Hallo Irena,
was man anhand des Bildes erkennt, ist, dass eckige, teils idiomorphe (eigengestaltige) Feldspatkristalle (Einsprenglinge) in einer schwarzschlierig dichten Grundmasse "schwimmen". Die Gefügebezeichnis wäre also "porphyrisch" (leider werden mit "Porphyr" viele, von der Gesteinschemie völlig verschiedene magmatische Gesteine bezeichnet, solange sie nur eine bimodale Korngrößenverteilung mit Einsprenglingen und Grundmasse aufweisen). Aufgund des Magnetismus besteht auch ein gewisser Magnetit-Gehalt. Magnetit ist ein durchaus nicht seltenes, genau genommen sogar gesteinsbildendes Mineral und tritt in vielen basischen Gesteinen wie z.B. Basalt, Gabbro und Dolerit regelmäßig auf, so auch im nordischen Geschiebe. Bei deinem Stück handelt sich auf jeden Fall um ein Vulkanit (oder Subvulkanit). Es scheint (!) so, als ob ein stärker basisches (schwarze Schlieren, Magnetitgehalt) und ein stärker saures (helle Grundmassebereiche und Feldspateinsprenglinge) Magma vor dem Erstarrren sich unvollständig vermischt haben.
Viele Grüße
Sprotte
PS: Vielleicht hast du Lust, zum Geschiebesammler-Treffen am 25.-27. Oktober 2013 in Wankendorf zu kommen (siehe:
http://www.strandsteine.de/GS-Treffen.htm).