Hallo,
Generell sitzen die meisten Uranmineralien an der Grube Clara in einem schwarzvioletten Flußspat (sog. Stinkspat, weil der beim Anschlagen kräftig wie Halogen (Chlor, Fluor) stinkt). U-Mineralien sind da recht selten, meist ist es Torbernit, Uranophan oder Zeunerit. Von 2001 bis 2008 war ich jedes Jahr mindestens 3-5 Wochen an der Clara und habe wenn es hoch kommt vielleicht 2-3 Mal in der ganzen Zeit wirklich Uranmineralien gefunden. Da gibt es ganz andere Gegenden (im Schwarzwald Wittichen und Menzenschwand, in deiner Ecke Mähring und Großschloppen), da strahlt fast jedes Material aus den Gruben. Da nehme ich dann immer eine Staubmaske aus dem Baumarkt beim Zerkleinern. Mit Kindern würde ich genannte Ecken eher meiden.
Was dein gefundenes Material anbelangt: Ohne Foto ist da nix zu sagen. Neben Uranophan, der auch in solchen bräunlichgelben Büscheln auftreten könnte, gibt es durchaus auch U-Gehalte in Mineralien der Seltenen Erden. Gerade REE-Phosphate wie Xenotim und Monazit, die auch an der Grube Clara vorkommen, können beträchtlich Uran und Thorium einbauen. Allerdings sind die in der Regel unbedenklicher, weil sie schwer löslich und viel stabiler als Uranmineralien sind. Gegebenenfalls ist es auch ein Kaliumhaltiges Mineral (Glimmer?), wo dann die Strahlung vom K-40 kommt.
Glück Auf!
Sebastian