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Bestimmungssicherheit in Sammlungen
Münchener Micromounter:
Keine Mineraliensammlung dürfte frei sein von Fehlbestimmungen oder fundstellenmäßigen Fehlzuordnungen. Die Lithothek der Münchener Micromounter macht da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Sehr viele Partner tragen zum Sammlungsbestand bei, sehr unterschiedlich sind die Herkunftsarten (Eigenfunde, Käufe, Tausche usw.). So lange die Sammlungsstücke nicht einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, ist das auch kein Problem. Es kann aber zum Problem werden, wenn (wie wir das tun) die Sammlungsstücke über Photos in den Atlas eingestellt werden.
In dieser Situation gibt es für uns mehrere Möglichkeiten:
1.) Wir stellen keine "kritischen" Bilder ein, beschränken uns auf sichere Stufen (z.B. Topase von der Thomas Range) und behalten unsere eventuellen Fehlbestimmungen bei uns. Das wollen wir nicht tun. Es widerspricht den Zielen unserer Lithothek und bringt niemanden weiter.
2.) Wir lassen alles, bevor es in den Atlas eingestellt wird, analysieren. Das können wir uns finanziell nicht leisten und verhindert keine fundstellenbezogenen Falschzuordnungen. Also auch keine Lösung.
3.) Wir stellen die Photos in den Atlas und warten die Reaktionen ab. Wir setzen uns mit Eurer Kritik auseinander und berichtigen ggf. unsere Fehler, indem wir das Bild entfernen, die Zuordnungen ändern, oder die Texte bei den Bildbeschreibungen ergänzen.
So sind wir bisher vorgegangen, und so wollen wir eigentlich auch in Zukunft vorgehen. Es freut uns, daß die meisten kritischen Zuschriften, die uns erreichen, durchaus konstruktiv sind. Jeder, der konstruktive Kritik übt, wird zu einem Mitarbeiter an der Lithothek. Die Kritik von Besserwissern, die außer Kritik nichts anzubieten haben, nehmen wir in Kauf.
Es interessiert uns aber, was die Gemeinde der User im Forum zu unserem Lösungsansatz meint, und was wir aus diesem Kreis für Anregungen bekommen. Meldet Euch.
Manfred Seitz
für die Münchener Micromounter
Elmar:
Hallo Manfred,
im Prinzip finde ich vorgehensweise 3. nicht schlecht, aber sie hat auch einen systematischen Fehler :
Wenn ihr (oder andere Sammler) 'fragwürdige' Stüfchen einstellt kann es zwei Reaktionen geben : Jemandem fällt es auf, und wird dann korrigiert (da haben dann alle was von), oder andere Sammler 'duplizieren' die von euch eingestellte Information (Das wäre dann eher schlecht).
Vielleicht gibt es eine Möglichkeit 'fragwürdiges' hier im Mineralienatlas zu kennzeichnen ! (Sofern ihr es denn selber schon als solches erkannt habt.)
GA
Elmar
Krizu:
Hallo,
ja das Problem ist immer vorhanden, egal wer die Fotos einstellt. Alles zu analysieren ist wirklich nciht machbar und auch nicht zielführend. Stichwort: Polymorphie, Messunsicherheit etc.
Vielleicht ist es eine Möglichkeit, fragliche oder nicht eindeutige Funde mit (?) oder "Bestimmung unsicher" etc zu vermerken. Das gilt in meinen Augen nicht nur für die Bilder der Münchener, sondern generell.
Meine Meinung und LG
Frank
Günter Blaß:
Hallo Herr Seitz,
ich finde beide Vorschläge, sowohl von Krizu wie auch von Elmar nicht schlecht.
Mein Vorschlag zu dem Problem wäre einfach anzufügen wie bestimmt wurde: z.B. visuell, EDX, WDX, PXRD, SXRD, EMPA usw.
Wie ich schon mal hier geschrieben habe, auch wenn von 20 Anmerkungen zum Mineralbild 19 mal ein Mineral bevorzugt erkannt wird, so ist es immer noch "nur" visuell bestimmt.
Beste Grüße
Günter Blaß
uwe:
Man sollte es hier nicht übertreiben. So wird wohl Pyrit, Quarz, Fluorit usw. immer "nur" visuell bestimmt, aber das mit 100%iger Sicherheit.
Uwe
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