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Autor Thema: Das Ding aus dem Muschelkalk - 3 / Grabgang + Koprolith?, Trias  (Gelesen 2556 mal)

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Offline Saccharomyces

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Hab mal wieder ein Stück, das den Titel "DING aus dem Muschelkalk" verdient. Die Form erinnerte mich an Belemniten, welche mir mein Opa mal von Helgoland mitgebracht hat, aber die gibts ja nicht im Muschelkalk. Hat irgendwer ne Ahnung was das sein könnte und wie es entstanden ist?

Gruß Björn

Offline Diego

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Re: Re: Re: Das Ding aus dem Muschelkalk
« Antwort #1 am: 01 Oct 05, 18:04 »
Hallo Björn

Meine Vermutung wenn ich nach dem zweiten Fote gehe, wäre Rhizokorallium jenense kurz vor dem Bogen und auf der einen Seite mehr verwittert als auf der anderen.

Gruß
Steffen

Offline Conny3

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Re: Re: Re: Das Ding aus dem Muschelkalk
« Antwort #2 am: 02 Nov 05, 17:00 »
Hallo Steffen,

Rhizokorallium jenense ist es auf keinen Fall. Dann eher Rhizokorallium comune SCHMID.
Rhizokorallium jenense kommt nur im Unterern  Röt (sog. Rhizokorallienbank) vor. Typlokalität für Rhizokorallium jenense ist, wie der Name schon sagt, Jena.

http://home.arcor.de/colinde/fossilien.html

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,793.0.html

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 02 Nov 05, 22:47 von Conny3 »

Offline Loddah

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Re: Re: Re: Das Ding aus dem Muschelkalk
« Antwort #3 am: 21 Dec 05, 00:30 »
Sorry!

Als Spurenmensch muss ich hier eingreifen!!!

Rhizocorallium jenense kommt seit dem Kambrium (möglicherweise sogar Präkambrium) vor bis heute. Ein Spurenrest scheint es jedoch zu sein! Denn links von dem !Ding! geht ein Gang flach ins Sediment... Das !Ding! scheint allerdings nicht zum Gang zu gehören. Ich tippe eher auf einen Koprolithen. Achja... und Belemniten gibt's sehr wohl im Muschelkalk, wenn auch extrem selten (naja, zumindest belemniten-ähnliche Dibranchiaten gibt's im Muschelkalk und Belemniten gibt's ab dem Unteren Karbon)!!!

Bei den ersten Bildern dieses Threads fühlte ich mich als erstes an ein Placunopsis-Riff aus dem oberen Muschelkalk aus der Hohenloher Gegend erinnert. Leider sieht man aber keine eindeutigen Austernreste und mir sind solche Austernriffe auch nur aus Franken bekannt.

Da es sich aber tatsächlich um eine Ansammlung von irgendwelchen organischen Hartteilen zu handeln scheint, warum nicht an einen Fraßrest denken? Speiballen oder Kot?...und ein Ceratitenrest scheint doch mit enthalten zu sein...

Grüße,
Lothar
« Letzte Änderung: 21 Dec 05, 00:50 von Loddah »

Offline Diego

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Re: Re: Re: Das Ding aus dem Muschelkalk
« Antwort #4 am: 23 Dec 05, 23:56 »
Zitat
Da es sich aber tatsächlich um eine Ansammlung von irgendwelchen organischen Hartteilen zu handeln scheint, warum nicht an einen Fraßrest denken?
Könnte auch ein Grabgang sein. Ich kenne aus der Oberen Kreide Grabgänge von Krebsen die mit organischen Hartteilen ausgekeleidet sind.

Gruß
Steffen

Offline Loddah

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Re: Re: Re: Das Ding aus dem Muschelkalk
« Antwort #5 am: 24 Dec 05, 22:08 »
Könnte auch ein Grabgang sein. Ich kenne aus der Oberen Kreide Grabgänge von Krebsen die mit organischen Hartteilen ausgekeleidet sind.

Hallo Steffen!

Das stimmt, es gibt Spurenfossilien, meist Röhren, die mit irgendwelchen Dingen (z.B. Schwammnadeln, Fischschuppen, Pellets, usw.) ausgekleidet werden, damit sie nicht zusammenbrechen. Bei dem "Belemniten"artigen Gebilde sieht das aber eher so aus, als ob die Hartteile auch im "Belemnit" selbst drinstecken. Ohne das Stück jedoch in der Hand und mit der Lupe untersucht zu haben, ist das nicht hundertprozentig zu sagen...

Grüße,
Lothar

 

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