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Mit welchem Fossil hat Eure Sammelleidenschaft begonnen und wann?
AWiessler:
Hallo Freunde des Forums!
Mit welchem Fossil hat Eure Sammelleidenschaft begonnen und wann?
War es auch das erste selbstgefundene Fossil?
Woher kam es?
Bin mal gespannt was hier alles zusammenkommt.
Mein erster Ammonit war ein Bullatus, den ich am Anfang gar nicht als Fossil erkannt habe weil er deformiert war. Fanf ihn einfach "anders" als andere Steine.
Er stammt von einem Spaziergang durch den Wald am Plettenberg bei Balingen aus dem Jahr 1981.
Gruß
Andreas
Nico:
Hallo Andreas!
Das ist mal ein richtig schönes Thema!
Ich hab mein erstes Fossil, ein Brachiopode (damals war es natürlich ne Muschel für mich :D ), bei uns auf dem Bahndamm gefunden, als ich damals in der 2ten Klasse einen Ausflug zusammen mit einen Bahnbediensteten gemacht haben. Da unser Haus direkt neben den Bahnschienen liegt, hab ich das dann als "Steinbruch" genutzt und auch wirklich schöne Sachen gefunden. Dann stellte sich noch heraus, dass der Vater eines sehr guten Freundes durch Zufall Paläontologe ist, und denn war das Interesse endgültig geweckt!
Das ist jetzt schon ca 11 Jahre oder so her :-)
Viele Grüße, Nico!
ps.: Ist das Muschelkalk?! oder was könnte das sein? Ich hab mich mit dem Bahndammfossilien nie so wirklich auseinander gesetzt ;)
lisavelser:
Hallo zusammen.
Meine Sammelleidenschaft hat erst vor 2 Jahren begonnen. Unser Sohn hat mit der Schule einen Ausflug nach Eichstädt zur Willibaldsburg gemacht. Er war von der Ausstellung so begeistert, dass wir am darauffolgenden Wochenende unbedingt auch in das Museum fahren mußten. Mir war dann gleich klar, dass ich auch solche Fossilien haben wollte. Aber nicht gleich Größenwahnsinnig werden, erst mal klein anfangen. Für den Anfang dachte ich, muss sich doch so ein kleiner Fisch finden lassen. Das hat dann auch geklappt. Aber nur das eine Mal. Seitdem suche ich in allen möglichen Steinbrüchen, Baugruben und Straßengräben, ohne Ahnung zu haben, ob sich da überhaupt was finden lässt. Aber ist egal, auch ein blindes Huhn findet manchmal ein Korn. Das passt schon so.
Lisa
Profipräp:
Hallo ihr alle,
ja ich finde das thema auch interessant. Bei mir war mein Opa "Schuld" am Fossilinteresse. Damals wohnte er in österreich mitten in der gosaukreide. Da hat er mich und meine Schwester zu einem Mühlenbach mitgenommen (wir waren damals 10 Jahre alt), um uns versteinerte Stengel zu zeigen. Da haben wir natürlich gleich angebissen, auch wenn wir noch nicht wissen konnten, dass die Stengel in Wirklichkeit Muscheln waren (Hippuriten). Später im Gymnasium waren wir auch in der Geologie-AG. Dann kam Praktikum im Naturkundearchiv in Ludwigsburg bei Dr. Wild und damit der Wunsch, Präparatorin zu werden. Das hat dann ja auch geklappt und mir macht mein Beruf immer noch Spaß.
Gruß
Profipräp
Soenke:
Hallo! ;)
Fragt mich nicht, wann ich meine ersten Fossilien gefunden habe.. das ist jedenfalls schon sehr lange her. Ich war vielleicht 6 oder 7 Jahre alt, als ich auf einer Fahrradtour mit meinen Eltern in der Tongrube "Bodenheide" hier ganz in der Nähe Station gemacht habe.. Dort war eine Halde aufgeschüttet, die vom Bau des Ostwestfalendammtunnels stammte, darin ließen sich pyritisierte Schlotheimias finden. Erstmal fing es mit einigen Bruchstücken an, doch beim zweiten Besuch einige Monate später, fand ich meinen ersten "ganzen" Ammoniten. Den mit dem Loch (Bildmitte des angehängten Fotos). Das Loch hatte der nicht von Anfang an, das ist einer meiner ersten Präparationserfolge gewesen, die sich bis heute in lockerer Folge fortsetzen.. ;D
Im Anstehenden der "Bodenheide" (Lias delta) fanden meine Eltern und ich einige Phragmokone von Belemniten, die wir überhaupt nicht zuordnen konnten.. über den Sohn einer Bekannten war dann der erste Kontakt mit einem Sammler hergestellt, der uns ein bisschen auf die Sprünge half und dem wir Kontakte zu weiteren Lokalsammlern verdanken.. über diese Bekanntschaften bekamen wir auch Tips was Urlaubsziele angeht, somit ging's erstmals auf Fossiltour nach Franken, wo ich auf der Hohenmirsberger Platte einen tollen Perisphinctes mit über 15 cm Durchmesser fand!! Das ist bis jetzt mein tollster Malmfund..
Wir bekamen auch weitere Tips wie z.B. Escalles belannter vielleicht als "Wissant" (Nord-pas-de-Calais, Kreide) und Houlgate/Villers sur mer.. Lion und Luc sur mer, Ste. Honorine usw.. so das wir Hobby und Urlaub verbinden konnten. Seit 1998 sind wir eigentlich von jeder Reise steinreich zurückgekehrt, zumindest sind wir immer mit entsprechenden Ambitionen losgefahren.. leer sind wir eigentlich nie ausgegangen.
Bedingt dadurch das wir eher "Aufsammler" sind, haben wir uns in erster Linie auf den Lias ausgerichtet, interessieren tut mich aber eigentlich alles. Mein Spezialgebiet ist meine Heimatregion, auch wenn man hier desöfteren mal mit leeren oder fast leeren Händen dasteht, nach einem anstrengenden Sammeltag.
Abgesehen von Bielefeld und Umgebung bin ich schon oft in Franken gewesen, wobei besonders meine Kalchreuth Sammlung für einen nicht Eingeborenen schon relativ stattlich ist. ;D
So, jetzt habe ich Euch genug gelangweilt.. also mache ich jetzt mal Schluss.
Und um eines nicht zu vergessen: In den letzten Jahren habe ich neben dem Sammeln auch damit begonnen eine Homepage aufzubauen: http://www.lias.de.tf - dort gibt es so manchen Reisebericht von mir zu sehen.
Seit dem November 2004 habe ich zusammen mit einigen Sammlerfreunden (die hier im Forum auch größtenteils aktiv sind) jedoch eine neue Webseite gegründet, an der sich jeder Sammler gerne beteiligen kann, zu finden ist diese unter der Adresse http://www.steinkern.de ;)
Gruß
Sönke
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