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Bestimmung von Bismut - wer kann helfen ?

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Collector:
Hallo

Ich habe aus einer Museumsauflösung ein ca. 12 cm großes und schweres Nugget erworben, welches lt. Etikett ca. 1927 in der berühmtesten spanischen Bi-Lagerstätte gefunden worden ist.  Dass es in dieser Lagerstätte Bi-Nuggets gab, ist in der Literatur nachzulesen - nur, es gibt nirgendwo eine Vergleichsmöhlichkeit und in Spanien hat sowas noch niemand gesehen.
Leider zeigt dieses "riesige", tw. messingrötlich angelaufene Nugget keinerlei Kristalle oder Kristallinität (was i.ü. für Wismut gar nicht so selten ist); ich habe jedoch meine Zweifel und wäre gern sicher, um was es sich handelt.

Wer weiß, wie man metallisches Bismut chemisch (qualitativ) nachweisen kann ?  (keine Bi-Salze !). 

Danke für Hinweise und Tipps zu Bestimmungsmethoden (wenn möglich, ohne zu großen Chemikalienaufwand),  am besten, wenn ich diese in meinem kleinen Labor nachstellen kann. Grundchemikalien und die meisten Reagenzien (p.a.) sind vorhanden.
Gruß und Dank
collector

P.S. Bitte keine gutgemeinten Fragen nach Fotos - das Nugget ist so gut wie amorph, dunkel-messing-rotmessingfarben, ist im Laufe der Jahrzehnte angelaufen und selbst das beste Foto würde keinerlei Identifizierung zulassen. Danke.

kks:
Hallo,

wenn das ein kompakter Klotz ist, würde ich erst mal eine Dichtebestimmung versuchen. Wenn dann noch Zweifel bleiben -> Röntgenfluoreszenz.

Gruß,
Klaus

Collector:
Hallo Klaus

danke, die Dichte hatte ich schon hinter mir. Da ich kein Riesen-Pyknometer habe, habe ich nur nach der Formel Masse (kg) / Volumen (m3) geschätzt und komme auf eine Dichte von ca. 9,74.  (Die unterschiedlichen Bi-Modifikationen haben eine Dichte von 9,78-11,02 g/cm3.).

Meine Messmethode ist jedoch ungenau, da ich zwar Länge und Breite genau messen kann, die Dicke jedoch schwankt.  Das Gewicht hingegen habe ich bis auf 2 Kommastellen bestimmt. 
Das spricht für Wismut. Ich vergaß auch zu erwähnen, dass sich das Nugget sehr leicht mit Stahl ritzen lässt (schätze mal eine Härte unter 3,0), wobei die Ritzspur stark silber-metallisch ist.

Röntgenfluoreszenz wäre eine weitere Option;  ist hier, wo ich lebe. jedoch nicht realisierbar.  Im übrigen möchte ich das rundum glatte Nugget nicht beschädigen,  indem ich auch nur ein kleinstes Stück davon "abbeiße"
Es handelt sich um einen historischen Beleg einer seit über fast 75 Jahre geschlossenen Grube.

Danke fürs Mitdenken.

Gruß
collector


Goldi85:
Hallo,

Das Volumen kannst du durch das verdrängte Wasservolumen relativ leicht genauer messen, solange das Stück durchgängig homogen ist.
Die niedrige Schmelztemperatur (unter 300°C) wäre noch ein Indiz. Vielleicht mal eine erhitzte Nadel an einem Punkt reindrücken oder so...

Gruß  Daniel

Jochen1Knochen:
Hallo!
Wismut ist als stark diamagnetisch bezeichnet.Vieleicht läßt sich in der Richtung etwas feststellen.
Gruß Jens

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