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Autor Thema: Meißel - Erfahrungen?  (Gelesen 25977 mal)

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Offline fassi

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #15 am: 27 Jan 13, 21:00 »
Zitat
Wie wärs mit diesen Keilmeißeln wo man vorher Loch bohrt , dann Keile rein und wo man dann diesen Dorn reinschlägt - weiß grad nicht mehr wie das heißt ?

Treibkeile ,Spaltkeile .
Funktioniert super - man kann die richtung durch gezieltes setzen der löcher recht präzise wählen .
aber man braucht dazu entweder Strom oder  Akkubohrhämmer .-

Offline loismin

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #16 am: 27 Jan 13, 21:58 »
Hallo.

Aus meiner Erfahrung raus gibts den guten Allzweckmeissel nicht  !
Es hilft einfach nichts, weil man nie sagen kann ob man gerade wenn man am Berg ist extrem hartes silifiziertes Gestein bearbeiten muß oder
aber nur zähes Gestein , wo man den Meissel reintreibt aber überhaupt keine Treibwirkung hat.
Da hilft nur verschiedene Meissel mitzunehmen.
Und wer schon mal in Schwaz im silifizierten Dolomit gearbeitet hat kann ein Lied davon singen wieviel Meissel man da braucht, der
Dolomit bricht immer relativ kurz und im rechten Winkel und das mag keine neue Meisselspitze und wenn der Sathl noch so gut ist.
Ich habe mir für die Strahlertouren mal die Spitzmeissel von Hilti für den Hiltihammer ( dünn und lang ) hergerichtet und das Schlagende
geglüht um es weicher zu machen.
Hat hervorragend funktioniert, die Spitze haält hier ewig , nur muß man ab und an mal den Bart vom Schlagen wegschleifen !!
Ist aber sehr teuer, wars mir aber wert, da ich am Berg keine 4 Meissel raufschleppen will !!
Von Widia halte ich da gar nichts, als spitzer Messel ist der Widia für die Kraft, die auf die angelötete Stelle wirkt viel zu groß
und er wird entweder rausfliegen oder er biegt sich an der Anlötstelle !!
Die Widiameissel sind für die Maschinen gedacht, wo immer der gleichmäßige Schlag der Maschine kommt und ansonsten nicht zu gebrauchen.
Unterschiede sind natürlich auch die verschiedenen Schlagwerkzeuge.
Will ich mit einem Vorschlaghammer draufdonnern gehts halt nicht mit einem 12mm Stahl !!
Ich habe in letzter Zeit viel mit kurzen Dako Meisseln gearbeitet, aber da waren auch immer wieder welche dabei,
die recht schnell die Spitze verloren haben .

loismin

Offline mineralien-weiderer

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #17 am: 28 Jan 13, 07:50 »

Von Widia halte ich da gar nichts, als spitzer Messel ist der Widia für die Kraft, die auf die angelötete Stelle wirkt viel zu groß
und er wird entweder rausfliegen oder er biegt sich an der Anlötstelle !!
Die Widiameissel sind für die Maschinen gedacht, wo immer der gleichmäßige Schlag der Maschine kommt und ansonsten nicht zu gebrauchen.
Unterschiede sind natürlich auch die verschiedenen Schlagwerkzeuge.
Will ich mit einem Vorschlaghammer draufdonnern gehts halt nicht mit einem 12mm Stahl !!
Ich habe in letzter Zeit viel mit kurzen Dako Meisseln gearbeitet, aber da waren auch immer wieder welche dabei,
die recht schnell die Spitze verloren haben .

loismin

Ich arbeite täglich mit Widea und muss dir leider wiedersprechen. Er fliegt nicht raus und er biegt sich nicht.

Die Widea-meißel sind nicht nur für Maschinen gedacht, es gibt auch welches zur Handbearbeitung.
Bin Steinmetz-und Steinbildhauer und bearbeite manche sachen auch noch mit Hand.
Wenn dir das Widea flöten geht liegt es eher nicht am Widea selbst. Entweder war das Eisen stumpf oder zu heißoder falsch geschliffen.
Auch die Wahl des richtigen Werkzeugs ist aussschlaggebend. Wenn man ein Schrifteisen zum Sprengeisen missbraucht kann das schon mal schief gehen.

Offline helgesteen

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #18 am: 28 Jan 13, 18:44 »
Hallo zusammen,

vielen Dank für das reiche Feedback! Ich hatte schon vorher vor, dem örtlichen Schmied testweise einige alte Meißel zum schärfen zu geben. Eure Rückmeldung zeigt, dass das einen Versuch wert ist. Bei Erfolg werde ich dann wohl auch eine ganze Testreihe machen, um das Ergebnis noch zu optimieren.

@ Frank: Der Tip mit den Stubai-Meißeln klingt gut. Sind schon bestellt - die Preise liegen nur wenig über denen von sonstigen Herstellern...

Viele Grüße,
Helge

Offline strahler1975

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #19 am: 29 Jan 13, 02:39 »
Probier die Stubaimeissel mal aus - wirst sehen was da los ist.
Am effektivsten setzen wir den 3,5Kg Friskars(Schleichwerbung) Vorschlaghammer in Verbindung mit Stubaimeisseln (Schleichwerbung) zu zweit ein.
Einer setzt den Meissel an und hält ihn mit einer guten Gedore-Pumpenzange (Schleichwerbung) an Ort und Stelle - der zweite haut mit dem Fiskars volle drauf (insofern treffsicherheit vorhanden).
Und ab geht die Felsumkrempelung.
Wenn ich alleine unterwegs bin nehme ich einen Makita-Bohrhammer (Schleichwerbung)mit zwei Akkus mit und Bohre 12mm Löcher vor um den Meissel festzusetzen und hau dann wieder mit dem Fiskars drauf.

Falls du GRÖSSERES vorhast hätte ich einen 50ccm Benzinbohrhammer mit Flach und Spitzmeissel sowie mit 16mm - 24mm - 36mm und 42mm Bohrern für Quellstoffladung abzugeben.

Glück Auf!!!
Frank
« Letzte Änderung: 29 Jan 13, 02:45 von strahler1975 »

Offline Brodi69

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #20 am: 29 Jan 13, 07:43 »

Die erste Antwort hat es eigentlich schon auf den Punkt gebracht. Alle anderen haben dies mit Ihren eigenen Erfahrungen in den unterschiedlichen Gesteinen bestätigt: Jeder Stein hat seinen eigenen Meissel ! Das kann auch ich nach über 20 Jahren Strahlerei bestätigen. Ab und zu bricht auch mir ein Meissel ab, selten zwar, aber es passiert immer wieder mal und gehört dazu.

Mehrheitlich benutze ich in Zusammenhang mit einem Handfäustel sehr spitze Meissel, die haben eine gute Spaltfähigkeit, wenn den bestehenden Rissen entlang gearbeitet wird. Diese eignen sich aber gar nicht für rissloses hartes Gestein, hier ist ein Mittelspitzer sehr harter Meissel sinnvoll. Im risslosen Kalkstein wiederum sind eher kurze Spitzen (wie z.B. Estwing) sinnvoll.

Wie ich bei mich begleitenden Personen festgestellt habe, ist der Vortrieb und die Dauerhaftigkeit eines Meissels nicht in erster Linie vom Meissel abhängig, sondern vom Arbeitenden. Auch der beste Meissel nützt nichts, wenn er falsch eingesetzt wird. Die gute Beobachtung des Gesteins, dessen Spaltrichtung, die Rissverläufe etc. sind ausschlaggebend für den Erfolg beim Vortrieb. Ich habe nie mehr als drei Meissel dabei, das war noch immer ausreichend.

Grüsse
Christian

Offline Volker66

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #21 am: 29 Jan 13, 16:46 »
Hallo Frank !

Was genau ist eine Quellstoffladung ?
   

Gruß Volker

Offline michaelh

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #22 am: 29 Jan 13, 17:28 »
Hallo Volker,
das klingt nach einem Material (Chemikalie?) welche in die Bohrlöcher gestopft wird und dann quillt.
Liege ich da richtig Frank?

Früher wurde doch teilweise auch so gearbeitet. Ein Loch wurde in den Fels gebohrt, ein Holzpflock wurde eingeschlagen und das Ende mit Wasser übergossen. Der Pflock ist dann aufgequollen und hat den Fels gesprengt.

Grüße

Michael

Offline Axinit

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #23 am: 29 Jan 13, 17:40 »
Hallo Frank !

Was genau ist eine Quellstoffladung ?
   

Gruß Volker

Dies ist Quellzement  ;). Schau'mal hier: http://www.stone-tec.de/Steintechnik/Quellzement/quellzement.html

GA

Harald

Offline helgesteen

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #24 am: 29 Jan 13, 21:10 »
Hallo Frank,

Probier die Stubaimeissel mal aus - wirst sehen was da los ist.

Werde ich machen - ich bin gespannt! 

Zitat
Falls du GRÖSSERES vorhast hätte ich einen 50ccm Benzinbohrhammer mit Flach und Spitzmeissel sowie mit 16mm - 24mm - 36mm und 42mm Bohrern für Quellstoffladung abzugeben.

Manchmal wäre so ein Teil cool, allerdings bin ich bis jetzt mit Handarbeit ganz gut zurechtgekommen (alleine oder zu zweit). Das ist dann die künftige Ausbaustufe ;)

Viele Grüße,
Helge

Offline HBreuer

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Quarz-Porphyr : Welche Art Meißel für Schlagbohrhammer ?
« Antwort #25 am: 22 Apr 17, 19:08 »
Hallo zusammen, vielleicht kann mir jemand die geeignete Meißel-Qualität und Fabrikat empfehlen, welches geeignet ist, um Fels, bestehend aus Quarz-Porphyr aufzubrechen ?  Das letztemal hatte ich Betonschlagbohrmeißel von Widia verwendet. Die waren innerhalb von einer Minute hinüber. Spitzen einfach verglüht. Hatte zuvor mit 10mm versucht vorzubohren, doch kam nur einen Zentimeter weit, da war die Spitze schon hinüber, verglüht. Anschließend mit 22m Durchmesser versucht, kam nur 1cm tiefer, dann das gleiche Ergebnis. Wollte den Fels mittels Treibkeilen spalten.  Frust bei mir. Dafür hatte ich den schweren Akku-Bohrhammer samt Meißel zur Fundstelle geschleppt.

Bei den Baumärkten gibt es m.E. nichts Gescheites an Schlagbohrern. Maximal für Granit - Beton. Aber Quarz ist härter. War sogar in einem hiesigen Werkzeug-Fachhandel, aber auch dort ergebnislos.
Würde mich über positive Resonanz freuen.

Offline ankerit

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #26 am: 22 Apr 17, 21:24 »
Hallo,
ich vermute, daß die Drehzahl viel zu hoch ist. Deshalb das glühen. Wie wäre es mit Wasser zu kühlen? Aber nicht nur gelegentlich, sondern dauernd.

Gruß
Günther

Offline HBreuer

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #27 am: 23 Apr 17, 07:12 »
Hallo, Günther, danke für den Tip. Dachte auch schon daran. Aber in diesem Gelände gibt es kein Wasser, müsste ich also auch noch mitbringen. Müsste das Schlagbohren / Bohren immer nach kurzer Zeit absetzen, Wasser in das Loch einbringen und dann erst weitermachen (arbeite alleine). Härtere Bohrmeissel wären wohl praktischer, aber welche nehme ich und wo gibt es die ?
Gruß, Herbert

Offline Harzsammler

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #28 am: 23 Apr 17, 10:28 »
Hallo,

Wasser im Bohrloch macht die Sache schlimmer denn dann verklebt die Bohrung (es sei denn man hat Hohlbohrer mit Spülung  :))
Dann lieber den Bohrer immer mal in Wasser abkühlen, trocknen und weiterbohren.

Was die Qualität der Bohrer und der Maschine angeht so gibt es sicher erhebliche Unterschiede - Baumarktsqualität taugt für diesen Einsatz sicher nichts.

Ich jedenfalls hatte nie Probleme 15mm Bohrungen in Porphyr und verquartzer Gangbrezzie einzubringen.
Allerdings mit Bosch-Bohrhammer-Blau, Bohrer auch von Bosch und Stromaggregat.

Grüße,
Michael

Offline HBreuer

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Re: Meißel - Erfahrungen?
« Antwort #29 am: 23 Apr 17, 12:47 »
Danke für den Tip, Michael ! Habe mir nun einige Bohrer für Hartgestein - Beton angeschafft, 10 und 22mm. Mit dem 10er bohre ich vor, dann mit dem 22er nach, und dann kommen die Treibkeile zur Anwendung. Habe auch schon daran gedacht, mir Quellsprengstoff (https://www.mikon-online.com/shop/index.php/mikon_de/werkzeug-zubehor/quellsprengstoff/expansive-mortar-fract-ag-20-kg-expan01769.html) anzuschaffen, aber ist mir (noch) zu teuer. Und bohren muß ich ja trotzdem.  - 
Gruß, Herbert

 

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