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Autor Thema: Bismuthinit ?  (Gelesen 8951 mal)

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Offline seisteff

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Bismuthinit ?
« am: 22 Apr 13, 17:57 »
Glück auf

Ich habe 2 neue Stufen für meine Sammlung erworben mit der Bezeichnung Pyrit von der Wolframitgrube Pechtelsgrün im Vogtland. Aber nur für Pyrit sind sie mir zu Schwer ,deshalb suchte ich mit der Lupe und fand unter anderem dieses (siehe Bild).
Ich nehme an es ist Bismuthinit.

Liege ich da richtig und wie nennt man dieses Gebilde?

Bild ca. 1cm

Danke seisteff

Offline steinfried

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #1 am: 22 Apr 13, 18:46 »
Hallo,

 knifflig deine Frage. Ich war noch nie dort. Der Kristallform am ähnlichsten wäre Zinkblende oder Fahlerz, aber der Metallglanz kommt nicht hin.
Ich denke am einfachsten um Bismuthinit auszuschließen oder zu bestätigen, wäre eine Ätzprobe, das Mineral löst sich in warmer Salzsäure leicht auf.

Es wird sich bestimmt noch jemand melden der Erfahrung hat mit der Fundstelle.

LG Torsten :)


Offline smoeller

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #2 am: 22 Apr 13, 21:48 »
Hallo,

Bismuthinit würde ich eher nicht sagen. Der ist meist eher stengelig oder nadelig und hat eine ausgeprägte Spaltbarkeit. Das hier sieht auf den ersten Blick schon nach Pyrit aus. Aber die Farbe scheint mir doch recht hell. Könnte daher auch Arsenopyrit sein. Sowohl Pyrit als auch Arsenopyrit sind recht hart (ca. Härte 6). Im Gegensatz zu den meisten Sulfiden lassen sich die beiden kaum bis nicht mit dem Messer ritzen und es knirscht und kratzt kräftig.

Glück Auf!
Smoeller

Offline wolfi

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #3 am: 22 Apr 13, 22:03 »
Servus,
ich habe vor etlichen Jahren ein ähnliches stängeliges goldenes Mineral gefunden und hab es als Markasit beschriftet. Für Korrekturen bin ich natürlich jederzeit zugänglich!
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline seisteff

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #4 am: 10 Aug 13, 14:33 »
Glück Auf

Hier mal noch ein verdacht auf Bismuthinit.
Gebogene Stängel mit einem stark Silbernen Glanz, und teilweiße sieht es auch derb aus.
Bilder mit dem Mikroskop gemacht, für irgendwelche Tests ist alles zu klein.
Fundort: Wolframitgrube P'grün/Vogtland Sachsen

Auf dem 3.Bild kann vieleicht einer von euch was erkennen.
Es sieht aus als ist der Kristall quer gebrochen, ich weiß jetzt nicht ob Bismuthinit so brechen kann.

Vieleicht kann einer von euch helfen.

Danke seisteff

Offline smoeller

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #5 am: 10 Aug 13, 17:06 »
Hallo,

Das letzte ist ein schlecht kristallisiertes, evtl. sogar amorphes Eisenhydroxid (Goethit oder Siderogel (=amorphes FeOOH)).

Glück Auf!
Sebastian

Offline seisteff

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #6 am: 10 Aug 13, 17:44 »
Hallo

Schei........e!!!

Ok und Danke
 
An so was habe ich garnicht gedacht. Weil Goethit gibt's doch hier eigentlich nicht. (laut Mineralienliste)

Die Suche geht weiter

Danke seisteff

Offline seisteff

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #7 am: 29 Oct 13, 18:24 »
Hallo

Ich möchte gern diese Bilder mal zeigen, ob es sich hier evtl. um Bismuthinit handeln könnte.
Oder es doch nur Ferberit ist.
Gleicher Fundort (P'grün /Vogtland) - mikroskopisch kleine Nadeln teilweise in Quarz eingewachsen.
Vielleicht kann mir ein Experte anhand dieser Bilder helfen.

Danke seisteff

Eine Frage noch: Kann eigentlich Ferberit mit Bismuthint oder auch Emplektit in ein und derselben Druse zusammen vorkommen?

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #8 am: 29 Oct 13, 18:55 »
Hallo,

ja, das sieht diesmal in der Tat sehr nach Bismuthinit / Emplektit aus.
Wüßte nicht, warum Bismuthinit nicht zusammen mit Wolframit in einer Druse vorkommen können sollte.

Gruß


Offline Uwe Kolitsch

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #9 am: 29 Oct 13, 19:50 »
Härte und Strichfarbe? Am besten einen schon kaputten Kristall opfern.

Offline wolfi

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #10 am: 29 Oct 13, 21:50 »
Servus,
da schließe ich mich aber dem Crystallogic an. Eines von den beiden wird es sein - aber welches?
Servus + Glück auf
Wolfi

Offline seisteff

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #11 am: 30 Oct 13, 16:20 »
Glück auf

Ich danke euch erstmal für die Antworten, ihr macht mir Hoffnung.
Mit der Härte und Strichfarbe ist so eine Sache bei der Größe.

Aber wichtig wäre mir erst mal Ferberit auszuschließen.

Vollstädt (Einheimische Minerale) schreibt bei diesem Fundort:
Ferberit tritt in kleinen nadelförmigen Kristallen von einigen Millimetern Größe auf.
Wismutglanz kam in langnadeligen stahlgrauen Kristallen in Drusenräumen vor.
Emplektit kam in hellgelben bis bronzegelben Nädelchen in Drusenräumen vor.

Das klingt für mich eben alles gleich!

Kann ich hier Ferberit wirklich ausschließen?

Grüße seisteff

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #12 am: 30 Oct 13, 18:17 »
"Mit der Härte und Strichfarbe ist so eine Sache bei der Größe."

Dann versuch's doch mal mit der Löslichkeit in Säuren oder Basen...

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #13 am: 30 Oct 13, 19:55 »
...Kann ich hier Ferberit wirklich ausschließen?

Hi,

nein, es sei denn, du prüfst auf Eigenschaften in denen sich Ferberit von Bismuthinit/Emplektit deutlich unterscheidet.
Und das wären eben z.B. Härte, Tenazität, Strich und Glanz - wenn man sich auf die ohne größeren Aufwand und Technik durchzuführenden Tests beschränken will oder muß.

Gruß

edit: "...das klingt für mich eben alles gleich..."  - das sind doch auch nur ganz grobe Fundstellen-spezifische Eckpunkte bezüglich Habitus und Größe - wenn du es genauer wissen willst, solltest du dich an die Mineral-spezifischen Eckpunkte, zumindest die, die du mit den dir zur Verfügung stehenden Mitteln auch beurteilen kannst, halten. Das gereicht zwar bei weitem nicht immer, um etwas auschließen zu können, aber in diesem Fall würde z.B. schon allein eine einigermaßen korrekte Härteprüfung oder noch einfacher die Beurteilung des Glanzes genügen (das hatte ich dir schon mal in einem älteren Thread bzgl. des selben Problems geraten, falls du dich erinnerst).

« Letzte Änderung: 30 Oct 13, 20:17 von CRYSTALLOGIC »

Offline loismin

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Re: Bismuthinit ?
« Antwort #14 am: 30 Oct 13, 20:19 »
Hallo.

Hier müßte doch mit dem Bruch was zu machen sein ??
Der Bismuthinit hat einen so exakten glatten Bruch, da kannst du Ferberit sicher gut ausschließen, beim Emplektit
hab ich jetzt den Bruch nicht so im Kopf, wie der aussieht !
Härte usw. kannst du sicher bei den kleinen xx nicht prüfen.
Brich mal einen unter dem Bino ab und schau was du für eine Bruchfläche hast und behalte das abgebrochene Stück gleich für einen Säuretest !

Loismin

 

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