Hi
Das ich Kristallographie gelernt habe ist ja nun auch schon wieder ein paar Tage her, aber bei allem an was ich mich erinnern kann hat Klaus mit seinen Ausführungen vollkommen recht. Die Elementarzelle ist die kleinste räumliche Einheit, die sich mit der gegebenen Symmetrie vereinbaren lässt und sich in alle drei Raumrichtungen beliebig oft translatieren lässt. Z ist nun die Zahl der Formeleinheiten in dieser Elementarzelle und sollte somit zwingend Ganzzählig und >= 1 sein, ansonsten hätte man keine Periodizität und somit auch keine Symmetrie (lassen wir mal Legierungen oder Verbindungen mit statistischer Besetzung außen vor).
Natürlich kann man die Elementarzelle in irgendwas "runterbrechen", allerdings brechen dann auch die Symmetrien und Kristallographie ist letztlich die Lehre von Symmetrien und nicht die einfachst mögliche Physik oder so.
Das einzige, was es neben der "echten" Elementarzelle gibt, sind Überstrukturen, aber die dürften für Stefans Problem eher uninteressant sein.
@Frank: Jedes Kristallsystem hat mindestens eine optisch isotrope Achse ! Die Indikatrix stellt im allgemeinen Fall einen Ellipsoid und jeder wie auch immer geformter Ellipsoid kann so geschnitten werden, das die Schnittfläche ein Kreis ist, d.h. es existiert zwingend mindestens eine isotrope Achse (die allerdings nicht zwingend mit einer der kristallographischen Hauptachen zusammenfällt - mit dieser Erkenntniss konnte ich damals bei meinem Prof. richtig Punkte sammeln ;-).
Demnach muß ein trigonaler Kristall isotrop sein, und zwar parallel zu der dreizähligen Achse, überall anders darf er nicht isotrop sein.