Bist Du sicher, dass es sich um Chrysokoll oder Malachit handelt ? Das Foto ist ein wenig unscharf, sodass die Kristalle kaum erkennbar sind. Insofern ist eine Fernbestimmung nicht möglich.
Wie mein Vorgänger "Alcest" schon erwähnte, gibt es bei Copiapó eine ganze Menge an Minen - d.h., in Realität sind dies etwa 30-40 produzierende und an die 50 aufgelassene. Bis auf wenige Ausnahmen (Gold) wurden die meisten Lagerstätten auf Kupfer abgebaut.
Chrysokoll ist ein sehr, sehr häufiges Mineral in der Atacama und kann auf den Halden alter und neuer Minen ohne Anstrengung gefunden werden.
Eine dieser Gruben ist Inca de Oro, aber es gibt Dutzende andere, wo man mit etwas Geduld die Halden absammeln kann.
Das Karbonat Malachit hingegen, wenngleich es in der Literatur über 100 Vorkommen in Chile gibt, ist eher ein seltenes Mineral und sammelwürdige Stufen sind kaum bekannt.
Nicht immer stimmen die Fundortangaben, oft wird wegen des Nichtwisens der Händler und aus Bequemlichkeit der Zwischenhändler einfach "Copiapó!, "Wüste Atacama" oder - die "Vorzeige-Minen" La Farola oder Chuquicamata als Fundort angegeben. Darauf kann und sollte man sich nicht verlassen, aber - wer war schon mal in Chile ?
Ich würde als Fundort für die von Dir abgebildete Stufe, soweit Du sicher bist, was es ist, als Fundort angeben "Bergbaurevier Copiapó-Chanaral, III. Region, Chile". Damit bist Du auf der sicheren Seite.
Ein kleiner Hinweis: Die von Dir im Lexikon eingepflegten Atacamit-Bilder tragen als Deine Fundortbezeichnung "Atacama-Wüste". Das ist grundsätzlich nicht falsch, aber da Du ja Wert auf Eingrenzung legst : Der genaue Fundort ist die Mina La Farola in der Provinz Copiapó, III. Region, Chile". Das weiße Material ist Halloysit. Und schöne Bilder von der Fundstelle auf der Seite von Jürgen Tron:
http://www.tron-xx.de/Fundorte_Localities/La_Farola___Chile/la_farola___chile.htmlGruß
Peter
(ich habe einige Jahre in Chile gelebt und aktiv gesammelt).