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Fund aus Rheinschlucht bei Laax, GR, CH

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vanderheide:
Gestern habe ich verschiedene Abhandlungen über Bündner Schiefer gelesen und mir Bilder davon angeschaut. Übereinstimmend ist der Hinweis, dass es im Bündner Schiefer Kalk haben muss.
Da ich die HCL-Probe machte und keine Reaktion folgte, muss ich schliessen, dass diese Stück wie auch das erste Stück kein Bündner Schiefer sein kann.
Offensichtlich ist es nicht leicht dieses Gestein zu bestimmen sonst hätte ich nach … Aufrufe gewiss einen Hinweis erhalten.
Ob dieser Stein eher Merkmale von Glimmerschiefer hat?
Ob das Grünliche Epidot? Oder müsste es dafür ein helleres Grün haben? Ist es doch eher Chlorit?
Dann würde es Chloritschiefer sein. Quarz habe ich nicht gefunden, wäre mir aufgefallen, weil es viel härter ist.
Ich danke im voraus für Hinweise!
Gruss
Hans

smoeller:
Hallo Hans,

Die bräunliche Ader in dem letzten Bild dürfte Dolomit mit einem gewissen Eisengehalt (Ferrodolomit) sein. Wenn man da verdünnte Salzsäure (10 %) nimmt, tut sich nichts. Selbst mit 25 % ist die Reaktion allenfalls sehr langsam. Um das zu testen braucht es entweder heiße konzentrierte Salzsäure (nicht zu empfehlen, giftige Dämpfe) oder man muss das Material vorher abkratzen und pulvern und es dann versuchen.

Das Gestein selbst scheint überwiegend Chlorit (das graugrüne), Quarz und viel Feldspat (weiß) zu führen.

Glück Auf!
Sebastian

vanderheide:
Besten Dank Sebastian. Solche chemischen Versuche werde ich nicht machen, aber es kann fast nur in die angegebene Richtung gehen, wie Du es schilderst. Was für die Annahme "Dolomit" spricht, ist, dass dieser Gang aus weicherem Gestein war als das Umliegende. Auch gelang es mir nicht die Oberfläche dieses "roten Ganges" zu polieren. Sie blieb stumpf.

Ich habe noch einen Stein. Dieser sieht aus wie Brekzie. Das Stück war "nahrhaft" beim Schleifen, weil es so hart war, dazu noch Stellen, die ganz besonders hart waren.
Hier sind die Abbildungen dieses Steines. Ich habe nur eine Seite geschliffen (2. und 3. Bild). Die andere Seite ist roh belassen (1.Bild).
Gruss
Hans

oliverOliver:

--- Zitat von: vanderheide am 13 Jun 13, 22:38 ---Dieser sieht aus wie Brekzie.
--- Ende Zitat ---

Aufgrund der überwiegend gut gerundeten Komponenten würde ich das eher als Konglomerat (in manchen Gegenden auch "Nagelfluh" genannt) bezeichnen.
Eine Diskussion zur Definition Brekzie/Konglomerat gabs hier ja unlängst schon mal.
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,32768.0.html

smoeller:
Hallo,

Würde das letzte Stück zu den Konglomeraten oder Fanglomeraten (ein Zwischending aus Brekzie und Konglomerat  mit überwiegend gerundeten, tw. aber auch noch recht eckigen Körnern) stellen.

Glück Auf!
Sebastian

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