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Autor Thema: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft  (Gelesen 4104 mal)

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Offline CRYSTALLOGIC

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´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« am: 23 Oct 13, 13:48 »
 Hallo,

ich habe hier einen Stück ´Blauquarz´ unbekannter Herkunft, mit eigentümlich Opal-artigem Glanz (darüber hinaus wirkt er größtenteils auch eher amorph, jedenfalls sind am gesamten Stück, auch bei 100facher Vergrößerung, keine echten Kristallstrukturen zu erkennen) und reichlich eingewachsenen xx M (bis ca. 0,5mm).
Der ´Blauquarz´ selbst scheint mit ca. 5x4,5x4,5cm ungewöhnlich groß – die übliche Größe gesteinsbildender Blauquarz-Körner übersteigt ja normalerweise kaum 1cm, soweit mir bekannt. Und für makrokristallinen Blauquarz aus alpinen Klüften erscheinen mir die, wie gesagt, eher amorphen Strukturen merkwürdig …
Matrix (-Reste) ist/sind leider am gesamten Stück nicht auszumachen, dafür, wie auf dem Bild zu sehen, reichlich Einschlüsse (allerdings keine nadelig-faserigen) – darunter heller Glimmer, wenig hellgelbliche bis beige, schuppige-wachsartige Krusten und rötliches (wohl Hämatit), aber vor allem (mit Abstand am häufigsten): hellbraune bis braunschwarze (durchscheinend bis uds.), meist relativ gut ausgebildete (eher isometrische, max.evtl.kurzsäulige) xx M mit ausgeprägtem Glasglanz (z.T., bei den fast schwarzen, evtl.auch ins fettig-Submetallische übergehend).

Kennt vielleicht jemand ähnliches Material ?
Weiß jemand näheres über die charakteristischen Einschlüsse (jenseits Magnesioriebeckit und Turmalin) in Blauquarz diverser Fundstellen ?


Gruß

edit: Bildbreite ca. 3cm




Offline Brodi69

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Re: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« Antwort #1 am: 23 Oct 13, 15:12 »

Hallo Wolfgang

Das Material hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Material, das ich aus Spanien habe. Hast Du das Foto von nassem Stein gemacht oder ist der Fettglanz wirklich natürlich (= nicht lackiert)? Die mir bekannten Blauquarze in Spanien kommen in schmalen Bändern bis 6 cm vor, sind selten auch Kristallin und hätten keinen solchen Fettglanz, wie auf dem Foto. Sie haben etwas Hämatitplättchen eingeschlossen und die Farbe ist unregelmässig. Die blaue Farbe kommt aber nicht vom Tyndralleffekt sondern von effektiv blauen Amphibolen, die jedoch i.d.R. unterm Mikroskop sichtbar sind. Auch wenn meine Beschreibung sich nicht so ganz mit deinen Untersuchungen deckt, steckt vielleicht doch ein Hinweis darin....

Grüessli
Christian

Offline openpit

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Re: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« Antwort #2 am: 23 Oct 13, 15:32 »
Hallo,

kann Cordierit ausgeschlossen werden?

Glück Auf!
Micha

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« Antwort #3 am: 23 Oct 13, 20:45 »
Hi,
Vielen Dank für die Antworten.

@ Christian – nein, ist weder feucht, noch lackiert. Der Glanz ist wirklich so nass-glasig. Gibt nur ganz wenige Stellen mit typischem Quarz-Glanz an dem Stück (und das sind auch die einzigen Stellen, die nicht so ausgesprochen amorph aussehen)

@ Micha – nein, würde sogar ganz gut passen. Ein leichter Dichroismus ist mir auch unterm normalen Bino schon aufgefallen (dkl.braun + hellgelblich) – dem werde ich wohl noch mal genauer auf den Zahn fühlen müssen.

Gruß
« Letzte Änderung: 23 Oct 13, 21:07 von CRYSTALLOGIC »

Offline giantcrystal

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Re: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« Antwort #4 am: 24 Oct 13, 23:16 »
Hallöchen

versuch mal mit Salzsäure, ob da was braust. Ich habe schon blauen Calcit gesehen, der ganz ähnlich aussah

Glück Auf

Thomas

Offline CRYSTALLOGIC

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Re: ´Blauquarz´unbekannter Herkunft
« Antwort #5 am: 25 Oct 13, 00:00 »
Hi,

@ Thomas - nein, das ist ganz sicher kein Calcit.

Gruß

edit: Die optische Untersuchung gestaltet sich ein wenig komplizierter, als erhofft... Da die wenigsten xx ausreichend weit freiliegen (und die, die freiliegen, sind nat. fast alle aus diesem, oder jenem Grund nicht zu gebrauchen) , bin ich jetzt zum ´resezieren´geeignet erscheinender Exemplare übergegangen ...
Kein Ahnung, ob ich bei der Größe überhaupt auf brauchbare Ergebnisse hoffen sollte.
Immerhin hab ich bei der Gelegenheit gleich mal die ungefähre Härte (zumindest der schwarzbraunen xx) getestet ( >6 Mohs ), mal sehen ob ich das noch etwas genauer und im besten Fall auch bei den hellen xx hinbekomme (könnten evtl. doch zwei verschiedene Sachen sein).

 
« Letzte Änderung: 25 Oct 13, 00:33 von CRYSTALLOGIC »

 

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