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Gitterparameter, Elementarzelle, Z-Wert, chemische Formel
Krizu:
Hallo,
--- Zitat von: kks am 30 Jul 13, 13:44 ---
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 13:13 ---Insbesondere dann, wenn man ein Achsensystem verwenden will, das den Symmetrieelementen der Raumgruppe des Kristalls angepasst ist,
--- Ende Zitat ---
Es geht nicht darum, welches Achsensystem man verwenden will, sondern welches man verwenden muss, um eine Struktur vollständig und korrekt zu beschreiben.
--- Ende Zitat ---
Nein, sehe ich nicht. Es gibt angepasste "Koordinatensysteme" (Ich würde nie eine Kugeloberfläche kartesisch oder einen Zylinder in Kugelkoordinaten beschreiben, es geht!). Die Systeme beschreiben die Symmetrien korrekt, sind aber teilweise nicht intuitiv bzw. gemäß er Konvention der möglichst orthogonalen Achsen.
--- Zitat ---
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 13:13 ---Aber https://de.wikipedia.org/wiki/Kubisches_Kristallsystem#Darstellung_durch_primitive_Gitter zeigt die primitiven Elementarzellen der kubischen Systeme.
--- Ende Zitat ---
Diese Elementarzellen sind zwar geometrisch korrekt, aber im Falle der zentrierten Gitter nicht kubisch. Welchen Sinn soll so etwas haben?
--- Ende Zitat ---
DAS habe ich die Profs damals nicht gefragt... im reziproken Raum weiß ich es noch: Brillouin-Zone und Co (de Haas van Alphen habe ich nie verstanden) Es zeigt aber auch das Problem, dass verschiedene Aufstellungen eines Kristalls möglich sind.
--- Zitat ---
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 13:13 ---Das Problem mit der Literatur ist, dass du die Elementarzelle und das Z mit der vergleichbaren Aufstellung brauchst.
--- Ende Zitat ---
Ich sehe das nicht als Problem. Zu einer grundlegenden Strukturbeschreibung gehören nun mal Formeleinheit, Z und Gitterparameter; nur gemeinsam bilden sie eine vollständige und korrekte Beschreibung.
--- Ende Zitat ---
Korrekt - daher darf man sich das nicht aus verschiedensten Veröffentlichungen ohne Kontrolle zusammensuchen. Das scheint hier ein Problem unter anderem zu sein.
MfG
Frank
Stefan:
--- Zitat ---daher darf man sich das nicht aus verschiedensten Veröffentlichungen ohne Kontrolle zusammensuchen. Das scheint hier ein Problem unter anderem zu sein.
--- Ende Zitat ---
Ja das ist der Grund warum ich alle Mineraleinträge einer Prüfung unterziehe. Hier auf einen konsistenten Stand zu kommen ist nicht einfach wenn selbst die Quellen nicht immer einen konsistenten Stand vorgeben oder nicht klar ist worauf sich der Stand bezieht. Insg. ein paar Monate Arbeit von denen aber ein Großteil bereits erl. ist. Als Quelle dienen dabei die CNMNC Mineralliste, Materials Data, Minerals Data Publishing (öfter mal veraltet) und die Originalbeschreibungen bzw. wenn vorhanden die aktuellen Veröffentlichungen.
Glück Auf Stefan
kks:
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 14:43 ---
Nein, sehe ich nicht. Es gibt angepasste "Koordinatensysteme" (Ich würde nie eine Kugeloberfläche kartesisch oder einen Zylinder in Kugelkoordinaten beschreiben, es geht!). Die Systeme beschreiben die Symmetrien korrekt, sind aber teilweise nicht intuitiv bzw. gemäß er Konvention der möglichst orthogonalen Achsen.
--- Ende Zitat ---
"Möglichst orthogonale Achsen" ist schon mal eine Festlegung, mit der ein Kristallograph wenig anfangen kann. Entscheidend sind die Symmetrieelemente, und nur deren Art und Anordnung bestimmt, welches Koordinatensystem anzuwenden ist. Anders ausgedrückt: die Symmetrien existieren als Eigenschaften des Objekts, das Koordinatensystem ist ein Hilfsmittel zur Beschreibung.
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 14:43 ---DAS habe ich die Profs damals nicht gefragt... im reziproken Raum weiß ich es noch: Brillouin-Zone und Co
--- Ende Zitat ---
Wenn ich mich recht erinnere, müssen Brillouin-Zonen die gleiche Symmetrie haben wie das reale Gitter.
Gruß,
Klaus
Krizu:
Hallo,
das oben gegebene Beispiel der primitiven Zelle einer kubischen Zelle widerspricht nicht der Symmetrieoperation, ist aber eine unkonventionelle Aufstellung, oder?
Ja die Punktgruppen-Symmetrie bleibt erhalten. Aber
--- Zitat von: kks am 30 Jul 13, 11:39 ---Eine Zentrierung ist ein Symmetrieelement wie Gleitspiegelebenen und Schraubenachsen und ist, wenn vorhanden, zwingend Bestandteil der Struktur.
--- Ende Zitat ---
aus einem fcc Gitter wird ein bcc-Gitter bei der Transformation und umgekehrt.
MfG
Frank
kks:
Halo,
--- Zitat von: Krizu am 30 Jul 13, 15:37 ---
das oben gegebene Beispiel der primitiven Zelle einer kubischen Zelle widerspricht nicht der Symmetrieoperation, ist aber eine unkonventionelle Aufstellung, oder?
--- Ende Zitat ---
Du meinst den Ersatz der BCC durch eine primitive Zelle? In dem Fall hat die primitive Zelle eine völlig andere Symmetrie als die kubische Zelle. Und genau da liegt auch mein Problem mit diesen ganzen schmutzigen Tricks:
Die Symmetrie ist ja nicht Selbstzweck, sondern hat ganz konkrete Auswirkungen auf die physikalischen Eigenschaften der Kristalle. Z.B. sind kubische Kristalle grundsätzlich optisch isotrop. Wenn ich jetzt aus einer innenzentrierten Zelle eine primitive mache, hat diese neue Zelle, wenn ich das richtig sehe, nur noch trigonale Symmetrie. Ein trigonaler Kristall ist aber optisch einachsig, also anisotrop. Mit anderen Worten, die primitive Zelle ist falsch, denn sie widerspricht den physikalischen Eigenschaften des Kristalls.
Gruß,
Klaus
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