Eigenschaften und therapeutischen Effekte des Bernsteins beruhen auf den magnetischen Eigenschaften des Bernsteins. Bernstein ist in der Lage, Energie "aufzuladen" und "auszugeben". Er wirkt wie ein Magnet.

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Na ja, "Blutmoleküle" war etwas salopp ausgedrückt. Aber die genannte PDF-Datei über den Halleffekt im Blut kann man wohl schlecht esoterisch nennen.   http://www.mt-load.de/mt3/medmesstech/data/05_Blutfluss-Messung.pdf>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Klappe zu
« Letzte Änderung: 28 Jan 13, 09:15 von Stefan »

Offline Stefan

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Re: remanenter Magnetismus im Bernstein ??
« Antwort #24 am: 28 Jan 13, 09:15 »
Klappe zu trifft es ganz gut.

Ich denke das Thema ist damit ausgereizt und noch mehr Links zu fragwürdigen Seiten die als wissenschaftlich heran gezogen werden wollen wir hier nicht sehen. Wenn Ein Esoteriker den anderen als Referenz heran zieht wird daraus keine Wissenschaft.

Thema beendet!
Besten Gruß Stefan