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Autor Thema: Messgerät gebaut - Teststrahler gesucht  (Gelesen 22665 mal)

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Offline Alcest

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #30 am: 28 Jan 13, 14:35 »
Frank, ich fasse nochmal kurz zusammen (wir scheinen ein wenig aneinander vorbeigeredet zu haben).

Sowohl U235 und U238 sind in der Lage, sich selbst spontan zu spalten. Wenn ein freiwerdendes Neutron auf U238 trifft, wird Pu239 daraus und die Reaktion ist vorbei. Trifft das freie Neutron auf U235, spaltet sich dieses in weitere Nuklide+Neutronen und die Kettenreaktion ist ausgelöst. Die Spaltungen vom U235 sind dabei die eigentliche Ursache vom "Naturreaktor", das Plutonium nur ein Nebenprodukt.
Weil es damals mehr U235 (das meinte ich mit jünger) gab, war es eher möglich.

Meine Kernfrage war, ob diese Reaktionen im großen Maßstab möglich waren oder ob es nur ein seltener Prozess war. Es war möglich ;)

Zum Link von Sebastian: Ich komm da in der Uni rein. Danke! edit: Geht auch mit VPN von meinem PC aus. Wer was braucht, möge sich bitte melden!

« Letzte Änderung: 28 Jan 13, 14:50 von Alcest »

Offline smoeller

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #31 am: 28 Jan 13, 15:01 »
Hallo,

Es war in jedem Fall ein seltener Prozess. Natururan enthält für gewöhnlich (unabhängig vom Alter der Lagerstätte) zumindest zur heutigen Zeit 0,7 % U-235 und der Rest fast ausschließlich U-238 (mit extrem wenig U-233 und 234, im Zehntelprozentbereich).

In Oklo war mehr U-235. Zum Aufrechterhalten eines stabilen Kernreaktors braucht es meines Wissens mindestens 3 % U-235.

Ein Grund für die Seltenheit mag aber auch sein, dass sich die Erdoberfläche seit Jahrmilliarden stark verändert hat. 80-90 % der Erdoberfläche sind schlicht zu jung oder stark überarbeitet (Plattentektonik). Passende Gebiete gibt es nur in Afrika, Nord- und Südamerika, Australien, Sibirien und der Antarktis sowie Grönland. Und was hat man selbst da heute: Sand, Deckgebirge, Urwald oder schlicht Eis oder alles ist schon wieder abgetragen. Wer weiss: Vielleicht liegen solche uralten Reaktoren noch unter der Tundra Sibiriens, der Wüste Australiens oder dem Eis des Südpols, Kanadas oder Grönlands.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Krizu

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #32 am: 28 Jan 13, 15:04 »
Jupp - in meinen Augen richtig dargestellt.

Tja, schwer zu sagen, die Aussagen sind widersprüchlich.

Wie wird so ein Reaktor nachgewiesen? man schaut sich das U238 zu U235 Verhältnis an, ggf die Isotopenverhältnisse der Töchter der Spaltprodukte.

Ich meine einer der Wiki-Links führt zu einer Veröffentlichung, dass es scheinbar früher häufiger war, als nur an den beiden Stellen. Was brauchst du dafür? U235 >3% und eine geeignete Geometrie und Wasser.

Das Problem ist nur das finden und der Nachweis. Seither hat hat die Erosion fleissig gearbeitet.

MfG

Frank

Offline Roadrunner

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #33 am: 28 Jan 13, 19:01 »
Hallo,
kleiner Vorschlag an alle Beteiligten.
Wir nehmen alle Uranerzstufen (natürlich nur die, welche nicht so ansehnlich sind ;D) und das ganze Wissen von Euch allen und machen ein kleine Marke Eigenbau AKW auf. So haben wir alle was davon, keine Stromrechnung mehr und wir alle verdienen uns dumm und dämlich. Wir brauchen nur noch eine gute Lobby zur Politik und nach Gorleben für den Abfall ;D. Was haltet Ihr davon?

Offline Alcest

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #34 am: 28 Jan 13, 19:41 »
In Kalongwe (gleiche Ecke wie Musonoi/Shinkolobwe) gibt es eine unabgebaute Uranlagerstätte. Leider mitten im Dschungel. Vielleicht roden wir den einfach und bauen professionell ab (oder lassen abbauen)? Politiker gibt es im Kongo keine und Strahlenschutzgesetze genauso wenig.

Offline Krizu

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #35 am: 28 Jan 13, 19:43 »
Hi,

und wer reichert an? Der Rest ist das kleinere Problem, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Forschungsreaktor_Haigerloch

Zum Kongo: Entweder sind die Kosten für Wachposten hoch oder die Gewinnbeteiligungen der "Wachposten" sind hoch.

MfG

Frank

Offline Roadrunner

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #36 am: 28 Jan 13, 20:16 »
Manno, immer sind die Nebenkosten das Non Plus Ultra. Ich sehe also keine Zukunft für unser gemeinsames Stromprojekt. Bleibt also nur das gemeinsame Sammeln von Mineralien und das "fachsimpeln" über diese in diesem Forum oder sehe ich das falsch?
Roadrunner

Offline Jens Hellner

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #37 am: 22 Apr 13, 00:18 »
Hallo Mark,
Strahlungsmesser gebaut, interessant.
Schreib doch mal ein paar Einzelheiten zu dem Teil.
Glück Auf
Ralf

Einfache Schaltung unter Benutzung einer Einwegkamera mit Blitz.
« Letzte Änderung: 22 Apr 13, 00:38 von Jens Hellner »

Offline Jens Hellner

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Re: Teststrahler gesucht
« Antwort #38 am: 22 Apr 13, 00:34 »
Teststraler?

In Flüßen und Bächen, die aus den Bergen kommen, wird man meistens fündig. Suchen sollte man an den Seifen.
Das ist das Kurveninnere wenn der Bach (Fluß) eine Kurve bildet. dort bleiben an Sandbänken schwere Mineralien liegen. Je näher an den Bergen desto erfolgversprechender.

Aber bitte vorsichtig sein. Manche Sachen sind wirklich heftig. Ich möchte sie jedenfalls nicht in der Bude haben.

 

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