Hallo Thomas,
Es sind halt Teile des Peridotits, aus dem der Erdmantel besteht. Dieser besteht aus Olivin + Klinopyroxen (Chromdiopsid) + Orthopyroxen (Enstatit) und -ja nach Tiefe- einer Aluminiumphase. In geringer Tiefe (bis ca. 30 km) unter der ozeanischen Kruste ist das Plagioklas (Plagioklas-Peridotit), in einer Tiefe bis 80 km Spinell (Spinell-Peridotit) und darunter Granat (Granat-Peridotit). Die meisten der Xenolithe in den Vulkaniten sind Spinell-Peridotite, also stammen diese aus einer Tiefe von ca. 30-80 km. Die Laven müssen also auch mindestens aus dieser Tiefe stammen. Über die Quelle der Lava gibt der (auf Chondrit normierte) Gehalt an Seltenen Erden in den Vulkaniten Auskunft. Die Kurve der schweren Seltenen Erden fällt steil ab, wenn das Gestein Granat enthält, da diese in Granat zurückbleiben. Wenn die Kurve flach ist, lag die Quelle höher als 80 km.
In ganz seltenen Fällen gibt es sogar Gesteine aus noch größerer Tiefe, etwa im sächsischen Granulitgebirge, wo Majorit (bzw. dessen Pseudomorphosen) gefunden wurde, das nur bei hohem Drucken im Erdmantel stabil ist.
Die Körnigkeit? Gute Frage. Könnte davon kommen, dass die Gesteine in der Magmenkammer rekristallisiert sind.
Es gibt allerdings auch Kumulate (zuerst abgeschiedene und sich am Boden/Rand der Magmenkammer anreichernde Bestandteile des Magmas), die tw. nur schwer von den Xenolithen zu trennen sind. Meist als Kumulate sind Gesteine mit exotischem Charakter anzusehen, z.B. solche mit Pyroxenen oder Amphibolen als Hauptbestandteil neben Granat oder Olivin, in alkalireichen Gesteinen auch Hauyn.
Glück Auf!
Sebastian