Guten Abend,
dieses Granit-Geschiebe (etwa 5 cm x 3.5 cm x 3 cm) zeichnet sich durch eine "ungewöhnliche" Farbverteilung zwischen den Feldspäten aus, wie sie z.B. typisch für den Perniö-Granit vom südwestfinnischen Festland ist (mit blassem Kalifeldspat und intensiver gefärbtem Plagioklas). Granat konnte nicht beobachtet werden, so dass die vorläufige Bestimmung als Perniö-Granit keineswegs zweifelsfrei ist. Allerdings weisen weitere Merkmal des Gesteins (wie die Hämatit-Imprägnierung) und die Tatsache, dass sich der Fundplatz in Nordwestmecklenburg durch einen hohen Gehalt an Geschieben von den Aland-Inseln auszeichnet, darauf hin, dass die Bestimmung durchaus zutreffend sein könnte.
Viele Grüße
Sprotte
Beschreibung des Gesteins: Mittelkörniger, plus/minus gleichkörniger Granit. Bis 8 mm lange, rechteckige, hellgraue Kalifeldspäte mit deutlichen perthitischen Entmischungen. Roter Plagioklas, teils heller angewittert (oder alteriert?) – dann ohne Glanz. Graue bis rauchbraune, xenomorphe Quarzkörner. Wenig Biotit. Durch Hämatit, der teils auch in die Kristalle eingedrungen ist (besonders deutlich an den Kalifeldspäten erkennbar), sind die Korngrenzen aller Minerale rot eingefärbt.